Gegen Vorurteile – Homosexuelle werben für Toleranz

Sachsen gilt bundesweit als Schlusslicht in Sachen Gleichstellung – Das soll sich in diesem Jahr ändern. In Dresdner und Leipziger Bussen sowie Straßenbahnen ist seit Montag ein Kurzfilm über homosexuelle Paare zu sehen. Die Initiative “2gleich2” teilte mit, der Zeichentrick-Clip soll zu mehr Respekt und Akzeptanz Homosexueller anregen. Der Film werde nach der Premiere in öffentlichen Verkehrsmitteln auch in sächsischen Kinos gezeigt.

Forderung nach Anpassung von Gesetzen

Entstanden ist der Streifen in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Verein Gerede und einem Zeichentrickstudio. Finanziert wurde der Film aus Spenden. Der Sprecher der Initiative, Sebastian Manzke, sagte: “Unsere Botschaft wollen wir nah an die Menschen tragen, mitten in den Alltag – wo gleichgeschlechtlich liebende Menschen auch heute noch oft offene oder versteckte Diskriminierung erleben.” In vielen Situationen koste es Schwule und Lesben großen Mut, selbstbewusst Anerkennung und Respekt für sich einzufordern.

Neben dem Einsatz für die Anpassung zahlreicher Gesetze in Sachsen, in denen Eingetragene Lebenspartnerschaften gegenüber Ehen ungleich behandelt werden, will die Initiative “2gleich2” ein tolerantes, allen Menschen gegenüber unvoreingenommenes gesellschaftliches Klima fördern. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen nach Angabe der Initiatoren, dass die Ablehnung von Schwulen und Lesben in Sachsen und Bayern bundesweit am höchsten ist.

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„Sado-Maso“, „Orgasmus“ oder „Darkroom“ – Grundschulkinder wissen Bescheid

Zumindest ab dem neuen Schuljahr können die Grundschüler in Berlin mitreden (GAYS.DE berichtete). Denn ab da bereichert ein neuer Bücher- und Spielkoffer den Lernalltag der Kinder. In den ersten vier Schuljahren soll den Jungs und Mädchen dabei aber lediglich die Vielfalt des Sexuallebens näher gebracht werden. Begriffe wie „Sado-Maso“, „Organsmus“ oder „Darkroom“ sollen frühestens in der Sekundarstufe I, also ab der fünften Klasse eine Rolle spielen.

Die Berliner „BZ“ hetzte in den letzten Tagen immer wieder damit, dass ein neues Unterrichtsfach namens „Schwul“ geschaffen würde, vergaß dabei aber in jeder Berichterstattung die eigentlich Absicht des Kultusministeriums. Diese ist in etwa die gleiche wie die des Berliner Abgeordnetenhauses, welches in einer Abstimmung vom April 2009, einstimmig dafür stimmte dieses Vorhaben in die Praxis umzusetzen. „Selbstbestimmung und Akzeptanz  sexueller Vielfalt“ – unter diesem Namen wird die neue Initiative geführt und vorangetrieben. Dabei ist es allen Unterstützern wichtig, den Grundschülern neben einem neuen, vielfältigeren Bild der Familie vor allem Toleranz zu vermitteln. Die immer noch anhaltende Diskriminierung und Gewalt gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender soll mit dem neuen Lernmittel deutlich reduziert werden.

„Es war einmal…“ – so fangen viele Märchen an, doch in kindlicher Sprache erklärt eines der Bücher auf diesem Weg den Wandel vom traditionellen Familienbild hin zu dem heutigen. Und eben da gehören neben Alleinerziehenden auch gleichgeschlechtlich liebende Eltern dazu. In der Geschichte  vom König, der keine Prinzessin fand und letztendlich mit einem weiteren König das Land regiert werden die Kinder auf homosexuelle Paare aufmerksam gemacht und ihnen wird erklärt, das auch das zu unserer Gesellschaft gehört. Das diese Lernform auch fortgesetzt werden kann zeigen Beispiele die bereits seit 2006 in Berlin zum Einsatz kommen. In Sek I und II können Lehrer ebenso wie die Jugendlichen selbst Infomaterial im Internet sammeln und verschiedenen Unterrichtsmaterialen nutzen. So lernen Jugendlich ihre Hemmungen bei Begriffe wie „Orgasmus“ und „Darkroom“ abzubauen indem sie diese pantomimisch darstellen und erklären. Ein anderes Beispiel sind verschiedene vorbereitete Rollenspiele. In ihnen sollen sich die Kinder und Jugendlichen in die Rolle der Lesbe/des Schwulen versetzen und ihr Coming Out durchspielen. Erfahrungen und Situationen, die nicht nur den Blickwinkel sondern vielmehr die grundsätzliche Denkweise erweitern.

Leider scheint eben dieser Ansatz nicht bei allen anzukommen. Eine breite Diskussion über die neuen Lernmittel und deren Einsatz ist bereits entfacht – hier ein kleiner Einblick.

Saarland verabschiedet Diskriminierungsschutz für Homosexuelle

Im Saarland ist heute ein Diskriminierungsschutz für Homosexuelle einstimmig und ohne Enthaltungen beschlossen worden. Hasso Müller-Kittnau, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), äußerte sich mehr als zufrieden: „Nach jahrelangem Engagement des LSVD Saar für eine Verfassungsänderung haben heute alle fünf Fraktionen des saarländischen Landtages einstimmig ein Zeichen gesetzt und Artikel12, Absatz 3 der Landesverfassung, Gleichbehandlungsgebot, um die Formulierung „sexuelle Identität“ ergänzt (Verfassung des Saarlandes, Artikel 12, Absatz 3): “Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen, seiner sexuellen Identität, benachteiligt oder bevorzugt werden.“

Der Schutz, den Homosexuelle ab sofort im Saarland genießen, hat nunmehr Verfassungsrang. Damit wurde nicht nur ein starkes Zeichen für Akzeptanz, Toleranz und Respekt für die Würde gleichgeschlechtlich Liebender gesetzt, sondern auch eine staatliche Verpflichtung gegen bestehende Diskriminierung und für die rechtliche Gleichstellung in die Landesverfassung aufgenommen. In Zeiten, in denen der Begriff „schwul“ zu den meist bemühten Schimpfwörtern dieser Gesellschaft, z.B. auf Schulhöfen, gehört, hat die Entscheidung des Saarlandes Vorbildfunktion. Sie wird helfen, in den Köpfen der Menschen etwas zu verändern.

Der LSVD Saar fordert heute insbesondere die saarländischen Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP auf, nunmehr auch der entsprechenden Erweiterung im Grundgesetz Artikel 3 zuzustimmen und somit der neuen Landesverfassung Rechnung zu tragen. (PM)

Musik gegen Homophobie und Gewalt

Zum zweiten Mal suchen der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), das queere Stadtmagazin Siegessäule und das Social Information-Portal Mister Wong Berlins Respektbotschafterinnen und Respektbotschafter. Da der Wettbewerb in 2011 den Schwerpunkt Musik hat, werden die Organisatorinnen und Organisatoren dieses Jahr vom Tuned-Jugendprojekt unterstützt. Ab sofort können Jugendliche ihre Respekt-Songs einreichen.

Texte, die homosexuelle Menschen abwerten, sind in der Musik leider keine Seltenheit. „Schwul“ als Beleidigung, wie beispielsweise „schwuler Rapper“ oder die Darstellung einer Frau als Sexobjekt sind vor allem im Hip Hop immer wieder zu hören. Können Musiker ihre Gedanken nur durch Abwertung anderer Menschen kreativ umsetzen? Wird ihre Musik für die Zuhörer erst dann attraktiv? Bei dem Respektbotschafter-Wettbewerb können Jugendliche zeigen, dass es auch anders geht.

Der zweite Respektbotschafter-Wettbewerb startet am 23. Februar 2011 und endet mit einem fetten Live-Contest im Herbst 2011. Die besten Songbeiträge qualifizieren sich für dieses Event. Dort können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann ihren Song live auf der Bühne performen.
Die Contest-Gewinner und Gewinnerinnen, die sowohl vom Publikum als auch einer Jury bestimmt werden, erhalten die Möglichkeit ein tolles Band-Video zu drehen.

Den ersten Respektbotschafter-Wettbewerb im Jahr 2010 haben Kader Metin, Zeinab Hassun und Zineb Boukhari vom Schilleria Girls Club Neukölln mit dem Filmbeitrag „Laura und Haifa“ gewonnen. (GAYS.DE berichtete)
Der Wettbewerb 2011 ist Teil des Projektes Soccer Sound. Dieses Projekt wird im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales – Landesantidiskriminierungsstelle – gefördert. Der Flyer zum Wettbewerb wurde mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung an alle weiterführenden Schulen in Berlin versendet. (Quelle: LSVD BB/pm)

Kirchlicher Segen für Homo-Paare in Bayerns Kirchen?

Genau das könnte bald zu einer neuen Aufgabe der evangelischen Kirchenbediensteten in Bayern werden. Seit nunmehr drei Monaten können homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer mit Ihren Lebenspartnern im Pfarrhaus leben. Immerhin in der evangelischen Kirche des Freistaates ist dies ein erster Schritt in Sachen Toleranz und Akzeptanz.

In einem offenen Brief an die Kirchenleitung fordern Bayerns Theologen nun weiter Schritte. Zum einen soll das Outing lesbischer und schwuler Christen innerhalb der Gemeinde gefördert, unterstützt und begleitet werden – Je nach Bedarf versteht sich. Zum anderen soll es zukünftig möglich sein, homosexuelle Paare in öffentlichen Gottesdiensten segnen zu lassen.

Dabei geht es allen Befürwortern vor allem darum, dass die sexuelle Orientierung in ein paar Jahren keine Rolle mehr zu spielen habe. Ein verantwortungsbewusstes Leben als Christin oder Christ sei dagegen ausschlaggebend.

Mehr zum Thema Homosexualität und Kirche in den GAYS.DE  News.

Wie bewertest Du die sexuelle Vielfalt?

Eine Frage, die für viele von uns nicht einfach so beantwortet werden kann. Obwohl ein Jeder gern zu sich und seiner sexuellen Orientierung stehen möchte, gibt es gesellschaftliche Grenzen, die es zu überwinden gilt. Rein rechtliches Geplänkel ist dabei noch nicht einmal ausschlaggebend. Viel mehr der Druck von außen, das gesellschaftliche Umfeld gilt es zu „überleben“. Diskriminierung – verbal oder auch in Form von körperlicher Gewalt – erfahren viele Lesben und Schwule nicht nur im privaten Umfeld. Auch in Beruf und Freizeit sind Homosexuelle noch nicht vollkommen akzeptiert.

Eine Studie der Berliner Landesstelle für Gelichbehandlung soll nun Aufschluss geben. Untersucht werden soll das Verhältnis der ‚queeren‘ Community gegenüber anderen gesellschaftlichen Teilgruppen. Aus den Ergebnissen sollen anschließend Handlungsperspektiven entwickelt werden, die dazu beitragen sollen, Akzeptanz zu schaffen und Diskriminierung abzubauen.

In Auftrag gegeben wurde die wissenschaftliche Studie vom Berliner Senat, genauer gesagt von der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Unter Leitung von Professor Bernd Simon von der Christian-Albrechts-Universität Kiel werden die Daten anonym erhoben und ausgewertet.

Befragung zur Akzeptanz sexueller Vielfalt

Expertenbefragung zur Akzeptanz sexueller Vielfalt an Schulen

Im Rahmen der Initiative “Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt” untersucht das Institut für Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin Einstellungen und Verhalten von Schülern zu sexuellen Orientierungen und den Einfluss ihrer Lehrkräfte darauf.

Im ersten Schritt sollen relevante Verhaltensweisen, Einstellungen und Überzeugungen von Schülern und Lehrkräften identifiziert werden. Wer beruflich oder privat mit dem Thema „Einstellungen zu Lesben, Schwulen, Bi- oder Transsexuellen (LGBT) beschäftigt ist, kann an der Umfrage teilnehmen. Ideal wäre es, wenn sich die Teilnehmer mit diesem Them im Kontext Schule befasst haben, beispielsweise in der Lehrerfortbildung, als Lehrkraft, als Schüler, Vater oder Mutter. Wer an der Umfrage teilnehmen möchte, klickt den Link dazu. (Quelle: PRIDE1/td)

DRK wird 30. Mitglied im Bündnis gegen Homophobie

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Berlin tritt dem Bündnis gegen Homophobie bei. Das zivilgesellschaftliche Bündnis gegen Homosexuellenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt steht unter der Schirmherrschaft von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit.

„Das Berliner Rote Kreuz ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedslos Hilfe zu leisten, und bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Wir sind bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen. Wir fördern gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern.” so Andreas Bode, Landesgeschäftsführer des DRK in Berlin.

“Dies bedeutet für uns auch, dem Bündnis gegen Homophobie beizutreten und nach besten Kräften in seiner Arbeit zu unterstützen, denn die sexuelle Orientierung ist Privatangelegenheit und darf weder offen noch verdeckt zu physischen oder psychischen Angriffen führen, die häufig aus Angst erfolgen. Angst ist dabei ein anerkanntes Erklärungsmodell für das aggressive-ablehnende Verhalten nicht nur Jugendlicher, sondern auch Erwachsener gegenüber Homosexuellen, und zwar nicht Angst vor diesen Personen, sondern eine tief sitzende, oft unbewusste Angst vor etwas Unbekanntem. Dass das manchmal Unbekannte völlig normal ist, dabei wird das Bündnis sicher eine große Hilfe sein.“, so Bode weiter.

Das Bündnis gegen Homophobie wurde im Herbst 2009 vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg initiiert. Es wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales  der Landesantidiskriminierungsstelle – im Rahmen der Initiative “Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt” vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg koordiniert. (Quelle: PRIDE1/ml/pm)

Homosexualität in der Schule – Gewalt auf der Straße

Bereits vor einigen Wochen haben wir über das Vorhaben der Hamburger Schulbehörde berichtet, die das Thema Homosexualität in den Lehrplan aufnehmen möchte. Hintergrund des Vorhabens ist, dass die Akzeptanz gegenüber homosexuellen Schülern und Lehrern gesteigert werden soll. Immer wieder kommt es gar zu gewalttätigen Übergriffen auf Schwule und Lesben im Alltag. Die Schulbehörde möchte daher aktiv gegen die gegenwärtige Homophobie vorgehen.

Erst am vergangenen Wochenende ist es in Berlin wieder zu gewaltsamen Übergriffen auf schwule Paare gekommen. Nach Polizeiangaben sind vier bisher unbekannte Täter in Berlin unterwegs gewesen und haben wahllos auf Passanten eingeschlagen und -getreten. Bisher wird angenommen, dass die Täter einen Gegenakt zum Transgenialen CSD in Berlin unternommen haben, um ihren Hass gegenüber Schwulen und sexuell anders Orientierten auszudrücken. Die Ermittlungen laufen.

Dass Homophobie aber nicht nur im Alltag – und besonders nach Veranstaltungen der Szene – immer wieder in gewalttätigen Übergriffen endet, ist nicht neu. Nun beschäftigt sich auch das Land Baden-Württemberg mit dem Thema.
Auf Initiative von Bündnis90/Die Grünen, soll das Thema zum generell Pflichtstoff im Schulalltag gemacht werden. „Homophobe Einstellungen und Denkweisen sind besonders bei den Jugendlichen weit verbreitet. Nur durch eine Heranführung an das Thema im schulischen Alltag, ist der Abbau von Homophobie und die Gewinnung von Akzeptanz und Toleranz zu bewältigen.“, so Brigitte Lösch, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen.  Bisher ist es jeder Lehrkraft selbst überlassen, ob das Thema im Unterricht behandelt wird oder nicht.
Das Vorbild Hamburg, zieht also schon jetzt Kreise und wir sind gespannt, welche Bundesländer nachziehen.

Entschließungsantrag zur Öffnung der Ehe im Bundesrat

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ) begrüßt die Entscheidung des Berliner Senats, einen Entschließungsantrag zur Öffnung der Ehe im Bundesrat einzubringen. Nur so lässt sich die vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen erreichen. Die Niederlande, Belgien, Spanien, Schweden, Norwegen, Portugal haben diesen Wandel des Eheverständnisses bereits rechtlich vollzogen. Dies spiegelt den gesellschaftlichen Wandel in Europa.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss vom 07.07.09 ohnehin die Diskriminierung eingetragener Lebenspartner beanstandet. Es gibt also Handlungsbedarf. Die Anpassung jeder einzelnen Regelung würde einen maßlosen gesetzgeberischen Aufwand erfordern und Verwaltung und Justiz unnötig belasten. Der Senat trägt hiermit die einstimmig vom Abgeordnetenhaus verabschiedete Initiative “Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt” auf die Bundesebene. Die BASJ fordert die Vertreter der übrigen Bundesländer auf, sich diesem Antrag anzuschließen.