Zwei Namen, ein Musiker. Dominik alias Dommy Dean hört anders. Er registriert, setzt um und fängt auf – Musik ist sein Leben. Er wird die Welt erobern, endlich alles anders machen – Dommy Dean ist mit Hingabe bei der Sache und begeistert regelmäßig die Massen.
In Deutschland ist der Name Dommy Dean bereits eine Größe. Auf den angesagtesten Partys der Republik ist der Wahl-Frankfurter bereits zu Hause. Und auch in Österreich und Schweiz ist er ein gern gesehener DJ. Nun scheint er Europa zu erobern und den Rest der Welt ins Visier zu nehmen.
Was genau hinter seinem Erfolg steckt und wie für ihn das Jahr 2012 ausschaut, dass haben wir Dommy auf der letzten Got 2 be Gay in Frankfurt gefragt:
GAYS.DE: „Dommy, Du bist mittlerweile ein gefragter DJ für queere Events. Was ist Dein Geheimnis?“
Dommy: „Ganz einfach: Es gibt keins. Ich habe 2007 mit dem DJing offiziell begonnen. Zunächst in Frankfurt am Main und anschließend folgten weitere Städte bis sich schließlich nahezu alle Großstädte Deutschlands für mich interessierten. Ich denke das Geheimnis besteht daran, dass ich zielstrebig meinen DJ Job verfolge und Wert darauf lege kontinuierlich eine Präsenz zu zeigen.
Man muss sein Hobby mit Leidenschaft verfolgen, stets professionell sein und sich dabei immer selbst treu bleiben!“
GAYS.DE: „Deine Karriere hast du vor fünf Jahren begonnen. Welche Ziele verfolgst du 2012?“
Dommy: „Ich habe bereits in der Schweiz, Österreich und selbstverständlich in Deutschland auflegt. Mein Ziel für 2012 ist es Interkontinental bekannt zu werden. Städte wie Amsterdam, Paris, Rom, usw. sind meine Ziele für die Zukunft.“
GAYS.DE: „Dein Terminkalender ist bereits bis Mitte April gut gefüllt, welchen Geheimtipp hast Du für uns?“
Dommy: „Die Stardust Party in Mannheim (Brühl) die in der Regel sonntags veranstaltet wird und einem Tea Dance gleicht und die Queer as Party in Aachen. Beide Veranstaltungen sind neu und haben auf jeden Fall sehr gutes Potential für 2012!“
GAYS.DE: „Auf fast allen namhaften Partys hast du bereits aufgelegt. Wo möchtest Du gern nochmal Dein Set zum Besten geben?“
Dommy: „Jede Party und jede Stadt hat seinen eigenen Charme. Daher möchte ich mich an dieser Stelle nicht festlegen.“
GAYS.DE: „Eine Frage noch zum Schluss: Wo treffen wir Dich 2012? Auf welchem CSD können die GAYS mit Dir feiern?“
Dommy: „Die Booking Saison für die CSD Partys in 2012 hat leider noch nicht begonnen.
Im letzten Jahr habt ihr mich auf dem Frankfurter, Münchner, Stuttgarter, Kölner, Rostocker und Hamburger CSD getroffen.“
Kennengelernt haben wir Dommy Dean auf der Afterfair Party zur GAYVENTION 2010. Seitdem stehen wir im stetigen Kontakt und freuen uns immer ihn persönlich auf den Partys begrüßen zu können. Vielleicht haben wir da ja noch eine Überraschung für 2012 für Euch im Petto. Mehr wird aber noch nicht verraten^^



(Bilder: Dommy Dean/Sven Klügl)
Eine rechtliche Existenz hatte der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches von 1872 bis zum Juni 1994. Er stellte homosexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe und wurde 1949 in einer von den Nazis verschärften Version im Grundgesetz der Bundesrepublik fest verankert. Acht Jahre später – 1957 – wurde der §175 ohne Änderungen vom Bundesverfassungsgericht bestätigt und erst weitere 12 Jahre später weiter angepasst.
In der ehemaligen DDR wurde der §175 StGB bereits 1968 durch den §151 ersetzt. Dieser stelle sexuelle Handlungen unter Erwachsen generell nicht mehr unter Strafe. Bereits 1988 wurde auch dieser ersatzlos gestrichen. In Gesamtdeutschland werden homosexuelle Handlungen zwischen Männern erst seit 1994 „toleriert“.
Der §175 StGB existiert seither nicht mehr. Insgesamt wurden mehr als 140.000 Männer nach den verschiedenen Versionen von §175 verurteilt.
Die Berliner Linken versuchen nun erneut gegen die damalige Gesetzgebung vorzugehen. In einem aktuellen Antrag, welcher zum 26. Januar eingereicht werden soll, fordert die Fraktion die Entschädigung aller Homosexuellen, die unter dem Paragraphen 175 StGB in der BRD und DDR verurteilt worden sind.
Wie Klaus Lederer, offen schwuler Vorsitzender der Linken-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus mitteilte, sieht der Antrag „[...] eine vollständige Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer, sowie Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene um Forschung und Dokumentation zur Homosexuellenverfolgung in beiden deutschen Staaten voranzubringen [...]“ vor. Dies hätte dann eine Bundesratsinitiative zur Folge.
Die Fraktion der Grünen hat bereits im Mai 2011 einen Antrag bezüglich §175 StGB eingereicht. Dieser wurde im Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP abgelehnt.
Mehr zum Thema im GAYS.DE Newsblog.
Kurz notiert: Wie die Jüdische Allgemeine schreibt, hat die jüdische Einheitsgemeinde Amsterdam heute Morgen ihren Oberrabbiner mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Laut Informationen der JA habe der Rabbiner ein Dokument unterzeichnet, welches Homosexualität als heilbar deklariert. Führungskräfte der Gemeinden sollten dazu angehalten werden, Menschen mit „gleichgeschlechtlichen Neigungen“ dabei zu helfen, dies zu „überwinden“.
Die jüdische Gemeinde Amsterdam sah sich mit ihrem Oberrabbiner Aryeh Balbag nicht im Einklang und musste aufgrund des homophoben Verhaltens umgehend handeln. Balbag war bisher nicht als homophob einzustufen und erfüllte sein Amt sechs Jahre lang ohne Unstimmigkeiten.
In rund 75 von 195 Staaten auf der Welt werden Homosexuelle auch heute noch strafrechtlich verfolgt, so etwa in Nigeria, Jamaika, Simbabwe, Angola, Nepal und in den meisten islamischen Staaten, wobei fünf dieser Länder – Jemen, Iran, Saudi-Arabien, Mauretanien und Sudan – zwischenmännlichen Analverkehr mit dem Tode bedrohen.
In der bis 1992 gültigen neunten Ausgabe der International Classification of Diseases (ICD) erschien Homosexualität unter dem Klassenkürzel 302.0 als eigene Krankheit. In der folgenden, bis heute geltenden Version ICD-10 tauchte die gleichgeschlechtliche Neigung dann endlich nicht mehr auf.
Er war einer der mächtigsten Männer der Vereinigten Staaten von Amerika – J. Edgar Hoover. Er war der Begründer des Federal Bureau of Investigation (FBI) und vom 10. Mai 1924 bis zu seinem Tod dessen Direktor.
Sein Leben war allerdings alles andere als Spannend. 50 Jahre der selbe Job, die selbe Sekretärin, keine Frau, keine Kinder. Die einzige Frage, die bis heute unbeantwortet blieb: War J. Edgar Hoover schwul? Gemunkelt wird viel, aber bestätigt konnte bisher nichts werden.
Für Clint Eastwood scheinen aber genau diese kleinen Geschichten im Leben von Hoover die große Rolle zu spielen. Im Film geht es weniger um das Lebenswerk – die Details interessieren. Gekonnt setzt Eastwood diese in Szene ohne dabei Klischees zu bedienen. Keine Provokation, wenig Spekulation – aber immer wieder kleinere Hinweise oder besser gesagt „Spitzen“.
Die sexuelle Orientierung Hoovers wird dabei mit Samthandschuhen berührt. „Man kann Eastwood und Autor Black zugutehalten, dass sie nicht auf spekulative “Enthüllungsszenen” setzen. Die erste Begegnung zwischen Hoover und seinem späteren Stellvertreter Clyde Tolson zeigen sie als Liebe auf den ersten Blick – zwischen zwei Männern, die sich nicht für schwul halten.“, schreibt die Badische Zeitung.
Eine lebenslange Freundschaft verbindet beide, aber eine homoerotische Beziehung ist nicht erkennbar. Hoover umgibt sich immer mit Damen, sobald diese aber direkter werden, zieht er sich gekonnt zurück. Vielleicht aus Respekt gegenüber seiner Mutter, die Zeit seines Lebens gegen Homosexuelle wetterte. Vielleicht aus Angst, seine sexuelle Identität einfach ungezwungen auszuleben.
Wie auch immer – „J. Edgar“ ist ein Film, der den Gang ins Kino verdient.
Unser Star für Baku heißt es derzeit im Deutschen Fernsehen. Woche für Woche entscheidet die Nation gemeinsam mit Frida-Gold-Sängerin Alina Süggeler, Thomas D und Stefan Raab wer uns in Baku vertreten wird. Am 16. Februar werden wir es wissen, denn da läuft die große Finalshow zu USFB.
Das bereits viel über den Eurovision Song Contest berichtet wird, bleibt davon unberührt. Baku bereitet sich auf Europa vor. Und das anscheinend mit ganz eigenen Mitteln und seltsamen Wegen. Denn für den kommenden ESC wurden offenbar Menschen aus ihren Häusern zwangsgeräumt. Das berichtet zumindest die BBC übereinstimmend mit der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“.
Einige Anwohner seien durch Schlägertrupps bedroht worden, anderen habe man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sämtliche Versorgungsleitungen gekappt bis sie ihre Wohnung zum Abriss freigegeben hätten.
Mit der eigens für den ESC errichteten Halle, der sog. „Crystall Hall“, möchte die Staatsführung einen guten Eindruck erwecken und so versucht man in Aserbaidschan die Berichterstattung unter allen Umständen zu verhindern. Baku legte bereits deswegen bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) Beschwerde ein. Die EBU verwarnte die BBC daraufhin, Behauptungen wonach der Song Contest als Druckmittel gegenüber Anwohnern genutzt werde seien „haltlos“. (Quelle: PRIDE1.de/kt/GAYS.DE)
Es ist noch lange nicht beendet – das Thema Homosexualität im Fußball. Noch-Präsident des Deutschen Fußball Bunds, Theo Zwanziger setzt sich seit Jahren schon dafür ein, dass Toleranz und Respekt gegenüber sexuellen Identitäten zunehmen.
Und wieder einmal findet der DFB Präsident die richtigen Worte: „Ich glaube, Fans im Stadion orientieren sich an der Leistung. Nehmen wir das Beispiel Mesut Özil. Er hat den Respekt und die Unterstützung des Bundestrainers erfahren“. Worte, die Zwanziger auch in Bezug auf das Thema des Dialogforums in der Sportschule Hennef gewählt hat. Seiner Meinung nach muss das Versteckspiel endlich aufhören, denn „die Zeit ist reif für einen schwulen Fußball-Star.“
Zwei Tage hieß es: „Vor dem Ball sind alle gleich – sexuelle Identitäten im Fußball“ und der DFB forderte indirekt homosexuelle Spieler der Bundesliga auf sich zu outen. In Hennef wurde aber nicht nur die Zukunft diskutiert, auch die Aussage von Philipp Lahm stand auf dem Programm. Lahm hatte zu Beginn der Woche erklärt, dass unserer Gesellschaft noch nicht bereit sei für das Outing eines schwulen Fußballers.
DFB Präsident Zwanziger hält dagegen und rief die homosexuellen Spieler dazu auf, den Mut zu haben, sich zu outen. Für ihn waren und sind die Rahmenbedingungen für ein Coming-out nie besser gewesen als heute. „Klar ist, dass Mut nur der haben muss, der weiß, dass ihm Nachteile drohen”, sagte Zwanziger weiter.
Wir sind weiterhin gespannt, wann der erste Spieler bereit ist offen zu sich und seiner Sexualität zu stehen. Auch wenn es sicherlich nicht einfach ist in der Männerdomäne Fußball.
Die neue Staffel des RTL Dschungelcamps hat es in sich. (GAYS.DE berichtete) Auch wenn die wenigsten der Z-Prominenten den Zuschauern bekannt sind – genügend Diskussionsthemen bieten sie uns dennoch.
Da geht es um Verweigerung von Campregeln, Brigitte und Ramona unterhalten sich über den Ex-Rammler Stalone und teilen schlüpfrige Details, Ailton verkündet offenherzig, dass Homosexualität im Fußball kein Tabu ist. Und es geht noch weiter…
Er selbst kennt gar drei oder vier Spieler, die ihm anvertraut haben dass sie schwul sind. Im Interview beton der Ex-Fußballprofi, dass er damit kein Problem habe: „[...] schwule Spieler [für mich]ein normaler Mensch.“. Im Gespräch im Camp zeichnen die Kameras aber auch folgende Worte auf: „Schwul und schwul ist für mich nicht schön. Frau und Frau muss ich akzeptieren.“. Also vielleicht doch leicht latent homophobe Gedanken oder einfach nur, gut bürgerliche Toleranz? Wir wissen es nicht, aber vielleicht werden wir es in den nächsten Tagen erfahren.
Der mit den Raben spricht, geht sogar noch einen Schritt weiter. Er äußert sich betont abfällig über die gleichgeschlechtliche Lebensweise. Homosexuelle scheinen also bei ihm keinen guten Stellenwert zu genießen. Seine Äußerungen über Homosexuelle sind mittlerweile in den Medien kommentiert wurden. So äußerte sich EX-Dschungelkandidatin Sarah „Dingens“ Knappig per Videobotschaft zu Vincent Ravens Äußerungen sehr empört. Sie ergreift Partei für uns und zeigt sich solidarisch. Überraschend, wenn man bedenkt, wie sie im letzten Jahr noch über Jay „Gay“ Khan hergezogen ist.
Wie auch immer, wir sind gespannt welch interessanten Gespräche wir in den kommenden Tagen noch belauschen dürfen. Vor allem aber, wie das Thema Homosexualität weiter diskutiert werden wird. Denn immerhin ist Ramona Leiß offen lesbisch und wird mit Sicherheit nicht den Mund halten, wenn ihre gewählte Lebensweise in Frage gestellt wird.
„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ könnt Ihr täglich ab 22:15 auf RTL live verfolgen. Sonja Zietlow und Dirk Bach berichten noch bis zum 28. Januar aus dem Dschungelcamp. (Bild: RTL)