Weil Mann kann…

Weltknuddeltag, Murmetiertag, Tag des Waldes, Internationaler Tag gegen Homophobie, Jogginghosentag…
Für fast alles gibt es einen (internationalen) Tag auf der Welt, warum nicht also auch für uns? Heute am 3. November ist der Weltmännertag.

Eigentlich gedacht dafür, dass wir uns einmal mehr an uns denken sollen.
Zumindest in Sachen Bewusstseinserweiterung im Bereich Gesundheit. Das war zumindest die Intention von Michael Gorbatschow und Andrologen der Universität Wien,
denen wir den Weltmännertag seit 11 Jahren verdanken.

Warum es nun besser ist Mann und nicht Frau zu sein, muss letzendlich jeder für sich entscheiden.
Wir haben uns überzeugen lassen und fünf Gründe gefunden warum es besser ist so zu sien, wie wir sind:

  1. Telefongespräche dauern nur 30 Sekunden.
  2. Die Schlangen vor dem Klo sind 80 Prozent kürzer
  3. Die Orgasmen eines Mannes sind nicht vorgetäuscht.
  4. Dass Mann eine Person nicht sympathisch ist, heißt noch lange nicht, dass er sich mit dieser keinen Sex vorstellen kann.
  5. Mann kann 90 Prozent seiner Zeit nach dem Aufstehen an Sex denken.

Ja wir wissen, dass unsere Argumente sehr hetero klingen, aber wir stehen nunmal auf Jungs, also ist ein bisschen hetero doch wohl ok, oder?

Übrigens, der internationale Männertag wird in vielen Ländern am 19. November begangen. Mit Unterstützung der Vereinten Nationen und weiteren Organisationen soll das Verhältnis zwischen den Geschlechtern verbessert und das männliche Rollenbild positiv gestärkt werden.

Kurioses: Gay Coffee für die Zielgruppe

Was es nicht alles gibt. Eigentlich möchte man es irgendwo zwischen „Fundstück der Woche“ und „unnütze Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht“ einordnen, aber so einfach ist das nicht. Denn für jedes Produkt gibt es seine Zielgruppe.

Das dachten sich wohl auch Melissa Krueger und ihre Freundin Mary. Erst vor ein paar Tagen stellten beide in San Francisco ihren „Gay Coffee“ vor. Gleich fünf neue Sorten präsentierten die beide. Von mild bis stark, die Röstungen klingen auch noch ungewöhnlich: „Stone Butch Breakfast Blend“ oder „Red Hanky Roast“ steht auf den bunten Packungen.

Man muss sich die Zielgruppe eben nur erschließen. Und genau das schaffen die beiden mit einem gut durchdachten Marketing. Bunt, ansprechend und gut dosiert – fair gehandelt und für den guten Zweck. Denn ein Teil des Gewinns soll der LGBT-Community zu Gute kommen.

Mein Mann ist schwul – Und nun?

Die einen wissen es schon immer, die anderen finden es im Laufe ihres Lebens heraus. Schwulsein oder auch die eigenen bisexuelle Neigung zu akzeptieren fällt nicht jedem leicht. Besonders schwer fällt es vielen, wenn sie seit Jahren ihre eigene Sexualität verdrängen, nicht akzeptieren wollen. Sie leben ihren Alltag und führen ein ‚Doppelleben‘.

Doch was ist, mit den Frauen, den Familien. Was ist wenn sich der eigene Partner nach langen Jahren plötzlich outet? Wie reagieren die (Ehe-)Frauen und der Rest der Familie? Obwohl die Mehrheit der Männer von einer inneren Befreiung ausgehen kann, für andere bricht oftmals eine Welt zusammen.

Das Familiennetzwerk „Tangiert“ ist eine Selbsthilfegruppe im Raum Frankfurt, die sich mit eben dieser Thematik beschäftigt. Die Selbsthilfegruppe (mittlerweile auch mit bundesweiten Regionalgruppen) gibt Hilfestellungen und Ansätze zur Neuorientierung. Gemeinsam werden neue Perspektiven erarbeitet und die Situation wird zu meistern versucht.

„Beim Gruppentreffen erleben viele Frauen erstmals, dass sie in dieser Situation nicht allein sind, dass sie über ihre Gefühle sprechen können und dass sie verstanden werden.“, so Astrid, Gründerin der Selbsthilfegruppe.

Ein wichtiges Anliegen ist ihr, dass die Männer nicht (immer) als Sündenböcke dargestellt werden dürfen. Sie selbst habe die Erfahrung gemacht, und musste „den Schock“ erst für sich überwinden. Ein stetiger Austausch, gerade bei gemeinsamen Kindern, ist wichtig – Nicht nur für das eigene Wohl auch um allen die Möglichkeit zu geben, zu verstehen und zu akzeptieren.

Wir möchten mit diesem Beitrag zeigen, dass wir die Arbeit von „Tangiert“ sehr lobenswert finden. Im gleichen Atemzug möchten wir aber auch denjenigen eine mögliche Hilfestellung aufzeigen, die selbst in einer solchen Situation sind. Nicht immer ist die eigene sexuelle Orientierung für jeden offen auslebbar. Oftmals ist ein Doppelleben und Angst vordergründig – Anlaufstellen gibt es im Netz. Mit „Tangiert“ auch eine für den Rest um Euch herum.

Gedenken an erste Homosexuellenbewegung

Seit Freitag erinnern am Magnus-Hirschfeld-Ufer in Berlin zwei Gedenktafeln an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung. Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) hat die Gedenktafeln heute mit dem Berliner Staatssekretär für Kultur, André Schmitz, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, Axel Hochrein von der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Dr. Günter Grau von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft eingeweiht.

Innerhalb der kommenden Jahre soll am Magnus-Hirschfeld-Ufer zudem ein Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung entstehen. Die konkrete Gestaltung soll in einem künstlerischen Wettbewerb ausgeschrieben werden.

Hierzu erklärt Jörg Fugmann, Vorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg: „1897 gründete Magnus Hirschfeld mit anderen Engagierten in Berlin das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee – kurz: WhK. Das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee war weltweit die erste Organisation, die sich gegen antihomosexuelle Strafgesetze wendete und die Öffentlichkeit über gleichgeschlechtliche Liebe aufklärte. In Berlin soll an diese mutigen Menschen und ihre Emanzipationsbewegung am Ufer gegenüber dem Bundeskanzleramt mit einem Denkmal erinnert werden.“ (Quelle: PRIDE1/td; Bild: Wikipedia)

Loriot – mit dir war mehr Lametta!

Einer der wohl humoristischten Kommunikatoren von damals bis heute ist gestorben. Loriot, alias Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, ist gestern am 22. August 2011 sanft entschlafen.

Von Bülow wurde 87 Jahre alt und hat mit „seinem Lebenswerk“ erreicht, wass kein anderer Deutscher bisher geschafft hat. Egal ob jung oder alt, seine Sketche – gerne auch die von vor 30 Jahren – kennt jeder. Sprechender Hund, das Frühstücksei, Herren im Bad – Bilder die uns Loriot geliefert hat. Bilder die uns zum Schmunzeln bringen. Loriot selbst sagte einmal, dass ihn die  Kommunikationsgestörtheit der anderen am meisten interessiere, denn alles was er als komisch empfand basiert auf den „Bröseln der anderen“.

Vicco von Bülow war nicht nur komisch, er wird es in unseren Erinnerungen auch immer bleiben. Wir nehmen Abschied von einem unverwechselbaren und einzigartigen Loriot.

Loriot – Der Maskenbildner & Der Lottogewinner von Clipfish

Scheidungsrate bei gleichgeschlechtlichen Paaren niedriger als bei Heterosexuellen

Auch zehn Jahre nach Einführung der Lebenspartnerschaft für Schwule und Lesben (GAYS.DE berichtete) ist die Scheidungsrate in Hamburg deutlich niedriger als bei heterosexuellen Eheleuten. Das geht aus einer Antwort des Hamburger Senats auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor.

Demnach wurden nur 10 Prozent der Lebenspartnerschaften wieder geschieden, bei der Ehe beträgt die Scheidungsrate 50 Prozent. Seit 1. August 2001 haben 2401 Hamburger Paare ihre Partnerschaft beim Standesamt eintragen lassen.

Farid Müller, Sprecher für Schwule und Lesben der GAL-Fraktion, sagt zum Ergebnis seiner Anfrage: „„Fast 2.500 schwul-lesbische Paare haben sich in Hamburg in den letzten Jahren das Jawort gegeben. Es freut mich, dass dieses für Schwule und Lesben so wichtige Gesetz auch angenommen wird. Es ist aber längst nicht überall selbstverständlich, diese Partnerschaften auch offen zu leben.

Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung nun endlich auch für gleiche Rechte sorgt. Wenn Menschen sich mit einer Partnerschaft dazu entscheiden, für einander Verantwortung zu übernehmen, muss das vom Staat auch unterstützt werden.”

Bisher werden gleichgeschlechtliche Paare vor allem bei der Einkommensteuer benachteiligt. Sie werden hier immer noch wie Singles behandelt. Auch dürfen homosexuelle Paare in Deutschland nicht gemeinsam ein Kind adoptieren. (Quelle: PRIDE1/td)

Fundstück der Woche: Kondometto ermittelt Deine Größe…

“Ich bin doch kein Durchschnitt! Kann mir mal jemand erklären, warum ich nirgends das passende Kondom zu kaufen bekomme?“ – Kondometto hilft weiter.

Etwa zwei Drittel der Männer benutzen Kondome, die nicht richtig sitzen. Ist ein Kondom zu groß, kann es abrutschen, ist es zu klein, quetscht es. Besonders in kniffeligen Situationen führt ersteres zu meist peinlichen Pannen. Wer keine Ahnung hat, wie groß sein Penis ist, kann auch bei der Wahl des Kondoms immer nur raten. Und das geht gerne mal daneben.

Am 8. Juni präsentiert pro familia Baden-Württemberg in Kooperation mit Kondomberater Jan Vinzenz Krause das Messgerät namens Kondometto in Stuttgart. “Wir wollen Jungs und Männern ein einfaches, cooles und präzises Instrument in die Hand geben, um ihre Kondomgröße zu ermitteln”, so Manuela Rettig, Geschäftsführerin pro familia Baden-Württemberg. Das Kondometto funktioniert wie eine Schieblehre und hat die Größe einer Scheckkarte. Der Messschieber wird an den Penis angelegt, das Ergebnis auf einer Skala abgelesen. Der Benutzer erkennt auf einen Blick seine Kondomgröße.

“Das überall angebotene Durchschnittskondom ist nicht jedermanns Sache, besonders nicht für Jugendliche im Wachstum”, erklärt Thomas Hahn, Sexualpädagoge bei pro familia Singen. “Kondome gibt es mit einer nominalen Breite zwischen 43 und 69 Millimetern. Eigentlich ist für jeden etwas dabei. Im Laden findet sich meistens nur die 52er-Größe. Aber welcher Mann ist schon Durchschnitt?” Viele – nicht nur Jugendliche – lassen deshalb den Gummi weg und riskieren so nicht nur die eigene Gesundheit. Die Gefahr einer Infektion mit Aids und anderen Geschlechtskrankheiten ist enorm.

Unsere Jungs sind Nachts aktiv

Es ist mal wieder an der Zeit, dass unsere Server eine Auszeit benötigen. Seit den letzten erfolgreichen Updates sind immer mehr Jungs und Männer Mitglieder unserer Community geworden. Dies erfordert, dass GAYS.DE heute Nacht in der Zeit ab 2:00 für voraussichtlich eine Stunde nicht erreichbar sein wird.

Unser Jungs sind diese Nacht für Euch aktiv, damit Ihr GAYS.DE auch weiterhin uneingeschränkt nutzen könnt. Wir bitten daher schon jetzt um Entschuldigung und bemühen uns schnell wieder online zu sein.

Euer GAYS.DE Team

UPDATE 02:37

Wir sind schon fertig. Ihr könnt weiterflirten ;-)

Deutschland stellt Entwicklungshilfe für homofeindliche Staaten ein

Staaten, die aus Deutschland Gelder für Entwicklungshilfe beziehen, müssen mit einer Einstellung der Zahlung rechnen, wenn sie Homosexuelle verfolgen. Wie die Rheinische Post in ihrer Onlineausgabe berichtet, hat Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) mehrere Millionen Euro für Uganda einfrieren lassen, weil dort Homosexuelle mit der Todesstrafe bedroht sind.

Auch andere Länder erhalten derzeit aus Deutschland kein Geld für ihre Entwicklungshilfe-Projekte, Spitzenreiter ist derzeit Afghanistan, dort werden  über 125 Millionen Euro nicht ausgezahlt, weil das Land nicht wie vereinbart gegen die Korruption vorgegangen ist. Das sagte Niebel dem „Weser-Kurier“.  In dem Interview forderte er neben der Einhaltung der Menschenrechte auch er Investitionen in ländliche Regionen der Entwicklungsländer.

Das Problem sei oftmals nicht, dass keine Lebensmittel vorhanden seien, sondern dass sich die Menschen diese nicht leisten könnten. Nur durch die Schaffung von Arbeitsplätzen könne man diesen Teufelskreis durchbrechen. (Quelle: PRIDE1.de/kt)

Deutschland macht Heterosexuellen-Inventur

Nach 24 Jahren der Ungewissheit ist es endlich mal wieder an der  Zeit für eine Volkszählung. 1987 gab es die letzte: Aber nachdem die Europäische Union 2008 beschlossen hat, dass Mitgliedsstaaten aller zehn Jahre eine solche Erhebung durchführen müssen, ist Deutschland unter Zugzwang.

Befragt werden insgesamt rund 8 Millionen Einwohner und zusätzlich17,5 Millionen Eigentümer und Bewohner sowie Bewohnerinnen von Pflegeheimen und Gemeinschaftsunterkünften. Sinn und Zweck ist, dass ein Querschnitt der Deutschen erfasst werden soll. Wie wohnen wir, wie arbeiten wir und natürlich wie leben wir.

Und genau bei dem WIR geht es weiter. Befragt werden wir – ob wir wollen oder nicht – und zur Auskunft sind wir gesetzlich verpflichtet. Bis zu 250 EUR Strafe können fällig werden, wenn man seine Teilnahme verweigert. Aber zurück zum WIR: Wir beinhalten alle. Alle Bundesbürger, also auch alle gesellschaftlichen Schichten. Unabhängig von Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung. Und schon wird aus dem WIR ein „die anderen“. Denn die Staatsangehörigkeit muss deutsch sein.  Religion und sexuelle Identität interessieren nicht. Die Angabe zur Konfession ist freiwillig. Alle weiteren Fragen in den Bögen der mehr als 20.000 Interviewer sind für den „typischen Deutschen“ angelegt. Und der ist nach Meinung UNSERER Ämter und Behörden heterosexuell, verheiratet und hat 1,2 Kinder. Bei den derzeit aktuellen rechtlichen Regelungen für gleichgeschlechtliche Paare im Steuer- und Adoptionsrecht alles andere als „typisch deutsch“. (Ro)