Fußball-WM: Deutliche Kritik an Sepp Blatter nach Ratschlag zum Sexverbot

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar sorgt weiter für Zündstoff. FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte Homosexuellen empfohlen, in dem islamischen Land auf „jegliche, sexuelle Aktivität“ zu verzichten. Kritik kommt nun u. a. aus Großbritannien. Chris Basiurski, der englische Präsident des Zusammenschlusses schwuler Fußball- Fans (Gay Football Supporter”s Network), forderte Blatter nun auf, seine Aussagen umgehend zurückzunehmen und sich zu entschuldigen, ansonsten solle er zurücktreten, so eine Meldung der Onlineausgabe der „Süddeutschen Zeitung”.

Homosexualität ist in Katar verboten und wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis oder Peitschenhieben bestraft. Während einer Pressekonferenz wurde der FIFA-Chef auch zum Thema Homosexualität befragt. Blatter gab sich dabei zuversichtlich: „Wir leben in einer freien Welt und ich bin mir sicher, dass es 2022 in Katar keine Probleme geben wird“, so der FIFA-Präsident.

Einschränkungen machte Blatter dann aber doch: „Sicherlich werden Homosexuelle, die 2022 dort ein Spiel anschauen wollen, reingelassen.“ Ihr Neigung sollen sie in Katar aber lieber nicht ausleben. (Quelle: PRIDE1.de/kt)

Diskussionen zur Aussage Blatters gab es auch schon auf der GAYS.DE Facebookseite.

NRW Ministerin ehrt Kölner Gay Games Orgateam

NRW-Ministerin Barbara Steffens hat am 06.12.10 die Organisatoren der VIII. Gay Games Cologne 2010 im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen empfangen. In ihrer Rede dankte sie dem Orgateam für die jahrelange Vorbereitung und sehr gute Durchführung der Veranstaltung: „Sie haben sieben Jahre lang hart an ihrem Traum gearbeitet und haben uns daran teilhaben lassen. Das ist eine Leistung, die ihres Gleichen sucht. Denn: Sie haben nicht nur der Stadt Köln, sondern auch Nordrhein-Westfalen die Chance gegeben, sich weltweit als das zu zeigen, was es sein kann und sein muss: nämlich ein Land der Vielfalt, der Toleranz und des Sports“, so Ministerin Steffens, „Wir brauchen viele Menschen, die sich für Toleranz einsetzen. Solche Menschen, wie Sie!“

Gay Games Co-Präsident Michael Lohaus bedankte sich im Namen aller EhrenamtlerInnen: „Unser Engagement für die Kölner Gay Games war ein Stückweit Verrücktheit, aber auch der Wunsch, in Köln, in NRW, eine Veranstaltung zu organisieren, die größer als die Olympischen Spiele ist, aber mit weniger Budget auskommen muss – aber vor allen Dingen ganz viele Menschen zusammen bringt.
Ich bin stolz darauf, dass wir durchgehalten haben, auch wenn es nicht immer einfach war,“ so Lohaus, „Die Mails aus aller Welt haben uns gezeigt, wie wichtig diese Veranstaltung war. (Foto: GayGames)

Banner gegen Homophobie im Profifußball

Homophobie im Fußball – Ein Thema an dem sich die Geister scheiden. Die Medien berichten immer wieder von schwulen Profifußballern, die in sogenannten Schein-Ehen leben. Der DFB versichert immer wieder, dass er sich besonders derer annehmen möchte, die ein Outing wagen. Doch die Realität sieht anders aus. „Schwule Sau“ und „Schwuchtel“ gehören immer noch zu den Schimpfworten Nummer eins gegenüber Spielern und Schiedsrichtern in den deutschen Stadien. Aber auch die Toleranzgrenze der Fans gegenüber anderen Fans ist erschreckend niedrig angesiedelt.

Aus diesem Grund engagieren sich immer mehr schwul-lesbische Fanclubs in den Stadien. Von Seiten des DFB gab es zwar mal ein Kampagne zum Thema, aber eher um die anhaltende Homophobie als gutes Marketinginstrument für die eigene Lobby zu missbrauchen. Aktionen wurden ins Leben gerufen und von großer Zustimmung und Unterstützung von Seiten Herrn Zwanziger war die Rede – geändert hat sich und wurde jedoch nichts. Die Aktionen vor und in den Stadien sind mittlerweile gar wieder eingeschlafen.

„Ein schwuler Ball fliegt genauso gut“

Anders in Berlin beim Heimspiel von Herta BSC. Der schwul-lesbische Fanclub des Zweitligisten die „Herta Junxx“ engagieren sich regelmäßig für ihren Verein und den Abbau von Homophobie im Stadion. Erst gestern Abend, bei einem Heimspiel ihrer Jungs, haben sie gemeinsam mit dem LSVD ein 10 m langen Banner mit den Worten „Ein schwuler Ball fliegt genauso gut“ enthüllt.

Gemeinsam sollte ein Zeichen gegen die bestehende Situation gesetzt werden – und dies schien geglückt. Immerhin gab es für die Anwesenden Fans neben der Spielauswertung nur ein Thema – „Hast du das gesehen?“….

German-Rainbow-Open – Auch Golf ist schwul

Klingt komisch ist aber so – Warum eigentlich auch nicht. Gibt es doch den schwulen Urlaub, schwule Literatur, Partys und die schwulen Straßenfeste. Queere Sportveranstaltungen sind spätestens seit den VIII. Gay Games in der Szene bekannt – aber bereits zuvor gab es einige. So zum Beispiel die Respect Gaymes, den Come Together Cup in Köln und Berlin oder den Run of Colours. Aber auch die German-Rainbow-Open gehören dazu.

Seit mittlerweile sechs Jahren finden sie immer am ersten Wochenende im Oktober statt und vereinen schwul-lesbisches Leben mit dem Gefühl von Freiheit und Entspannung auf dem Platz – dem Golfplatz. Das international deutsche Turnier lockt Zuschauer und Teilnehmer aus aller Welt an und hält für alle Interessierten zahlreiche Schnupperveranstaltungen bereit. Bei den 6. German-Rainbow-Open werden wieder mehr als 1500 Gäste erwartet – das Programm findet ihr hier.

„Schwulen-Combo“ Nationalmannschaft: DFB fordert Stellungnahme

Michael Becker, der Berater von Michael Ballack, soll die deutsche Fußballnationalmannschaft nach Medienberichten als „Schwulen-Combo“ bezeichnet haben. Die Aussage sorgte bereits vor Wochen für Wirbel. (GAYS.DE berichtete).

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) will diese Aussage offenbar so nicht hinnehmen und forderte Becker zum wiederholten Mal zu einer Stellungnahme auf. Im „Spiegel“ wurde Becker mit Aussagen zitiert in denen er behautet haben soll, dass ein ehemaliger Nationalspieler die Mannschaft demnächst „hochgehen lassen wolle“. Außerdem bezeichnete er einen aktiven Spieler der Mannschaft angeblich als „halbschwul“.

Wie diese Aussagen genau gemeint sein sollen, will der DFB nun genauer wissen. Eine erste Anfrage an den Ballack-Berater blieb bislang unbeantwortet, eine zweite schriftliche Anfrage läuft derzeit, wie PRIDE1.de heute berichtet.

Was genau in den Reihen unserer Nationalelf los ist und welche neuen „Verschwörungstheorie“ dahinter steckt, erfahrt Ihr in den kommenden Tagen auf GAYS.DE.

Schwul und Fußball? Warum nicht!

Vorurteile gegenüber Homosexuellen kennen wir aus fast allen Lebensbereichen. Aber gerade im Sport sind die Meinungen gegenüber Schwulen und Lesben nicht nur durch diverse Klischees gekennzeichnet, vielmehr werden homosexuelle Athleten oft diskriminiert. Schimpfworte wie „Schwule Sau“ sind vor allem in den Deutschen Stadien beheimatet. Dass es auch anders geht, möchten wir heute zeigen:

Homosexuelle Fußballfans treffen sich in Hamburg

Zwei Wochen nach dem Start der Deutschen Fußball-Bundesliga, treffen sich schwule Fanclubs aus Deutschland und der Schweiz am kommenden Wochenende in Hamburg. Gemeinsam möchten sie zeigen, dass es sie gibt, gemeinsam möchte man den 100. Geburtstag des FC St. Pauli und den Wiedereinstieg in die erste Liga feiern. Insgesamt 16 deutsche und drei schweizerische Fanclubs haben sich angemeldet. Die Teilnehmer an diesem Treffen treten stellvertretend für ihre mehr als 800 Mitglieder an und werden bei der 7. europäischen Queer Football Fanclubs (QFF-) Konferenz zukünftige Aktionen im Kampf gegen die immer noch anhaltende Homophobie im Fußball erarbeiten. Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen – unter anderem mit Verantwortlichen von Werder Bremen, des Hamburger SV und des FC St. Pauli – werden sich mit dem Thema: „Jung, homosexuell und Fußballspieler“ auseinandersetzen. Egal ob Fan oder Spieler – Fußball ist eben doch alles, auch schwul!

RUN OF COLOURS – Ein Lauf, so bunt wie das Leben!

Es ist wieder soweit – Der zweite RUN OF COLOURS lädt zum großen Laufevent zu Gunsten der Aidshilfe Köln. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Roters, fällt am 28. August der erste Startschuss bereits um 16:00 Uhr. Mit einer neuen Laufstrecke, ausgehend vom Harry Blum Platz im Rheinauhafen entlang des Rheins, hält die Aidshilfe auch in diesem Jahr wieder ein reichhaltiges Programm parat, an dem sich Läufer und Zuschauer erfreuen können.

Egal ob als Spendenläufer ohne Teilnahmegebühr, als Startgeldläufer oder in einer Gruppe – Mitlaufen kann wirklich jeder. Freizeitjogger/innen, Spitzenläufer/innen, Prominente, Jugendliche, Rentner – beim RUN OF COLOURS interessieren weder das Alter, das Geschlecht, noch die sexuelle Orientierung oder Religion. Eingeladen sind alle, die für mehr Solidarität für Menschen mit HIV und Aids einstehen und kämpfen.

Auch in diesem Jahr können Laufinteressierte wahlweise zwischen der 5 oder 10 km Strecke wählen und dabei gleichzeitig eine sportliche Herausforderung annehmen und ganz professionell die eigene Laufzeit  erfassen lassen. Doch nicht nur mit sportlichen Höchstleistungen kann man beim RUN OF COLOURS glänzen: Prämiert werden auch wieder die kreativsten Kostüme sowie die besten Spendensammlerinnen und –sammler. Alle Einnahmen des Tages, werden der Arbeit der Aidshilfe Köln zu Gute kommen. (Bild: Start ROC2009, Heide Eichenbrenner)

Stolz bewegt erfolgreich

Foto: Jens

Foto: Jens

6 Goldmedaillen, 1 Silberne und 4 Bronzene – so lautet die stolze Bilanz der Kampagnenmodels des ColognePride 2010 bei den VIII. Gay Games Cologne. In der Leichtathletik, im Schwimmen und beim Volleyball haben sich sechs Models von der tollen Atmosphäre anstecken lassen und Top-Ergebnisse erzielt. Zwei weitere haben gemeinsam mit 3.000 Ehrenamtlichen die Ausrichtung der fröhlichen Spiele erst möglich gemacht. Und damit eindrucksvoll gezeigt, was durch überwiegend ehrenamtliches Engagement auf die Beine gestellt werden kann.

Annette Weiss, die vier Mal an den Start (Leichtathletik: 800, 1.500, 5.000 m sowie 3.000 m Hindernis) ging und jeweils als Schnellste durchs Ziel lief, zeigte sich erleichtert: „Ja, das waren tolle Tage, schöne Wettkämpfe. Die Stimmung war total gut. Selten hat es so einen Spaß gemacht, ins Ziel zu laufen, wie bei diesen Spielen!“ Jens Vatter ging nach insgesamt neun Starts im Leichtathletikstadion mit zwei Mal Gold, einmal Silber und zwei Mal Bronze nach Hause. Aber auch im Schwimmbecken ließen sich Bastian Hilker und Tina Kiekebusch jeweils über 100 m Brust die Bronzemedaille nicht nehmen. Die Macher des ColognePride haben ihren Kampagnenmodels kräftig die Daumen gedrückt während der Gay Games. Und beglückwünschen alle zum erfolgreichen Abschneiden gemäß dem Motto „Stolz bewegt“.

Ein kräftiger Dank gehört aber auch den Organisatoren der VIII. Gay Games Cologne. Viele Jahre haben sie unermüdlich am Erfolg des weltweit größten Breitensportevents gearbeitet. Und die Kölner Community hat einmal mehr gezeigt, dass sie in der Lage ist, solche Veranstaltungen mit viel Engagement, Spaß und Herz zu stemmen.

Eröffnung der Kölner Gay Games waren ein voller Erfolg

Mit einer faszinierenden und emotionalen Feier sind die VIII. Gay Games Cologne 2010 eröffnet worden. Gleich zu Beginn der dreistündigen Eröffnungszeremonie liefen die knapp 10.000 Teilnehmer aus 70 Nationen ins RheinEnergieStadion ein. Angeführt wurde das Teilnehmerfeld von einem einzelnen Sportler aus Angola, zum Schluss lief mit der deutschen Mannschaft das Städteteam aus Köln ein, zu dem alleine 900 Sportler gehören. „Die Eröffnung ist reibungslos verlaufen, wir haben eine fantastische Show erlebt. Die 1500 Mitwirkenden, die bis auf wenige Ausnahmen alle ohne Bezahlung aufgetreten sind, “, sagte Michael Lohaus, Co-Präsident der Games Cologne gGmbH.

Begrüßt wurden die 25.000 Menschen im RheinEnergieStadion von Bundesaußenminister Guido Westerwelle, dem bislang ranghöchsten Schirmherrn in der Geschichte der Gay Games. „Wir vergessen nie die Generation, die für unsere Freiheit gekämpft hat“, sagte Westerwelle und ergänzte: „Wir sind mit den Gedanken bei allen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in der Welt, die immer noch wie Kriminelle behandelt werden“.  Zudem dankte Westerwelle dem Organisationsteam der Kölner Gay Games und erhielt für seine Rede langen Applaus.

Alleine am Tag der Eröffnungsfeier waren noch einmal 4000 Eintrittskarten verkauft worden. „Mit dem Zuspruch der Menschen in Köln sind wir sehr zufrieden und waren fasziniert von der freundlichen Stimmung, mit der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Köln empfangen wurden“, sagte Lohaus. Zum Showprogramm der Eröffnungsfeier gehörten der Auftritt einer großen Marchingband aus den USA, Feuerkünstler, Tänzer, ein Chor, Fahnenträger und die Sängerinnen Agnes und Taylor Dayne, die ihre Top-Hits präsentierten. Zudem wurden die Regenbogenfahne gehisst und das Gay-Games-Feuer durch einen Feuerspucker entzündet. Taylor Dayne sang zum Abschluss der knapp dreistündigen Show den Gay-Games-Song „Facing a miracle“.

Gay Games – Sport trifft auf Kultur

Am 31. Juli beginnen die VIII. Gay Games Cologne – Rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 70 Nationen werden dann in Köln erwartet. Wer bei den Gay Games nur an Sport denkt, wird in der ersten Augustwoche in der neuen Comedia in der Vondelstraße eines besseren belehrt – Gay Games bedeutet auch Kultur, und in diesem Falle beste Sangeskultur.
Drei Abende lang präsentiert Stimmfusion, der Zusammenschluss der schwulen und lesbischen Chöre Kölns, ein internationales Chorfestival. Man(n) als auch Frau darf gespannt sein, wie sich der schwul/lesbische Chorgesang in Klang und Auftritt präsentiert – und wie das alte Stimmfusionsmotto „Das Auge hört mit“ seine internationale Entsprechung findet.

Die weiteste Anreise haben ohne Zweifel die Gay and Lesbain Singers (GALS) aus Neuseeland, die mit neun Sängerinnen und Sängern anreisen. Auch das 12 köpfige Frauenensemble LesZbor aus Kroatien wird einen weiten Weg hinter sich bringen, um sich zusammen mit den GALS und mit den bekannten Kölner Chören Zauberflöten und Die Fetten Koketten Soubretten am Sonntag in der Comedia zu präsentieren. Den Abschluß des Festivals bilden am Freitag die Niederländischen Chöre Mannenkoorts und die Cantatori del Duomo, sowie die Kölner Chöre Rheintöchter, DaChor Colonia und die SPITZbuben.

Eröffnet werden die Gay Games mit einer spektakulären Eröffnungsfeier im RheinEnergieStadion: Nach dem feierlichen Einmarsch der Nationenteams zeigen Hunderte Darsteller auf dem Rasen eine Show zudem erwarten die Zuschauer auch einige musikalische Höhepunkte: Die schwedische Pop-Sängerin Agnes, wird ihren Hit „Release me“ auf die Bühne bringen. Die amerikanische Soul-Sängerin Taylor Dayne, unter anderem bekannt durch ihren Welthit „Tell it to my heart”, wird zum Abschluss der Show den offiziellen Gay-Games-Song „Facing a miracle“ singen.