queerblick – schwul-lesbisches Jugendfernsehen nominiert

Die 15 Medienmacherinnen und Medienmacher aus Dortmund können sich freuen: Als einziger Teilnehmer mit einem schwul-lesbischen Backround, ist queerblick beim Bürgermedienpreis der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen nominiert. In der Kategorie „Publikumspreis“ ist die Nominierung bereits eine erste Auszeichnung für sich, denn als erstes TV-Magazin für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Jugendliche ist queerblick somit von vornherein „anders als die Anderen“.

„Wir sind ein Projekt von jungen Menschen für junge Menschen und freuen uns als bundesweit erstes Magazin für die LSBT-Community nominiert zu sein.“, so queerblick. Seit August 2009 sind die Jungs und Mädels am Ball und gestalten in ihrer Freizeit Beiträge zu sonst so oft in Vergessenheit geratenen Themen: Coming out, Diskriminierung, Safer Sex aber auch Akzeptanz von Schwulen und Lesben im Alltag sind zentrale Themen.

Ausgestrahlt werden die monatlichen Sendungen des Magazins im Programm des TV-Lernsender NRW und im Internet. Der Verein queerblick e.V. steckt hinter dem einmaligen Format für schwul-lesbisches Jugendfernsehen und möchte mit dem Projekt die sexuelle Selbstfindung medial unterstützen. Bereits im Dezember 2009 hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung die Arbeit der Jung-Medienschaffenden gewürdigt und sie als bestes Mikroprojekt bewertet.

Wer seine Stimme für das abgeben möchte, hat noch bis zum 31. Oktober die Möglichkeit zum „YES“.

Zeugenaufruf: UPDATE 28.06.2011

Dieser Beitrag wurde mit Bitten der Polizeidirektion Hannover aus den GAYS.DE News inklusive aller Kommentare entfernt, da das Ermittlungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Mit Bitte um Verständnis

Euer GAYS.DE  Team

Wieder Vorfall in Cruising-Zone

Auch wenn der folgende Artikel nicht wirklich erfreuliche Nachrichten enthält, möchten wir ihn Euch nicht vorenthalten. Bereits vor gut einem Monat haben wir über die Vorfälle in Süddeutschland berichtet, bei denen zwei Männer Opfer eines Tötungsdeliktes geworden sind. (zum Beitrag)

Bereits Anfang der Woche ist es zu einem neuen Zwischenfall in Kerpen bei Köln gekommen. Ein bisher noch unbekannter Mann im Alter zwischen 25 und 30 Jahren ist in der Nähe eines Cruising-Gebiets tot aufgefunden worden. Polizeiangaben zufolge war der Mann nur mit einem schwarzen T-Shirt bekleidet und wurde durch einen Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Weitere Schussverletzungen wurden im Oberkörper festgestellt.

Momentan ermittelt die Kripo in alle Richtungen. Ein Zusammenhang mit den beiden Tötungsdelikten aus dem Kreis Böblingen und dem Kreis Groß-Gerau kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die bundesweite Fahndung nach dem Täter läuft.

Als Community für schwule und bisexuelle Männer, möchten wir diejenigen unter Euch bitten, die sich auf eben besagten Plätzen vergnügen, besonders achtsam zu sein. Denkt bitte immer an Eure eigene Sicherheit und lasst Euch nicht zu sexuellen Handlungen drängen, die Ihr selbst nicht wollt.

IBM und Google sind homofreundlichsten Unternehmen der Welt

Die Unternehmen IBM, Google, BT Group, Morgan Stanley und Cisco Systems dürfen sich über eine neue Auszeichnung freuen: Sie zählen zu den lesben- und schwulenfreundlichsten Unternehmen der Welt. Festgestellt hat dies die International Gay and Lesbian Chamber of Commerce (IGLCC).

Die 5 LGBT-freundlichsten Unternehmen der Welt im Jahr 2010 sind IBM, Google, BT Group, Morgan Stanley und Cisco Systems. Von diesen fünf waren drei bereits 2009 unter den Top 5 – Google und Morgan Stanley hingegen sind neu im Index.

Gemäss dem Gründungspräsidenten und Generalsekretär der IGLCC, Pascal Lépine, haben dieses Jahr bereits doppelt so viele Unternehmen am International Business Equality Index teilgenommen als im Gründungsjahr 2009. In Summe repräsentieren die 25 internationalen Konzerne ein globales Umsatzvolumen von über 1 Billion USD und eine Belegschaft von mehr als 2,2 Millionen Mitarbeitenden in 220 Ländern.

“IBM ist ausserordentlich stolz auf diese Auszeichnung der International Gay and Lesbian Chamber of Commerce und bedankt sich im Namen aller IBM-Mitarbeitenden und unserer weltweiten LGBT-Community” sagte Frank Kern, Senior Vice President, IBM Global Business Services. “IBM verfügt über eine über 100-jährige Tradition im Bereich Diversity & Inclusion und wir fühlen uns heute wie damals verpflichtet, unsere innovativen Arbeitsbedingungen laufend zu optimieren.”

Die enthusiastische Teilnahme all dieser Unternehmen am 2010 Index ist Ausdruck der zunehmenden Bedeutung, die den internationalen Unternehmen bei der Einführung und Förderung von Diversity-Themen in ihren Einsatzländern zukommt. “Die internationale Business-Gemeinschaft spielt bei der Förderung von Toleranz und Chancengleichheit eine unglaublich wichtige Rolle”, erklärt Pascal Lépine. “Diversity-Management Initiativen, wie jene, die durch den Index ausgezeichnet wurden, leisten nicht nur einen Beitrag für die LGBT Gemeinschaft, sondern wirken auch geschäftsfördernd und stellen sicher, dass jeder Mitarbeitende so produktiv wie möglich arbeitet.”

“Es ist ermutigend zu sehen, dass 22 der 25 Teilnehmer des diesjährigen Index in allen Ländern, in denen sie tätig sind, Gleichstellungsprogramme führen. Noch beeindruckender ist aber, dass ebenso viele Unternehmen LGBT-Themen in ihre globalen Diversity-Strategien aufgenommen haben. Das ist sehr aufregend und zeigt, welchen Beitrag zur Gemeinschaft die Geschäftswelt auf globaler Ebene leisten kann.” sagt David Pollard, Vorsitzender des International Business Equality Index Committee.

Auch dieses Jahr haben die International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) und ihr europäischer Arm (ILGA-Europe) eine zentrale Rolle bei der Entwicklung gespielt. “Das Wachstum des Index und die grössere globale Reichweite sind sehr erfreulich”, so Gloria Careaga und Renato Sabbadini, Generalsekretärin von ILGA. “Da auch heute noch zu viele Mitglieder der LGBTI-Gemeinschaft weltweit schlimmsten Belästigungen und anderweitiger Diskriminierung am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, ist es wichtig eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die Auszeichnung der besten LGBTI-Gleichstellungsverfahren und -praktiken über den 2010 International Index dient als ideales Vorbild für andere Unternehmen.”

Der International Index ist dem Engagement eines internationalen Komitees zu verdanken, das aus Arbeitnehmenden besteht, die der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) Community angehören und in neun verschiedenen Ländern in Europa und Nordamerika leben und arbeiten. (Quelle: PRIDE1.de/ml/pm)


Veranstaltungshinweis zum Thema:
Im Rahmen des CSD Bielefeld 2010 findet am Montag, 12. Juli ein Diversity Forum Statt.  Eingeladen sind unter anderem Redner der EAGLE Netzwerks von IBM und Fair.Quer/Ikea.
Anmeldungen zum Diversity Forum 2010 in Bielefeld, werden über die Homepage gern entgegen genommen.

Move it! – Visual Arts bei den VIII. Gay Games 2010

Anlässlich der Kölner Gay Games sind Künstlerinnen und Künstler dazu eingeladen, sich mit dem Thema „Bewegung“ auseinanderzusetzen und zu zeigen, wie „beweglich“ sie sind, in ihrer „Denke“, in ihren Lebens- und Weltentwürfen und in ihren Haltungen. Schon Beuys hat in seinen Gedanken zur „sozialen Plastik“ den Begriff der Bewegung, neben denen der Idee und des Willens, ins Zentrum seines Kunstverständnisses gesetzt.

Jürgen Bahr, Mitglied der Jury: „Im Sport geht es immer um Bewegung, wie im Leben überhaupt. Die Bewegung steht für das Leben, so wie der Stillstand für den Tod steht. Dabei geht es mindestens genauso um die geistige Beweglichkeit.  Um eine Offenheit dem Leben gegenüber, die es erst ermöglicht, sich vorzustellen, dass es so etwas wie Homosexualität gibt und Akzeptanz fordert“, erläutert der Galerist aus Köln den Grundgedanken der Kunstausstellung.

Move it! hat nicht das Thema Sport zum Gegenstand. Gesucht werden keine Abbildungen von gestählten Körpern oder Illustrationen zu sportlichen Disziplinen.
Ereignisse, wie die VIII. Gay Games Cologne 2010, bewegen etwas in der Gesellschaft. Gerade im Sport ist Homosexualität bis heute verpönt, selbst wenn Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes, einen unverkrampften Umgang mit dem Thema einfordert.

Die VIII. Gay Games Cologne 2010 setzen sich für mehr Toleranz, für ein friedliches Miteinander ein. Jeder kann mitmachen! Aus der lesbisch/schwulen Community heraus entstanden, verstehen sich die Gay Games als Sport- und Kulturfest für alle; egal, ob heterosexuell, homosexuell, bisexuell, transgender oder transsexuell. Ein Event, das sich auf den Sport und die Kultur konzentriert – unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlecht, Rasse, Religion, Nationalität, ethnischer Herkunft, politischer Überzeugung, athletischen Fähigkeiten, körperlichen Möglichkeiten, Alter oder Gesundheitszustand.
Die VIII. Gay Games rufen alle interessierten KünstlerInnen auf, Arbeiten/Konzepte einzureichen, die sich im Spektrum „vom Zustand jenseits der Ruhe“ bis hin zu Fragestellungen hinsichtlich gesellschaftlicher Veränderungen bewegen. Das Ziel ist eine vielfältige Auseinandersetzung in Malerei, Skulptur, Fotografie, neuen Medien, Installation, Performance.

Move it! – zeige deine eigene Bewegung
Move it! – bringe andere in Bewegung
Move it! – setze Neues in Gang
Move it! – bewege die Welt

Die Szene trifft sich in Hamburg

Noch genau 43 Tage sind es, bis die GAYVENTION nach Hamburg einlädt. Ganz egal ob schwul, lesbisch, bisexuell, transgender oder hetero – Der Check In zur größten Lifestyle-Messe der Community ist am 27. und 28. März jeweils ab 13:00 Uhr geöffnet.

Für alle, die sich bereits im Vorfeld über Programm, Aussteller und Highlights des Messe-Events informieren möchten, bietet das hauseigene Messemagazin alle Informationen. Erhältlich ist dies ab Mitte Februar in euren Szenelocations, an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder als Download. Zudem ist das Team der GAYVENTION auch auf Promotour. Termine findet ihr hier.

Auch das Team von GAYS.DE wird auf der GAYVENTION 2010 vertreten sein. Am eigenen Messestand könnt ihr euch über die Community für schwule und bisexuelle Männer informieren, euch vor Ort direkt anmelden oder an einer der Aktionen am Stand teilhaben. Lasst euch überraschen und besucht uns in Hamburg. Wir freuen uns auf euch!

Artikel zum Thema:
Noch 52 Tage bis zur GAYVENTION 2010
CSD-Termine 2010 sind online – Wir haben sie alle!
„Are you ready for Take-Off?“

Ein Leckerbissen zum Wochenende…

smiley_post-it…ja es ist mal wieder soweit, das Wochenende steht vor der Tür. Zeit sich zu erholen, sich mit Freunden zu treffen oder wenn sie dann doch weiter weg wohnen, ein paar Zeilen hin und her zu schreiben oder gar neue Leute kennen lernen. Wie auch immer – pünktlich zum Wochenende haben wir für euch eine paar kleine – aber feine – Neuerungen auf GAYS.DE eingespielt.

;-) „Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte…“ ;-)

Wer kennt es nicht: Die Mail wird länger und länger und so richtig ausdrücken kann man sich auch nicht. Der Gegenüber könnte etwas falsch verstehen oder sich gar missverstanden fühlen. Emotionen werden daher häufig mit diversen Zeichen dargestellt, die uns allen wohl mehr als geläufig sind. Als kleines Gimmick zum Wochenende, haben wir für euch die munteren GAYS.DE Smileys eingeführt.
Nun könnt ihr eure Nachrichten mit den kleinen gelben Freunden schmücken und eurem Gegenüber ein Lächeln zukommen lassen.

„Hey was geht ab? Wir feiern die ganze Nacht…!“

Wer am Wochenende noch nach einer Möglichkeit zum Weggehen sucht, der wird im neugestalteten GAYS.DE Guide fündig. Das neue, nach Bundesländern sortierte, schwule Städteverzeichnis, hilft euch gleich auf den ersten Blick die besten Veranstaltungen und Termine in eurer Umgebung oder eurem „Lieblingsausflugsort“ zu finden. Also reinschauen, verabreden und feiern… .
Und wenn ein Termin oder eine Location fehlt, dann kann diese ganz bequem in unseren Guide eingetragen werden.

„Ich bin …“

Und noch eine Neuerung möchten wir euch mitteilen. Immer wieder haben uns Usermails erreicht, die uns zum Nachdenken angeregt haben. Vielleicht möchte jemand nicht gleich alles zu seiner Person preisgeben, vielleicht ist ein neuer User aber auch noch unsicher und kann sich noch nicht zur  Bisexualität oder dem eigenen Schwulsein bekennen. Daher habt ihr ab sofort die Möglichkeit in euren Profilen auch „Keine Angaben“ anzugeben.  Welche Sexualität ihr auch immer lebt ist uns letztendlich gleich, denn jeder hat das Recht seine sexuelle Identität selbst zu bestreiten und zu erleben. Sicher ist jedoch eines – Wer sich in einer Community für schwule und bisexuelle Männer bewegt, den verbindet etwas mit uns ;-) .

(Bilddatei: delater/Pixelio.de)

Größtes les-bi-schwules Blind-Date Deutschlands – Rosa Tag im Heide-Park

RosaTag_LageplanMit dem 4. Rosa Tag im Heide-Park Soltau endet die CSD-Saison im Norden Deutschlands in diesem Jahr am 5. September. Leider ist dann die Zeit von bunten Fummeln, nackten Oberkörpern und jeder Menge politischer Botschaften erst einmal vorbei. Die neue CSD-Saison steht aber schon vor der Tür. Verbände, Vereine und Organisatoren aus Berlin, Köln und Hamburg haben sich bereits zu den ersten Planungstreffen zusammengesetzt und versprechen auch 2010 wieder tolle Veranstaltungen.

Freundschaft oder Abenteuer? Eine Garantie wird nicht gegeben ;-)

Für die queere Community ist der Rosa Tag im Heide-Park Soltau mittlerweile eine feste Tradition. Zum vierten Mal lädt der CSD Nord e.V. in den Freizeitpark ein und bittet in diesem Jahr dabei zum größten Blind-Date Deutschlands. „Der Heide-Park schafft die besten Voraussetzungen zum Kennenlernen: die Gäste sind fröhlich und zahlreich. ;-) “, so Friederike Sobiech, Pressesprecherin CSD Nord e.V..

Noch mehr neues versprechen die Organisatoren zum Ablauf des les-bi-schwulen Events: Das legendäre Pink Picknick wird in diesem Jahr von der grünen Wiese mitten auf eine der wichtigsten Kreuzungen im Park verlegt. Der offizielle Treffpunkt und Rückzugsraum bietet die Möglichkeit zum entspannten chillen, relaxen oder aber zu anregenden Gesprächen im Coming-out-Café.

Sichtbares Selbstbewusstsein signalisieren 2.000 Rosa Tag-Taschen, die mit kleinen Goodies und Informationen gefüllt unter den Rosa Tag-Gästen verteilt werden. Ebenso wie 1.000 rosa T-Shirts, die der CSD Nord e.V. in Kooperation mit der bundesweiten HIV-Präventionskampagne „Ich weiß, was ich tu!“ für ein Rekordfoto vor der größten Holzachterbahn der Welt, dem Colossos, verteilt. Auch die GAYS.DE Reporter sowie Edel-Drag Queen Tatjana Taft werden am Samstag im Heide-Park anzutreffen sein. Wer also ein buntes Bild zur eigens eingerichteten Bildergalerie beisteuern möchte, hat am 5. September die Gelegenheit dazu.

Alle Rosa Tag-Gäste können über den CSD Nord e.V. wie auch in den Jahren zuvor vergünstigte Eintrittskarten kaufen – die gibt es übrigens schon ab 16,50 Euro – und dabei erstmals Plätze für einen der Rosa Tag-Shuttle Busse aus Hannover und Hamburg (und zurück) buchen. Wer länger feiern möchte, kann am Abend entweder die große 80er-Jahr-Open Air-Party im Heide-Park bleiben oder in mehreren norddeutschen Städten zu After-Rosa Tag-Partys gehen.

Wir sehen uns beim 4. Rosa Tag im Heide-Park Soltau! Euer GAYS.DE Team

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(Bilder vom 3. Rosa Tag im Heide-Park Soltau 2008; Fotos: F.  Sobiech)

World Outgames starten mit homophober Gewalt!

Wenig erfreuliche Nachrichten kommen von den World Outgames aus Kopenhagen. Nach einer beeindruckenden Eröffnungsveranstaltung am Samstagabend, sind drei Teilnehmer von Homo-Hassern überfallen und zusammengeschlagen worden. Aufgrund der Verletzungen mussten die Sportler aus Norwegen, Schweden und Großbritannien in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Zwei der tatverdächtigen wurden gestern bereits einem Haftrichter vorgestellt, berichtete ein Polizeisprecher. Die Männer sollen die homosexuellen Sportler aus Hass und extremer Intoleranz angegriffen haben.

Die World Outgames finden noch bis zum 2. August in der dänischen Hauptstadt statt. In 38 verschiedenen Aktivitäten − von Aerobic bis Wasserpolo − können die Teilnehmer verschiedener Leistungsniveaus gegeneinander antreten. Erwartet werden mehr als 5.500 schwule, lesbische, bisexuelle und transgender Gäste aus aller Welt. Ein Großteil der Teilnehmer aus mehr als 100 verschiedene Nationen hat sich bereits im Vorfeld für die zweiten World Outgames angemeldet − am stärksten vertreten sind Sportler aus Europa, Nordamerika und Australien.

Neben den zahlreichen sportiven Veranstaltungen, haben die Organisatoren aber auch für einen kulturellen und gesellschaftlichen Rahmen gesorgt. So finden neben verschiedenen Darbietungen und Ausstellungen, auch zahlreiche Partys statt. Das Tanzbein darf also geschwungen werden − Der Muskelkater freu sich.

Zudem findet von Montag bis Mittwoch eine Menschenrechtskonferenz statt, bei der über die Probleme und Anliegen der LGBT-Community debattiert und diskutiert werden darf. Zum Abschluss der 2. World Outgames laden die Veranstalter zu einer großen Parade durch Kopenhagen ein.

Foto`s vom Eröffnungsabend:

(Fotografen: Magnus Rognvid(2), Martin Kristiansen(3))

Schwule Männer spenden Blut! Bundesweite Umfrage mit überraschendem Ergebnis!

Bereits Anfang des Monats haben der Verein „Schwules Blut” und GAYS.DE zu einer ersten bundesweiten Umfrage unter homo- und bisexuellen Männern aufgerufen. Hintergrund war die grundlegende Bereitschaft und das Risikoverhalten, der als Risikogruppe definierten „potentiellen” Spender, zu erfragen. Bisher sind Homosexuelle in Deutschland von der Blutspende − ohne Ausnahme −  ausgeschlossen.
„Schwules Blut” und die Online-Community GAYS.DE, freuen sich über die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage und hoffen, dass neue Gedankenanstöße für die Regelung und den Umgang mit Spenden von Männern, die mit Männern sexuellen Kontakt haben, geschaffen werden können.

Insgesamt haben mehr als 1.200 Probanden an der bundesweiten Umfrage teilgenommen. In einem Online-Fragenkatalog wurden die Teilnehmer nach ihrem Spendeverhalten sowie ihrer Einstellung zum Thema Safer Sex befragt. Ergebnis ist, dass 53 Prozent der Befragten − trotz des derzeit geltenden Ausschlusses − regelmäßig zur Blutspende gehen. Als weiteres positives Ergebnis konnte die Umfrage belegen, dass unter allen Spendern ein umfangreiches Wissen über Safer Sex vorherrscht. Zudem lebt ein Großteil der Befragten in einer festen monogamen Beziehung − wie vom Bundesgesundheitsministerium bei heterosexuellen Spendern vorausgesetzt.
Lars-Haucke Martens, Vereinssprecher von „Schwules Blut”  ist von den Ergebnissen begeistert: „Der generelle Ausschluss homo- und bisexueller Männer ist offensichtlich überflüssig. Schließlich gibt es in Deutschland keine steigenden Zahlen von HIV-Infektionen durch Blutspenden − obwohl täglich Schwule zur Blutspende gehen.”

Mit den Ergebnissen der Online-Umfrage hat der Verein „Schwules Blut”  eine neue Argumentationsgrundlage gegenüber den derzeit gültigen Richtlinien zur Blutspende. Die Spendenbereitschaft bei homo- und bisexuellen Männern ist vorhanden − anhand der Auswertung kann nun auch nachgewiesen werden, dass eine generelle Befragung zur sexuellen Orientierung eines Spenders unzureichend ist. Jeder Heterosexuelle, der ungeschützten Geschlechtsverkehr praktiziert, lebt deutlich verantwortungsloser. Danach wird im Fragebogen vor der Blutspende allerdings nicht gefragt − noch nicht.

Eine umfangreiche Präsentation aller Ergebnisse der Online-Umfrage, werden auf der Jahrespressekonferenz von „Schwules Blut” ausführlich vorgestellt. Der Termin wird noch bekannt gegeben.