In Politik und Showbusiness ist die sexuelle Orientierung schon längst nicht mehr ausschlaggebend für die Erfüllung der übertragenen Aufgaben oder des Moments. Anders ist dies im Profifußball. Schwulsein, Homosexualität – die scheinbar schwulenfreie Szene verpönt Homosexuelle. Unbeeindruckt von Fangesängen, in denen „schwul“ als Synonym für die gegnerische Mannschaft steht oder den Trainern, die von ihren Spielern fortwährend „Eier in der Hose“ fordern. Homophobie im Profifußball ist allgegenwärtig, ein Outing potentieller homosexueller Spieler undenkbar.
Die Autoren Dirk Leibfried und Andreas Erb wagten sich an das wohl brisanteste Thema im deutschen Sport heran und legen die schwulenfreie Fußballwelt in „Das Schweigen der Männer“ offen. Bei ihren Recherchen sprachen sie mit schwulen Amateurkickern, Psychologen und Funktionären.
„Ihr Buch wirft einen kritischen Blick auf die Homophobie, die in weiten Teilen der Fußballszene nach wie vor herrscht, und beschäftigt sich mit den großen Problemen, denen sich schwule Profifußballer ausgesetzt sehen.“, titelt die Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.
Theo Zwanziger, Präsident des DFB weiß von homosexuellen Spielern und deren „hetero-Vermarktung“. Er selbst engagiert sich für einen offeneren Umgang mit dem Thema Homosexualität, bestätigt aber immer wieder, dass dies ein schwerer Schritt ist, der noch andauern wird.









Letzte Kommentare