Die Pressegruppe des Transgenialen CSD in Berlin kritisiert das Vorgehen der Polizei am vergangenen Samstag. Die den links-alternativen CSD-Zug begleitende 23. Einsatzhundertschaft habe "permanent und massiv" die Demonstration gestört sowie Teilnehmer "durch Verächtlichmachungen" diskriminiert.
Gleich zu Beginn der Demo sei eine Person wegen fehlenden Führerscheins zu Boden geworfen, mit angelegten Handschellen in ein Polizeifahrzeug gebracht und dort geschlagen worden. "Eine weitere Person, die mit einem um das Gesicht geschlungenen BH kostümiert war, wurde auf der Michaelkirchstraße wegen angeblicher Vermummung aus der Demonstration herausgeholt", kritisierte die Pressegruppe. Darüber hinaus seien weitere Teilnehmer von Beamten geschlagen und vorübergehend festgenommen worden.
Die Pressegruppe verurteilte die "polizeilichen Übergriffe und Provokationen": Sie forderte von Berlins Polizeidirektion eine öffentliche Erklärung sowie Entschuldigung, warum der Transgeniale CSD "von einer derart unsensiblen und homophoben Polizeieinheit begleitet wurde".


Zehntausende Menschen haben am Samstag in Rom für mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare demonstriert. Die Teilnehmer schwenkten Regenbogen-Fahnen und Plakate, auf denen die katholische Kirche kritisiert wurde. «Mehr Freiheit, weniger Vatikan» war auf einer Fahne zu lesen, die einen durchgestrichenen Petersdom zeigte. «Liebe kommt Familie gleich» hieß es auf einer anderen. Die italienische Regierung hat ein Gesetz vorgeschlagen, das homosexuellen und heterosexuellen Partnerschaften ohne Trauschein mehr Rechte einräumen würde. Der Entwurf muss noch vom Parlament gebilligt werden.

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