CSD Berlin – Go Ost!

Alles auf einen Streich – so könnten die Berliner sagen. Denn die Probleme der Streckenführung, die Bedenken zur Abschlusskundgebung und die Kollision mit anderen öffentlichen Veranstaltungen sind aus der Welt.

Am CSD Wochenende (23. und 24. Juni 2012) wird neben Europameisterschafts-Fanmeile und Fashion Week auch der bunte Paradezug Mittelpunkt der Hauptstadt sein.
Die Streitigkeiten und Sicherheitsbedenken eines zuständigen Bezirksstadtrats konnten ausgeräumt werden – Der CSD Berlin 2012 findet statt.

Aber nicht nur zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor wird es bunt. Erstmals seit vier Jahren wird auch der Ostern der Hauptstadt wieder in die große Parade zum Christopher Street Day mit eingebunden.
„Mal Ost, mal West – so war es mal geplant. Dieses Jahr schaffen wir das Ziel wieder.“, so Robert Kastl vom Berliner CSD-Verein.
Die genaue Route steht allerdings noch nicht fest – Nur so viel: Das Brandenburger Tor gehört wieder uns!

Übrigens, wer noch Lust hat das GAYS.DE Team auf den CSDs in der Republik zu unterstützen, der ist herzlich eingeladen. Wir suchen noch GAYS.DE Reporter.
Ihr seid mit uns unterwegs und das auf einem CSD Eurer Wahl. Interesse, dann Mail an csd@office.gays.de .

Die MILK macht`s! – Deine Jobmesse

Sie selbst bezeichnet sich als Europas größte Job- und Karrieremesse für Schwule; Lesben und Heteros – Die MILKMESSE. Und am 09. Juni 2012 findet sie zum dritten Mal statt. Wo? In Berlin natürlich.

Nicht nur Networking für gestandenen Unternehmen . die MILK bietet weit mehr. Die Messe bietet Euch die Chance neue berufliche Kontakte zu knüpfen, interessante Jobangebote zu erkunden und lehrreiche Vorträge und Workshops zu besuchen.

Ein Rahmenprogramm mit Speed Networking Sessions, Investorengesprächen, Karrierecoaching, Crazy Business Style Contest, Frauen Special, Business-Slam, Chill Out Lounge mit DJ Live Performance, CV-Checks, Weiterbildungsangebote und einer Abschlussparty runden den Tag ab.

Wer schon jetzt weiß, dass er vorbeischauen möchte, der kann sich auf der Homepage der MILKMESSE registrieren und sich jetzt sein Gratisticket sichern.

Wir werden Euch weiterhin über aktuelles zur MILK 2012 auf dem Laufenden halten.

Folgende Firmen warten bereits auf Euch: Allianz, Accenture, Accor, AoN, A.T. Kearney, Axel Springer Verlag, Bamik, The Boston Consulting Group, Camwik, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Deutsche Post DHL, Dell, ECE Projektmanagement, Enterprise Autovermietung, FORUM Berufsbildung, Freshfields Bruckhaus Deringer LLP,  fourlife consulting, Fullhouse-IT, Google, IBM, IHK Berlin, Ingenieure ohne Grenzen, Hertie School of Governance, Hugo Boss, madvertise, McKinsey & Company, mgm technology partners, NH Hotels, rubiq consult, SAP, Schütz Brandcom, Secretary Plus, Simmons & Simmons LLP, Steinbeis-Hochschule, telegate, Vangardist, Vodafone, Volkswagen Financial Services, Völklinger Kreis, Wirtschaftsweiber, White & Case LLP und die WHU. Die aktuellen Firmenprofile findet ihr hier: goo.gl/IRliL

Podcast Folge 2: Interview mit Topi

Fast vier Jahre ist es her, dass der GAYS.DE-Podcast das Licht der Welt erblickte – nun ist er wieder da.
Bereits vor drei Wochen haben wir Euch mit einem kurzen Teaser einen Vorgeschmack gegeben.

Für Phil bot sich in Berlin spontan die Gelegenheit, unsere „Mutti“ vors Mikro zu ziehen und ihr ein paar interessante Worte zum Thema Support, Forum und ihrer übrigen Arbeit zu entlocken.

Was „Mutti“ alias Topi den ganzen Tag für GAYS.DE erledigt und wie sie damals zu uns gestoßen ist erfahrt Ihr in dieser zweiten Folge des GAYS.DE-Podcasts. Und natürlich auch noch ein bisschen mehr…

Viel Spaß beim Hören wünscht Euer GAYS.DE Team

Pier Paolo Pasolini. Hommage zum 90. Geburtstag

Pier Paolo Pasolinis Leben sollte an einem Tag enden, an dem Allerseelen auf einen Sonntag fällt: das war 1958, 1969 und 1975 der Fall. Giuseppe Zigaina, Maler und seit 1948 mit Pasolini befreundet, geht den Hinweisen im Werk nach, die auf einen von langer Hand vorbereiteten Selbstmord verweisen. Nach Zigaina plante Pasolini seinen Freitod bereits für das Jahr 1969, lernte dann aber Maria Callas kennen, die ihm aus einer künstlerischen Krise half, und beschloss seinen Tod auf 1975 zu verschieben.

Alle möglichen späteren Konstellationen waren ihm, nicht zuletzt wegen des fortschreitenden Alters, zu ungewiss. Zigainas Hypothese strukturiert die gezeigte Hommage. Der Ritus des selbst erwählten Todes am Strand von Ostia ist Ausgangspunkt, um Leben und Werk Pasolinis zu befragen.
Die Ausstellung im Schwulen Museum präsentiert das literarische und das filmische Werk, schlägt Blickachsen in Pasolinis künstlerische Produktionsweisen, verbindet das Werk mit der Biographie. Kurze Zitate von Zeitgenossen erweitern und ergänzen das Bild Pasolinis. Vorgestellt wird der Drehbuchautor Pasolini, der sowohl für prominente als auch für heute vergessene Regisseure arbeitete. Auch hier steht das Leben der Ragazzi im Mittelpunkt und weist voraus auf Pasolinis Hauptwerke.

Anlässlich seines 90. Geburtstags wird in der Ausstellung sein literarisches sowie filmisches Schaffen präsentiert. Die Ausstellung eröffnet Blickachsen in Pasolinis künstlerische Produktionsweisen und verbindet das Werk mit der Biographie.

Zugleich unternimmt sie den Versuch, zu klären, inwiefern Pasolinis Schaffen ‚homosexuelle’ Kunst darstellt. Die von Pasolinis Freund Giuseppe Zigaina vertretene These eines „selbst ewählten Todes“ am Strand von Ostia ist dabei ein Ausgangspunkt für die Struktur der Ausstellung.

Initiative „AUFGEKLÄRT?“ startet durch

Mit 30.000 Flyern und 20.000 Faltblättern wendet sich die Initiative „AUFGEKLÄRT“ ab sofort an Jugendliche, Lehrkräfte und andere Multiplikatoren. Ziel dieser Initiative ist die Vernetzung von sexualpädagogischen Angeboten in Berlin aufzuzeigen.

Die Angebote der Mitglieder des BÜNDNISSES AUFGEKLÄRT umfassen u. a. Präventionsangebote zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, Aufklärungs- und Sensibilisierungsworkshops zum Thema Liebe, Homosexualität und Respekt sowie Beratung zu den Themen Coming-Out, Sexualität und Schwangerschaft. Dies beinhaltet zudem die Ausbildung zum Peer-Educator, die Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie Freizeitgruppen.

Die Flyer und Faltblätter des BÜNDNISSES AUFGEKLÄRT können ab sofort von Berliner Bildungs- und Jugendeinrichtungen kostenfrei bestellt werden: berlin@lsvd.de oder Tel. 030/22 50 22 15.

Internetseiten der Mitglieder des BÜNDNISSES AUFGEKLÄRT:

www.profamilia.de/berlin
www.jungschwuppen.de
www.lambda-bb.de
www.berlin-aidshilfe.de
www.berlin.lsvd.de

Schwules Reisen auf der ITB

 Der Countdown zur 46. ITB Berlin vom 7. bis 11. März 2012 läuft. Viele Hallen der weltweit größten Reisemesse sind ausgebucht. Insgesamt erwartet die Messeleitung rund 11.000 ausstellende Unternehmen und Organisationen aus über 180 Ländern in den 26 Hallen unter dem Berliner Funkturm.

David Ruetz, Leiter der ITB Berlin: „Der stabile Anmeldestand im Vergleich zum Vorjahr bestätigt die ITB Berlin erneut als führende internationale Plattform der Reiseindustrie. Auch wird die ITB Berlin 2012 wieder ihrem Ruf als Impulsgeber der Reisebranche gerecht. “. Im Fokus steht das Partnerland Ägypten, das die Eröffnungsfeier am heutigen Vorabend der ITB Berlin gestalten wird.

Vor allem der GAY-Reisemarkt boomt in diesem Jahr. Wie die Messeleitung in einer Pressemitteilung verlauten ließ, wächst das Segment Gay & Lesbian Travel aus seiner Nische heraus – eine Entwicklung, die sich am vergrößerten Angebot in Halle 2.1 niederschlägt. Erstmals ist Brasilien mit einem individuellen Stand vertreten, Aussteller aus Griechenland, Mexiko und Portugal feiern dieses Jahr Premiere. Wien lädt im Fachbesucherbereich des Pink Pavilion in ein echtes Wiener Café ein. Auf diesen Wachstumsmarkt setzt auch Dertour und präsentiert seinen frisch aufgelegten Gay- und Lesbian-Katalog. (GAYS.DE berichtete)

Außerdem wird es im Rahmen des ITB Kongresses am Freitag, 9. März wieder ein Workshop zum Thema „Gay & Lesbian Tourism“ stattfinden, Im Anschluss ist ein Gay & Lesbian Travel Networking Event geplant. Informationen zum Workshop findet Ihr auf der ITB Kongress-Website.

Die International Tourismusbörse Berlin empfängt Euch noch bis zum 11. März. Tickets und weitere Informationen findet Ihr auf der ITB-Website.

 

Filmtipp: Fucking Different

“Fucking Different XXX” ist das neueste ´Crossover´ XXX-Film-Exemplar der vor sechs Jahren ins Leben gerufenen Filmreihe “Fucking Different”. Die Idee dahinter: Lesben inszenieren schwulen Sex und Schwule setzen sich mit der weiblichen Lust auseinander.

Begonnen hat alles in Berlin, mittlerweile ist daraus aber ein internationales Filmprojekt entstanden, das Szenen aus Berlin, Paris, New York, San Francisco und Toronto zeigt. Und jede ist anders. Anders inszeniert, anders umgesetzt und immer wieder aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet. So zeigt der Kurzfilm „Litith (Mother of Evil)“ die biblische Geschichte von Kain und Abel in einer New Yorker Schwulenbar. „New Kid on the Block“ hingegen zeigt fast dokumentarisch den ersten mehr oder weniger unbeholfenen schwulen Sex zweier Teenanger. Der Blickwinkel ist entscheidend.

Er entscheidet auch darüber, mit was Ihr Euch auseinander setzen wollt oder eben nicht. Denn „Fucking Different XXX“ zeigt eine ungewöhnliche Vielfalt der verschiedensten queeren Sexpraktiken auf und führt an das heran, was den meisten von uns wohl eher bisher fremd war.
Viele Klischees und Vorurteile von lesbisch/schwulem Sex werden gebrochen und vielleicht ja auch beseitigt.

Was die Autoren/Regisseure aber eigentlich mit ihren Beiträgen erreichen möchten ist, dass sich Lesben und Schwule anders annähern. Und eben neue Blickwinkel schaffen – Denn „[...] der queere Crossover Porno verbietet nicht, er schafft Neues.“.

„Fucking Different XXX“ beleuchtet die Situation in der „es“ passiert und das auf eine ungewohnt unterhaltsame und kreative Art, die uns genau das zeigt, was uns bei uns nicht betreffendem queeren Sex bisher so fremd war.

Kinostart ist am 9. Februar 2012

26. TEDDY AWARD in der Haupthalle des Flughafen Tempelhof

Teddy Award Berlin - Der queere FilmpreisGefeiert werden am 17.2. in der Haupthalle des Flughafens Tempelhof die Gewinner der TEDDY AWARDs, des queeren Filmpreises der Berlinale. In einer zweiteiligen Veranstaltung mit mehr als dreitausend erwarteten Gästen, von arte und dem rbb ausgestrahlt, werden zum 26. Mal TEDDYs an queere Filme aus allen Programmsparten des Festivals vergeben.

Mit einem Special TEDDY AWARD werden die große deutsche Regisseurin Ulrike Ottinger und der Pate aller Superstars Mario Montez ausgezeichnet, über den der Filmregisseur John Waters sagt „Mario Montez war der erste wirkliche ‘Superstar’, den es je gegeben hat. Eine Göttin Jack Smiths, die Warhol gestohlen hat. Sie erleuchtete die Leinwand beider Regisseure und wird für immer die Königsposition der Untergrundszene des Films einnehmen.“ Live aus Baltimore wird John Waters zur Verleihung zugeschaltet sein.

Gefeiert werden die Preisträger des Abends auch mit einem Bühnenprogramm, bei dem unter anderem die Ikonen zweier Generationen, Marianne Rosenberg und Peaches, auf der TEDDY-Bühne performen. Der junge Base Berlin-Künstler Mirko Köckenberger präsentiert elegante Artistik und das deutsch-französische Duo Stereo Total seine wilden Elektroclashrockpopklänge.

Gefeiert wird auch ein Erfolg der Bewegung „Transrespect versus Transphobia“. Endlich hat das Europäische Parlament im Oktober 2011 die Grundlage geschaffen, mit der Verfolgung aufgrund von Geschlechtsidentität als Asylgrund anerkannt wird. Zum Thema wird Dr. Nicolas Beger sprechen, der Director des Amnesty International European Institutions Office in Brüssel.  Dr. Beger ist auch für Europa im Advisory Board des Forschungsprojekts Trans Respect versus Transphobia worldwide, TVT.

Im Anschluss an die festliche Verleihungszeremonie geht es in die Vollen mit DJ-Sets von ModeopferGloria ViagraMarsmaedchen und – erstmalig in diesem Jahr – einem zweiten Bühnenprogramm weiter. Die große TEDDY AWARD Late-Night-Show bringt PeachesStereo Total und den DJ-Newcomer des Jahres Alle Farben auf die Hauptbühne.

Den Termin findet Ihr auch im GAYS.DE Eventkalender.

Gleichberechtigung am Homosexuellen Denkmal

Mit einer Verspätung von knapp zwei Jahren, wird am 26. Januar ein neues Video im Homosexuellen-Mahnmal im Berliner Tiergarten vorgestellt werden.

Künftig wird der Film zur Verfolgung Homosexueller während der NS-Zeit nicht mehr nur ein sich küssendes Männerpaar zeigen sondern verschiedenen gleichgeschlechtliche Paare – junge und ältere – Frauen und Männer.

Begonnen hat den Streit um die Gleichberechtigung am Homo-Denkmal durch einen Artikel in der „Emma“. Bereits vor der Einweihung kritisierte das feministische Blatt aus der Hand von Alice Schwarzer die Einseitigkeit des gezeigten Videos. Die Geschichte der weiblichen Sexualität werde vollends vernachlässigt. Das Künstlerduo Elmgreen und Dragset hatten kurz darauf eingewilligt, das Videomaterial regelmäßig zu wechseln.

Nun soll es soweit sein und die Homosexualität in all ihrer Bandbreite dargeboten werden. Auch wenn in der vorangegangenen Diskussion die Frage im Raum stand, ob lesbischer Frauen genauso gedacht werden solle wie homosexueller Männer. Ausgelöst wurde die Diskussion damals von mehreren Leitern von KZ-Gedenkstätten, die in einem offenen Brief „von der Verfälschung der Geschichte“ sprachen. Während des Nationalsozialismus seien nur homosexuelle Männer (mehr als 50.000) verfolgt, die Liebe zwischen Frauen sei nie verfolgt worden, waren ihre Worte.

Der LSVD – Mitinitiator des Denkmals – ist mit der nun gefundenen Lösung mehr als einverstanden. „Das Mahnmal habe auch den Sinn, ein Zeichen gegen aktuelle Diskriminierung zu setzen.“, so Renate Rampf Bundespressesprecherin des LSVD. „Wir finden es schön, wenn das Mahnmal beweglich ist und einem Prozess unterliegt“, so Rampf weiter.

Die feierliche Präsentation findet am 26. Januar im Berliner Tiergarten direkt am Mahnmal der zur NS-Zeit verfolgten Homosexuellen statt.

Situation homosexueller Asylsuchender in Berlin

Homosexuelle, bisexuelle und transgeschlechtliche Menschen, die in ihrem Herkunftsland wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt werden, suchen unter anderem beim Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule (MILES) des Lesben- und Schwulenverbandes  (LSVD) Berlin-Brandenburg Hilfe.

Leider ist es noch keine Selbstverständlichkeit, dass diese Menschen in Deutschland Asyl und somit Schutz finden.
Was sind die Begründungen dafür, homosexuelle Asylsuchende abzuweisen?
Was hat es mit dem Begriff der „irreversiblen, schicksalhaften homosexuellen Prägung“ auf sich, die von den Betroffenen anhand von psychologischen Gutachten nachgewiesen werden soll? Wie sieht die Lebenssituation asylsuchender Homosexueller in Berlin aus?

Über dieses Thema referieren und diskutieren Anwalt Dirk Siegfried und Psychologin So-Rim Jung. Die Veranstaltung ist am 26. Januar in Berlin. (Quelle: PRIDE1/td).

Podiumsdiskussion „Situation homosexueller Asylsuchender in Berlin“
Donnerstag, 26. Januar 2012, 18.00 Uhr
Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule des LSVD Berlin-Brandenburg,
Kleiststraße 35, 10787 Berlin (Nähe Nollendorfplatz)

Um Anmeldung bei wird gebeten.