Im Irak nimmt die Gewalt gegen Homosexuelle wieder zu. Allein in den letzten sechs Wochen wurden 58 Iraker durch organisierte Banden und Milzen getötet, die als homosexuell galten. Damit ist die Zahl so hoch wie zuletzt im Jahr 2009, als die Hass-Verbrechen gegen Schwule ihn bisherigen Höhepunkt hatten.
Die Sicherheitskräfte des Landes stehen den Gewaltverbrechen machtlos gegenüber. Augenzeugen berichten davon, dass den Opfern der Schädel mit schweren Betonblöcken zertrümmert wurde. In Bagdads Schiiten-Viertel Sadr City wurde außerdem eine Art Todesliste veröffentlicht, die 33 weitere Menschen und deren Adressen enthält. Alle bis auf eine der Personen sind Männer.
Die Liste enthält eine Warnung: Sollten sie diese Personen ihre schmutzigen Handlungen nicht innerhalb von vier Tagen einstellen, dann treffe sie die Strafe Gottes und der Mudschahedin. Auf dem Schreiben sind der Koran und zwei Handfeuerwaffen abgebildet.
Der Koran verbietet Homosexualität ausdrücklich, Morde an Homosexuellen gelten bei islamischen Milizen im Irak als Ehrenmorde. Seit den ersten Vorfällen sind immer mehr Stimmen weltweit laut geworden, die gegen die Situation im Irak und weiteren islamistischen Ländern wettern.
Erst vergangene Woche wurde im UN-Menschenrechtsrat über die homophobe Haltung einiger Staaten debattiert. Die Vorfälle im Irak werden wohl neue Gespräche entfachen.
(Quelle: PRIDE1.de/kt/GAYS.DE)




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