GAY.DE Serie zum WAT 2012: „JETZT KANN ICH MICH FALLEN LASSEN“

Franz (54) ist seit 25 Jahren HIV-positiv. Als er die Diagnose 1987 bekam, war er sich sicher, dass dies sein Todesurteil sei. Tatsächlich verschlimmerte sich sein gesundheitlicher Zustand in den folgenden Jahren drastisch. Durch neue und wirksame HIV-Therapien, die erstmals Mitte der 90er Jahre möglich waren, stabilisierte sich sein Zustand wieder, jedoch musste er wegen der Nebenwirkungen frühzeitig in Rente gehen. Durch seine wirksamen Folgetherapien und regelmäßigen ärztlichen Kontrollen, ist das HI-Virus in seinem Blut seit Jahren praktisch nicht mehr nachweisbar. Das bedeutet, dass er auch kein HIV mehr auf andere Sexpartner übertragen kann. Denn bei einer wirksamen Therapie ist eine Übertragung von HIV sehr unwahrscheinlich: Die Schutzwirkung ist so hoch wie bei Kondomen, denn wo keine Viren sind, kann es auch keine Ansteckung geben.

Im Interview erzählt Franz, wie er die medizinischen Entwicklungen erlebt hat und wie sich sein (Sex-)Leben dadurch verändert hat.

Franz, du hast dich 1987 mit HIV infiziert. Durch die erfolgreiche medikamentöse Therapie ist deine Viruslast nun schon mehrere Jahre unter der sogenannten Nachweisgrenze. Damit bist du nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen praktisch nicht mehr ansteckend, kannst HIV also selbst bei kondomlosen Sex nicht mehr auf deinen Partner übertragen. Was hat sich dadurch bei dir verändert?

Das hat vor allem den Umgang mit meinen Partnern wieder leichter und den Sex intensiver gemacht. Vorher war da eben immer die Angst, dass etwas passieren könnte. Jetzt kann ich mich mehr fallen lassen, kann es mehr genießen. Das ist definitiv so. Es hat an Qualität gewonnen. In meinem Alter ist mir Qualität eh wichtiger als Quantität. Ich muss mir auch nicht mehr ständig Sorgen um meinen gesundheitlichen Zustand machen, weil ich weiß, dass die HIV-Therapie wirkt, und ich bin ja deshalb insgesamt auch viel gesünder.

Die „gute Nachricht“, dass man bei einer Viruslast unter der Nachweisgrenze nicht mehr infektiös ist, wurde ja erst 2008 „offiziell“ bekannt gemacht. Hast du das gleich für dich klar gehabt und in deine Lebenspraxis umsetzen können?

Nein, überhaupt nicht. Für mich war das erst mal eine sehr große Umstellung. Ich habe ja diese alte Sichtweise auf Aids und HIV noch sehr stark mitbekommen. Als ich vor 25 Jahren mein positives Testergebnis hatte, kam das ja fast noch einem Todesurteil gleich. Ich habe mein Leben nur noch für sechs, sieben Jahre geplant, länger war die Lebenserwartung damals nicht. Wirksame Therapien gibt es ja erst seit Mitte der 90er Jahre. Und meine Erfahrungen vorher haben mich ja auch sehr geprägt. Das sitzt ganz tief, das schüttelt man nicht einfach so ab. Und dann muss man plötzlich umdenken: „Mensch, ich hab zwar noch dieses HIV, aber ich bin nicht mehr ansteckend … .“ Das erst mal in den Kopf zu kriegen, das braucht seine Zeit, das war ein langer Lernprozess für mich.

Du hast vor 18 Jahren deinen Partner kennengelernt. War HIV damals ein großes Thema für euch?

Für mich ja. Ich hatte einfach Angst davor, dass ich ihn anstecken könnte, obwohl wir immer aufgepasst und Safer Sex gemacht haben. Aber die Angst sitzt dir dennoch im Nacken, denn es kann ja trotzdem immer was passieren, zum Beispiel, dass ein Gummi reißt oder beim Blasen doch Sperma in den Mund kommt. Bei ihm war das allerdings anders. Er sagte mir ganz deutlich, dass das für ihn nichts ändern würde, dass es für ihn keine Rolle spielt, dass ich HIV-positiv bin. Das war für mich entscheidend: Das da jemand war, der keine Angst vor mir hatte, weil ich HIV habe. Dann kam aber irgendwann der Moment, der mich sehr geschockt hat. Nach vier Jahren haben wir den Bescheid bekommen, dass er sich angesteckt hat. Wir wussten nicht, ob durch mich oder ob es schon vor unserer Beziehung war. Trotzdem. Das war so ein Schock für mich, ich habe mir so sehr die Schuld gegeben, dass ich mir gesagt habe: Mit Sex läuft erst einmal gar nichts mehr! Wir hatten dann auch jahrelang keinen Sex mehr.

Hat dein Freund dir damals Vorwürfe gemacht, die Verantwortung bei dir gesucht?

Nein, überhaupt nicht! Er hat gesagt, dass es klar war, dass es vielleicht passieren kann, dass er sich auch infiziert. Er geht mit so was aber auch generell anders um als ich. In seiner Familie gibt es eine längere Geschichte mit chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes. Und natürlich auch mit Untersuchungen und Therapien, die damit zusammenhängen. Daher war seine Sicht auf die Sache wohl eine andere als bei mir. Ich habe mir aber damals das Leben zur Hölle gemacht. Für mich war das ein ziemlicher psychischer Druck, weil ich mich ständig fragte, ob und wann ich ihn eventuell angesteckt habe, was ich hätte anders machen müssen. Wir wissen aber bis heute nicht, ob er sich in unserer Beziehung angesteckt hat oder bereits davor, bei jemand anderem. Es spielt auch keine Rolle mehr für uns.

Mittlerweile führt ihr eine offene Beziehung und seid oft in der Szene unterwegs. Wenn du dort Sexpartner hast, machst du dann deine HIV-Infektion von dir aus zum Thema?

Ich thematisiere es, wenn mich wirklich jemand näher kennenlernen will und sich daraus vielleicht etwas entwickelt, sei es eine bessere Bekanntschaft oder eine Freundschaft. Bei Sexpartys oder Dates kläre ich vorher, dass ich zwar positiv, aber durch die Therapie nicht mehr infektiös bin. Sicher kann das auch ein Schuss in den Ofen sein, wenn man jemandem zu sehr vertraut und der dann damit nicht umgehen kann. Aber so ist das dann eben.

Wenn du das bei potenziellen Sexpartnern ansprichst und dann sagst, dass du „nicht infektiös“ bist: Weiß da jeder sofort, was damit gemeint ist und was das praktisch bedeutet?

Es gibt schon einige, die das nicht verstehen und auch über die medizinischen Fortschritte da nicht besonders Bescheid wissen. Ich versuche das dann zu erklären. Aber das ist noch nicht in allen Köpfen angekommen. In der Leder- und Fetischszene – in der ich mich ja hauptsächlich bewege – ist das Wissen darüber allerdings schon sehr verbreitet.

Wieso gerade dort?

Die sexuellen Praktiken können hier einfach schon mal heftiger ausfallen. Die Spielvarianten sind vielfältiger. Egal, ob es um SM, Fisten oder andere Sachen geht. Die Übertragungsrisiken können andere sein als beim „konservativen“ Sex. Deshalb sind die Leute dort meistens sehr gut informiert, man geht generell damit offener in der Fetisch-Szene um.

Was bedeutet für dich Verantwortung in Bezug auf Sex?

Ich sorge dafür, dass ich immer unter der Nachweisgrenze bin. Dass ich nicht „ansteckend“ bin. Ich lasse das regelmäßig ärztlich kontrollieren. Ich lasse mich auch regelmäßig auf alle anderen sexuell übertragbaren Infektionen checken, auch auf Hepatitis C. Was ich persönlich gar nicht mag, sind Männer, die vielleicht vier, fünf oder mehr Sexpartner an einem Wochenende wollen. Das ist nichts für mich. Ich muss mir ja nicht mit Gewalt was holen. Oder Typen, die rumdrucksen, ob sie sich mal haben testen lassen. Wer für sich selbst keine Verantwortung übernimmt – wer sich also nicht testen lässt, um zu wissen, was mit seiner Gesundheit ist –, der übernimmt auch für andere keine Verantwortung, denke ich. Und das törnt mich eher ab. Wenn ich sexuell sehr aktiv bin, viele Sexpartner habe, dann sollte ich mich schon regelmäßig testen lassen. Für mich selbst, aber eben auch für andere.

Und wie gesagt, ich thematisiere meinen HIV-Status, sodass der andere entscheiden kann, ob er mit mir Sex haben will oder auch nicht. Ich erkläre auch, dass ich unter der Nachweisgrenze bin und was das praktisch bedeutet.

Das Thema „Nichtinfektiosität bei Viruslast unter der Nachweisgrenze“ scheint auch noch nicht bei allen Staatsanwälten und Richtern angekommen zu sein. Noch immer gibt es Urteile gegen HIV-Positive, die wegen versuchter Körperverletzung verurteilt werden, selbst wenn ihre Viruslast unter der Nachweisgrenze ist und es somit gar keine Möglichkeit gab, die HIV-Infektion zu übertragen. Ich kenne da einige Urteile aus Bayern, woher ich ja komme. Da lassen viele Richter ihre eigenen moralischen Anschauungen in die Urteile einfließen. Wenn man manche der Urteile liest, dann wird das deutlich. Man muss vor Gericht anerkennen, dass jemand, der unter der Nachweisgrenze ist, nicht mehr ansteckend ist. Es ist unerträglich, dass Positive automatisch in so eine kriminelle Ecke gestellt werden.

Fühlst du dich da diskriminiert?

Klar. Mir wird da so eine Megaverantwortung auferlegt. Ich bin seit sechs Jahren unter der Nachweisgrenze. In der Zeit habe ich nun ganz sicher niemanden infiziert. Das muss anerkannt werden, denke ich.
Und diese Urteile sind ganz klar kontraproduktiv: Ich kenne Leute, die sich nicht mehr testen lassen, damit sie ihren Status nicht kennen und man ihnen gerichtlich nichts kann. Das kann doch nicht der Sinn sein! Das ist ja eher schlecht für die Prävention, weil die sich dann natürlich auch nicht mehr auf andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.

Aber es geht mir noch um etwas anderes, nämlich um das generelle Thema der Verantwortung.

Du meinst die Verantwortung, die man beim Sex hat?

Ja. Und die trägt jeder erst mal für sich ganz alleine. Man kann nicht davon ausgehen, dass das der andere für einen übernimmt. Ein Beispiel: Irgendwann beim Sex gibt’s die Situation, wo wir zum Kondom greifen oder eben nicht. Das bekommen ja beide ganz bewusst mit. Da hat für sich jeder in dem Moment zu entscheiden, will ich das oder will ich das nicht. Sag ich was oder sag ich nichts? Und wenn ich eben nichts sage, weil ich es will, dann habe ich dafür in dem Moment auch die Verantwortung zu übernehmen. Für mich ganz alleine. Es ist egal, ob mein Sexpartner positiv oder negativ ist, ob er unter der Nachweisgrenze ist oder nicht. Es gibt da auch keine Auskunftspflicht. Der andere könnte ja auch HIV-positiv sein oder eine andere sexuell übertragbare Infektion haben und das gar nicht wissen, weil er nicht getestet ist. Daher muss ich in jeder Situation für mich selbst entscheiden, was ich will und was nicht und muss das auch ganz klar äußern. Nachher jemanden verantwortlich zu machen oder gar vors Gericht zu zerren, bringt mir ja dann auch nicht mehr wirklich was. So läuft es einfach nicht. Wir sind erwachsen. Also, übernehmt Verantwortung! Für euch selbst!

(Interview  und Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung der Deutschen AIDS-Hilfe)

GAYS.DE Liebesgeschichte: Ferid und Dennis – nur 500 Kilometer

Die Rubrik: GAYS.DE Liebesgeschichten lebt von Euren Beiträgen – Ferid hat sich dies zu Herzen genommen und seine Geschichte an idee@office.gays.de geschickt.

Hier ist sie, die GAYS.DE Liebesgeschichte von mir (Ferid, 20) und Dennis (24):
Alles hat im September 2009 angefangen. Ich war ein paar Monate GAYS.DE-Mitglied und frisch geoutet. Ich habe wie so oft nach Profilen gestöbert und bin bei Dennis´ Profil hängen geblieben. Text und Interview macht einen guten Eindruck auf mich, also schrieb ich ihn an. Schnell fanden wir heraus, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und die Chemie zwischen uns stimmte. So entstand mit der Zeit eine tiefgehende Chatfreundschaft.

Leider wohnt er bei Köln und ich nahe Leipzig, was ein Treffen natürlich schwierig machte. Da wir beide gerne Videospiele spielten, machten wir uns die nächste GamesCom als Gelegenheit zum Treffen aus. In der Zwischenzeit lernte ich Marcus kennen, der mir einen Gästebucheintrag hinterlassen hatte. Ich war hin und weg von diesem Jungen, er machte auf mich denselben Eindruck und schon bald nahmen wir uns vor, in den nächsten Ferien etwas Zeit miteinander zu verbringen. Doch es kam anders. In dieser Zeit lernte er auch Dennis kennen. Ich ahnte nichts und an Neujahr ließen die beiden die Bombe platzen: Sie haben sich ineinander verliebt. Für mich brach eine Welt zusammen und die nächsten Wochen hatte ich arge Probleme, damit zurechtzukommen. Doch es sollte wieder anders kommen…

Gerade, als ich einigermaßen damit klargekommen bin, trennten sich die beiden nach gerade Mal zwei Monaten. Nun stand eine ganz schwere Zeit für Dennis an, in der ich für ihn da war. Plötzlich habe ich gemerkt, dass ich wohl etwas mehr für ihn empfand als nur Freundschaft. Als er und Marcus noch zusammen waren, wollte er über Ostern zu ihm fahren – stattdessen kam er zu mir. Einige Tage vor dem Treffen gestand ich ihm in einer Mail meine Gefühle. Er war noch nicht über die Trennung hinweg und wollte das Treffen abwarten, um sich darüber klar zu werden, was er für mich empfindet. Das Treffen fand statt und nach 4 Tagen war uns klar: Wir gehören zusammen! Wir waren überglücklich, einander gefunden haben und waren trotz der Entfernung entschlossen, das gemeinsam durchzuziehen.

Es folgten ein Dutzend Treffen, ein gemeinsamer Hamburg-Urlaub und einfach eine wunderschöne Zeit. Die Entfernung wurde mit chatten und skypen überbrückt und irgendwie haben wir es geschafft, uns davon nicht unterkriegen zu lassen. Doch leider nur für eineinhalb Jahre. Die Zukunftsaussichten haben uns klar gemacht, dass dies aufgrund meines Studiums über Jahre noch so weitergehen würde. Zu viel für unsere Beziehung. So trafen wir dann beide schweren Herzens den Entschluss, die Beziehung zu beenden. Ein schmerzhafter Schritt, aber dennoch notwendig, um nicht an der Entfernung zu verschleißen. Ausnahmsweise mal kein Happy End…

- Danke für Deine Geschichte Ferid -

Ein Schritt nach vorn in Sachen Gleichstellung

Ab sofort werden Bundesbeamte, Richter und Soldaten in Deutschland nicht mehr benachteiligt – Zumindest in Sachen finanzieller Gleichstellung sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die in einer sogenannten Homo-Ehe begründet sind, nicht mehr Beziehungen zweiter Klasse.

In einer Abstimmung am Freitag stimmte der Bundesrat einem Gesetz zu, welches gleichgeschlechtlichen Partnern innerhalb einer eingetragenen Lebensgemeinschaft die gleiche finanzielle Absicherung, wie Heterosexuellen zusichert. Demnach können fortan alle Paare die entsprechenden Zuschläge nutzen.

Im Detail heißt das, dass Familienzuschläge und die Beihilfe von Krankenkosten komplett übernommen werden können. Auch die Versorgung von Hinterbliebenen ist  somit zukünftig gesetzlich geregelt.
Die meisten Bundesländer haben dies bereits in ihren Landesverfassungen berücksichtigt. Nun erfolgt die bundesweite Anpassung und somit ein nachzeihen aller anderen.

Der LSV beklagt jedoch, dass die Anpassung lediglich rückwirkend zum 1. Januar 2009 greift. Eine Rückwirkung bis hin zum 3. Dezember 2003 war die Forderung vom Leben- und Schwulenverband Deutschland. Zu diesem Datum lief die Umsetzungsfrist der entsprechenden EU-Antidiskriminierungsrichtlinie ab.

The First Time – Bedingungslose Liebe

Die erste große Liebe, Gefühle, Gedanken, Probleme – klingt nach dem Stoff, den wir alle kennen. „The First Time“ haben wir auch alle selbst erlebt, denn bedingungslos geliebt haben wir alle einmal. Zumindest dann, wenn die rosarote Brille noch im Spiel war und uns die Realität noch nicht die Augen geöffnet hatte…

Der Jugendfilm „The First Time“ beschäftigt sich mit eben dieser Zeit und Thematik.  Die erste große Liebe zwischen zwei schwulen Jugendlichen ist das zentrale Thema. Aber auch das Erwachsenwerden und der Einfluss von Freunden, Eltern und Gesellschaft zu dieser Zeit. Dabei ist der Film aber absolut kein typischer Gay-Streifen sondern ein bis ins Detail inszeniertes Beziehungsdrama zweier unerfahrener Jungs.

Der Spielfilm versucht zu zeigen, dass wir immer wieder auf unserem Weg zum eigenen Leben und demnach auch zum Glücklich werden von anderen geprägt und beeinflusst werden. Die DVD zum Film ist seit dem 15. Juli 2011 bei der “Edition Salzgeber” und überall im Handel erhältlich.

Wiener Erzbischof warnt Jugendliche vor Homo-Ehe

Bei einem Jugendtreffen in der vergangenen Woche hat der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn Jugendliche eindringlich vor der Homo-Ehe gewarnt.  Sie sollten nicht dem Zeitgeist erliegen, so der Kardinal wörtlich. „Die Kirche ist nicht gegen die Homo-Ehe, denn die Kirche ist nicht gegen etwas, was es nicht gibt. Es gibt keine Homo-Ehe”, zitiert der Onlinedienst ggg.at Erzbischof Schönborn.

Immerhin hält der Kardinal homosexuelle Beziehungen für möglich, fügt aber unmittelbar hinzu „das ist aber keine Ehe“. Schönborn ist in der Diskussion um die Rechte für Schwule und Lesben in Österreich kein unbekannter. Bereits zur Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft machte er als Gegner von sich reden.

Noch im Jahr 2010 hatte galt er als Unterstützer für die Rechte Homosexueller. Damals forderte er die katholische Kirche auf, in der Homosexualität “stärker die Qualität einer Beziehung” zu sehen. Erzbischof Schönborn gilt als Nachfolger von Papst Benedikt XVI. (Quelle: PRIDE1.de/kt)