Schwul und Karriere? Die MILK zeigt Dir den Weg

Die soziale Vielfalt konstruktiv nutzen – Das ist genau der Tenor, mit dem sich die MILK – Deutschlands erste Karrieremesse für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender – auseinandersetzt. In Sachen Diversity Management ist in dem letzten Jahr viel gesprochen und diskutiert worden. Was ist aber wenn´s konkret wird?
(GAYS.DE berichtete)

Auf der MILK 2011 kann sich am 28. Mai sowohl Homo als auch Hetero über mehr als 50 Unternehmen informieren, die ihre Mitarbeiter schätzen und anerkennen. Mit dem Bl8ick fürs Wesentliche im Hinblick auf die effiziente Nutzung der Ressourcen aller Mitarbeiter schauen eben diese auf eine gemeinschaftliche Zukunft und individuelle Förderung – fern ab von sexueller Identität und Klischees.

„Namhafte Unternehmen wie IBM, Deutsche Bank, Google, Allianz, Deutsche Post – und fortschrittliche öffentliche Institutionen, die an Vielfalt und den damit verbundenen Erfolg glauben – sind nur ein Teil der MILK 2011.“, so Stuart B. Cameron. Denn die MILK bietet nebenher noch eine Networking-Börse, bei der Studierende und Berufstätige mit Gleichgesinnten in Kontakt treten können.

Am Vortag der Messe, also am 27. Mai, findet der große MILK Diversity Kongress statt. Hier werden Vorträge sowie interessante Workshops von hochkarätigen Keynote-Speakern angeboten, die sich intensiv mit LGBT-Diversity beschäftigen.

Gemeinsam mit MILK verlost GAYS.DE insgesamt 10 Freikarten für den Messetag am 28. Mai 2011 in Berlin. Wer eines der begehrten Tickets ergattern möchte, der muss nur einen kurzen Kommentar hier in den GAYS.DE News oder auf der GAYS.DE Fanseite bei Facebook hinterlassen. Wir drücken die Daumen!

17. Mai – Internationaler Tag gegen Homophobie

Nur noch knapp zwei Wochen und es ist wieder so weit: Der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie steht an. Weltweit, bundesweit und auch direkt in Eurer Nähe, werden wieder zahlreiche Aktionen stattfinden, um auf die Situation von Schwulen und Lesben aufmerksam zu machen.

17.MAI 2011 – IDAHO

Die „leichteste Aktion gegen Homophobie“ fand bereits letztes Jahr in New York, Peking, Moskau, Paris, Wien, Helsinki und Berlin sowie Hamburg statt. In diesem Jahr treffen sich Schwule und Lesben, Transgender und Bisexuelle aber auch Freunde, Eltern, Geschwister und Kollegen in Berlin,  Dresden, Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, Schweinfurt, Schwerin, Wiesbaden und Würzburg sowie St. Petersburg und Erevan, um gemeinsam tausende Luftballons in den Himmel zu entlassen.

Zu den so genannten RainborwFlashs werden wieder unzählige Wünsche und Botschaften in die Welt entlassen, die für einen antidiskriminierenden und gewaltfreien Umgang mit Homosexuellen stehen. Mitmachen kann übrigens jeder: Wenn in Eurer Nähe kein Event zum IDAHO stattfinden sollte, dan könnt Ihr selbst aktiv werden. Einfach Luftballons mit Eurer Botschaft in den Himmel entlassen und Ein Bild oder Video  von Eurer Aktion auf unserer Facebookseite posten.

Hier ein Überblick ausgewählter RainborwFlashs:

Berlin: 19 bis 22 Uhr, Treffpunkt Homosexuellen-Mahnmal
Dresden: 19 bis 19.15 Uhr, Theaterplatz direkt vor der Semper Oper
Hamburg: 19 bis 22 Uhr, Treffpunkt Rathausmarkt
Köln: 19 bis 22 Uhr, Treffpunkt noch nicht bekannt
Würzburg: 19 bis 19.30 Uhr, Treffpunkt im Innenhof des Rathauses

Aktion am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie

CSD wird zum „Christina Street Day“

Um die volle Vielfalt der Homo-Bewegung darzustellen, haben sich die Veranstalter des CSD in München in diesem Jahr entschlossen, den CSD zum „Christina Street Day“ zu machen.
Vom 9. – 10. Juli 2011 werden hunderttausende Lesben. Schwule, Bisexuelle und Transgender die Emanzipation der LGBT-Bewegung in der bayrischen Landeshauptstadt feiern.    „Seit Jahren veranstalten wir gemeinsam den CSD, aber die Medien berichten immer noch über die ‚Schwulenparade‘, die durch das ‚Schwulenviertel‘ zieht.“, so Thomas Niederbühl, Sprecher des CSD München. „Deshalb wollen wir mit der Umbenennung in Christina Street Day Irritation, Aufmerksamkeit und Diskussion schaffen.“, sagt er weiter. Schließlich gehe es gemeinsam um die gleichberechtigte Sichtbarkeit, Wahrnehmung und Teilhabe an der Stadtgesellschaft. Diese Gemeinsamkeit soll auch im diesjährigen Motto „Gemeinsam für uns alle“ zum Ausdruck kommen.

Das CSD-Motto richte sich aber nicht nur an die Szene, ergänzt Niederbühl: „Schließlich bereichert eine vielfältige und solidarische Szene die ganze Stadt. Von unseren Freiheiten und Lebensstilen profitieren auch alle anderen.“ Damit der Christina Street Day und sein Motto in der Stadt auffällig sichtbar wird, entsteht das CSD-Plakat wieder in Kooperation mit der städtischen Berufsfachschule für Kommunikationsdesign. (Quelle: PRIDE1/td; Foto: CSD München 2010, Kornelija Rade))

GAYS.DE Update

Der Winter steht vor der Tür und die Zeiten vor dem Rechner werden wieder länger. Wir möchten euch die dunkle Jahreszeit so angenehm wie möglich gestalten und haben zahlreiche neue Funktionen für die GAYS.DE Community entwickelt, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Welche es genau sind, erfahrt Ihr ab Montag in unserem Blog. In der Kategorie „GAYS.DE News“ werden wir Euch regelmäßig über Neuheiten, Änderungen und diverse Specials informieren und gemeinsam mit Euch die Community beleben. Eure Meinungen und Anregungen könnt Ihr als Kommentar hinterlassen und dazu beitragen, dass Eure Community noch gaynialer wird.

Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass wir die Server für die Einspielung des Updates abschalten müssen. Daher wird Eure „Lieblingsseite“ in der Nacht von Sonntag auf Montag für ungefähr sechs Stunden nicht erreichbar sein. Ab 0:30 werden wir Deutschlands größtes Netzwerk für schwule und bisexuelle Männer vom Netz nehmen.

Damit aber keiner die Nacht allein verbringen muss, werden wir unseren Blog mit zahlreichen Beiträgen aus Deutschland und der Welt füttern und unsere Facebook-Fanseite als „kommunikatives Wartezimmer“ herrichten^^

Wir danken für Euer Verständnis und wünschen Euch ein schönes Wochenende.

Euer GAYS.DE Team

Bundesregierung: Weltweiter Einsatz gegen Diskriminierung von Homosexuellen

Die Bundesregierung hat sich nach eigenen Angaben in der aktuellen Legislaturperiode aktiv für den Schutz von Homosexuellen vor Diskriminierung eingesetzt. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verweist sie darauf, dass sie sich unter anderem für die Verabschiedung von Europarats-Empfehlungen zu den sogenannten LGBT-Rechten (den Rechten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen) im Frühjahr 2010 engagiert habe. Auf EU-Ebene habe sie einen entsprechenden Maßnahmenkatalog  „maßgeblich mitgetragen“, der unter spanischer Ratspräsidentschaft vorgeschlagen und im Juni 2010 verabschiedet worden sei. Zudem unterstütze die Bundesregierung aus den Menschenrechtsprojektmitteln des Auswärtigen Amtes Projekte lokaler Nichtregierungsorganisationen zur Stärkung der LGBT-Rechte, aktuell in den Republiken Serbien, Türkei, Nigeria und Nicaragua.

Ferner betont die Regierung, dass sie das Thema Strafbarkeit von Homosexualität gegenüber Regierungen, etwa in Tansania, Sambia oder Mosambik, immer aufgreife, wenn dafür ein konkreter Anlass bestehe. Unter anderem habe sie sich auch deutlich gegen die Strafbarkeit von Homosexualität und den Gesetzentwurf zur Verschärfung der Strafrechtsparagrafen in der Republik Uganda ausgesprochen.

Budgethilfe werde Partnerländern allgemein nur gewährt, wenn Mindestvoraussetzungen im Bereich der  „guten Regierungsführung“ und der Menschenrechte gewährleistet seien, schreibt die Regierung weiter. Die Einhaltung dieser Grundprinzipien werde jährlich überprüft. So sei in Sambia im August dieses Jahres eine Tranche aufgrund von aktuellen Bedenken bezüglich guter Regierungsführung zurückgehalten worden. Mit Staaten, in denen Homosexualität mit dem Tode bestraft werden kann, wie Saudi-Arabien, Iran, Nordsudan und Somalia, arbeite Deutschland entwicklungspolitisch nicht zusammen, betont die Bundesregierung. (Quelle: PM/Deutscher Bundestag)

NRW startet „Aktionsplan gegen Homophobie“

Die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will mit einem „Aktionsplan gegen Homophobie“ gegen Diskriminierungen von Lesben und Schwulen ankämpfen. “Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender begeg-nen noch immer Anfeindungen und Diskriminierungen, homophobe Ein-stellungen und Verhaltensweisen sind an der Tagesordnung. Die rot-grüne Landesregierung tritt deshalb für ein gesellschaftliches Klima ein, in dem Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können”, so die Emanzipationsministerin Barbara Steffens.

Expertenschätzungen zufolge sind fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung lesbisch oder schwul. In Nordrhein-Westfalen wurden von 2001 bis Ende 2009 rund 9000 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen. Die Zahl der Regenbogenfamilie steigt: Rund 11.400 Kin-der leben bundesweit in offen gleichgeschlechtlich lebenden Partner-schaften. Nach einer Umfrage der Universität Bielefeld (Forschungs-projekt gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit/2008) halten dennoch 38 Prozent der Deutschen Homosexualität für unmoralisch. “Das ist ein Anstieg gegenüber den Vorjahren und Beleg dafür, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender – kurz: LSBT- stärker von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind”, so die Ministerin. Dies spiegle sich beispielsweise in einer im Vergleich zu heterosexuellen Jugendlichen höheren Suizidrate bei jungen Lesben und Schwulen sowie in Gewalterfahrungen, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum wider.

Die Landesregierung will jeglicher Diskriminierung dieser Personengruppen konsequent begegnen. Ihr Ziel ist ein tolerantes Nordrhein-Westfalen, in dem Vielfalt selbstverständlich gelebt werden kann. “Alle Ressorts sind angehalten, den Abbau von Diskriminierung und Homophobie in ihren Fach- und Haushaltsplanungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus wollen wir mit einem Aktionsplan gegen Homophobie Veränderungsprozesse in allen relevanten Bereichen anstoßen, um für mehr Verständnis und Toleranz zu sorgen”, erklärte die Ministerin. Neben breiter Aufklärung bestehe Handlungsbedarf etwa in der Aus- und Weiterbildung an Schulen, in Freizeit- und Begegnungsstätten und bei Pflegeangeboten. Es könne zum Beispiel nicht tatenlos hingenom-men werden, dass schwulendiskriminierende Schimpfworte auf Schulhöfen gängig seien. Hier gelte es, Schülerinnen und
Schüler ebenso wie Lehrkräfte und Eltern für einen respektvollen Umgang zu sensibilisieren, der Jugendlichen ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Coming-out ermögliche. Ebenso müssten ältere Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender auf Wohn- und Begegnungsmög-lichkeiten treffen können, die ihrer spezifischen Lebensweise entsprechen. “Niemand soll sich in unserer Gesellschaft wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken müssen – weder in der Schule, noch am Arbeitsplatz oder beim Sport”, so die Ministerin.

Die vom Kabinett beschlossene Planungsgruppe wird im Dezember dieses Jahres erstmals tagen. Ihr sollen Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, Verbänden und Ministerien sowie weitere Expertinnen und Experten aus der Praxis angehören. Bis Ende 2011 soll der Aktionsplan gegen Homophobie erstellt und sukzessive, spätestens ab 2012, in die Praxis umgesetzt werden. Durch das Lebenspartnerschaftsgesetz von 2001 und das nordrhein-westfälische Anpassungsgesetz der rot-grünen Landesregierung aus dem Jahr 2005 sowie durch verschiedene Entscheidungen des Bundes-verfassungsgerichts habe sich die Rechtsstellung von Lesben und Schwulen bereits deutlich verbessert, betonte Ministerin Steffens. “Aber von gleicher Würde und gleichen Rechten für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender sind wir noch ein ganzes Stück entfernt.” (Quelle: PRIDE1/ml; Bild: GrüneAndersrum)

Homosella in Trier – Antihomophobiewoche in Greifswald

Heute, am 5. November 2010 ist es soweit – Die 12 Homosella lockt noch bis zum 27. November nach Trier ein. Was sich hinter diesem so wohlklingenden Namen verbirgt? Gemeint sind die Schwul-Lesbischen Kulturtage, organisiert vom Autonomen Feministischen Frauen- und Lesbenreferat und dem Autonomen Schwulenreferat des AStA der Universität Trier.

In diesem Jahr sind die Augen der „Homosella“ vor allem auf die mediale Repräsentation von Homo- und Bisexualität gerichtet. Wo finden sich zum Beispiel schwule7lesbische Protagonisten in unseren geliebten Serien wieder, welcher Politiker steht offen zu seiner eigenen sexuellen Identität oder wie weit geht schwuler und lesbischer Journalismus. Insgesamt haben sich die Organisatoren wieder eine Menge Veranstaltungen einfallen lassen, um nicht nur die queere Community anzusprechen. Film- oder Theaterabende, Vorträge und Ausstellungen werden zu einer erfolgreichen Homosella 2010 beitragen. Den Abschluss der Kulturtage bildet die legendäre Homosella-Abschlussparty mit DJ rowDee. Das komplette Programm findet ihr hier.

Aber auch im Norden setzen sich Studierende für mehr Akzeptanz gegenüber Lesben und Schwulen gern ein. So veranstaltet zum Beispiel der AStA der Uni Greifswald vom 8.11 bis zum 12.11 zum ersten Mal die Antisexismus und Antihomophobiewoche.
Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, haben die Studenten drei Kurzfilme produziert, von denen wir Euch einen hier vorstellen möchten:

Das komplette Programm der Antisexismus und Antihomophobiewoche findet Ihr  bei Facebook.

Ignoranz, Schikane oder einfach nur homophob?

- In Gedanken -

Wen stört es, dass wir schwul sind? Anscheinend doch mehr Menschen als wir glauben. Vielleicht sehen Heterosexuelle es auch aus einem anderen Blickwinkel – aus welchem sei dahingestellt – erklären kann ich mir so einige Handlungen und Aktionen dennoch nicht.
Nach den Ereignissen der vergangenen Woche stelle ich mir immer wieder die Frage – Warum? Warum gibt es Menschen, die sich (vielleicht nur) einen Spaß daraus machen, ihre homosexuellen Mitmenschen zu schikanieren. Nicht nur dass Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender nicht immer und überall als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft angesehen werden, zusätzlich wird eben diesen Personengruppen immer wieder das Leben schwer gemacht. Aber warum?

Ein schwuler Student hat in New Jersey Selbstmord begangen, nachdem seine Kommilitonen ihn beim Sex mit einem Mann gefilmt haben und das Video ins Netz gestellt hatten. Traurig aber wahr. Und es geht noch weiter: In Kalifornien ist ein 13-Jähriger tot aufgefunden worden. Seine Mitschüler haben ihn aufgrund seines offen schwulen Auftretens schikaniert. Wie Ellen DeGeneres in einer Videobotschaft berichtete, haben sich zwei weitere Selbstmorde durch das homophobe Verhalten der Mitmenschen in den vergangenen Tagen ereignet. Die offen lesbische US-Talkerin ist entsetzt und ruft die Community – weltweit – dazu auf, gegen Homophobie vorzugehen.

Wer jetzt denkt, das ist alles weit weg, der irrt. Auch in Deutschland und Europa sind Schwule und Lesben noch immer nicht voll akzeptiert. Nicht nur das unsere Rechte im Vergleich zu unseren heterosexuellen Mitmenschen beeinträchtig sind, auch die öffentliche Wahrnehmung von Schwulen und Lesben scheint mehr und mehr von homophoben Gedankengängen geprägt. Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit warnt vor der zunehmenden Gewalt gegenüber Homosexuellen. Gewalttaten, gar Übergriffe mit Todesfolge sind auch bei uns existent.

Vor gut einer Woche war im WDR Fernsehen die Reportage „Schwul im Sauerland“ zu sehen. Die Geschichte eines jungen Mannes, der in einem vorherigen Beitrag sein Outing vollzog, wurde geschildert. Abneigung, Respektlosigkeit, gar Drohungen gegen ihn wurden endrichtet. Selbst Angehörige und Freunde mussten sich der „bösen Zunge“ der Gemeinde hingeben und wurden für den gebotenen Rückhalt mit Verachtung gestraft. Erschreckend wenn man bedenkt, dass wir im 21. Jahrhundert leben und Toleranz und Miteinander das wohl immer noch höchste Gut in unserer Gesellschaft darstellen sollten. Erschreckend und dennoch Realität in Deutschland.

Unter Jugendlichen gilt „Schwuchtel“ und „schwul“ immer noch als beliebtes Schimpfort und Synonym für etwas negatives. Leider. Zahlreiche Verbände, Institutionen und Privatpersonen setzen sich dennoch jeden Tag aufs Neue dafür ein, dass Schwule und Lesben in unseren Reihen eine Platz finden. Diesen gilt UNSER aller DANK. Vor allem wenn man bedenkt, wer unsere Mitmenschen alles beeinflussen kann. Denn erst gestern hat der bekannte US-Rapper 50 Cent über seinen twitter-Account verkündet, dass eine Welt ohne Homosexuelle eine bessere ist. Den tweet (so nennt man einen Eintrag beim Microbloggin-Dienst) lesen, konnten auch mehr als zwei Millionen Deutsche Nutzer.  (RZ)

20 Jahre Jugendnetzwerk Lamda

Lambda – Ein Zeichen, dass mehr ist als ein griechischer Buchstabe: Das Symbol „λ“ steht weltweit für lesbische und schwule Lebensweisen. In Deutschland ist der Verband seit mittlerweile 20 Jahren aktiv und leistet seinen Beitrag in der schwul-lesbisch-transidenten Jugendarbeit. Zahlreiche Veranstaltungen zur Aufklärung und Weiterbildung werden Jahr für Jahr angeboten. Dabei werden immer die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern vertreten und geachtet, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik.

„Wir treten ein für Akzeptanz und Unterstützung von lsbt Lebensweisen in unserer Gesellschaft, für die Gleichberechtigung der Geschlechter und für das Recht aller jungen Menschen auf freie Persönlichkeitsentfaltung und Meinungsäußerung.“, so der Bundesverband. Besonders hervorzuheben ist aber, dass ein Großteil der Arbeit von Jugendlichen selbst bestritten wird. In Coming-out-Gruppen, Seminaren und diversen Freizeiten, tragen diese selbst zum Erreichen von mehr Akzeptanz und einen toleranteren Umgang in der Gesellschaft bei.

Kommenden Monat wird das 20-jährige Bestehen von Lambda in Frankfurt am Main mit der Veranstaltung „20 Jahre Einheit“ groß gefeiert. Vom 15. bis 17. Oktober können Interessierte Jugendliche und Junggebliebene an diversen Workshops und Diskussionsrunden teilhaben und die anschließend im Szenelokal „Pulse“ die Tanzfläche unsicher machen.

Anmeldungen zur Tagung und Jubiläumsfeier in Frankfurt können bis zum 24. September auf der Homepage vorgenommen werden oder direkt an die Bundesgeschäftsstelle in Erfurt gerichtet werden.

Gaymeinsam sind wir was wir sind

Zwei Motti – ein Thema: Die Christopher Street Days an diesem Wochenende stehen ganz im Zeichen von Toleranz und Transparenz. Einmal mehr werden Schwule, Lesben, Bisexuelle und sexuell anders Orientierte gemeinsam auf die Straßen gehen und für ihre Rechte kämpfen. Vielfältigkeit – egal ob in Provinz oder Großstadt – darauf wollen die CSDs aufmerksam machen.

In Kassel wird aber nicht nur eine individuelle Lebensweise jeden Einzelnen zelebriert, in diesem Jahr feiert man das 10te Jubiläum. Bereits seit einer Woche feiert man(n und Frau), bei zahlreichen Veranstaltungen der schwullesbischen Kulturtage, die Erfolge der letzten Jahre. Krönender Abschluss wird am Samstag, 21. 08.2010 die große Jubiläumsparade vom Kongresspalais zum Königsplatz sein. Anschließend wird die Besucher ein buntes Programm auf Bühne und Straßenfest erwarten, bevor es zur Jubiläumsparty in die documenta Halle geht. Unter dem Motto: „Gaymeinsam vorwärts – Wir sind 10!“ werden die Hessen und ihre Besucher einmal mehr bestätigen, dass politische Forderungen und ausgelassenes Feiern zusammenpassen.

Keine Parade, dafür aber ein Programm, das sich sehen lassen kann, werden die Besucher des Siegener CSDs erleben können. „Wir sind was wir sind – Menschen“ heißt es am Samstag rund um die Siegplatte. Infostände, Präventionsarbeit und diverse Freizeit- sowie gastronomische Angebote werden verstreten sein. Musikalisch gibt es unter anderem von P.Laste & E.Laste auf die Ohren.
Wie schon in den letzten elf Jahren, werden die Siegener auch in diesem Jahr wieder beweisen, dass sie es mit den Großveranstaltungen in München, Berlin, Hamburg und Köln aufnehmen können. Allein mit dem größten Gay-Event in der Region, welches am Abend in der Siegerlandhalle stattfindet, dürfte der CSD wieder ein unvergessliches Erlebnis werden.

Wer auf einem der beiden CSDs vertreten ist und seine Kamera dabei hat, kann übrigens gerne als GAYS.DE Reporter aktiv werden. Einfach eine kurze Mail an csd@office.gays.de senden und Eure Bilder werden in der GAYS.DE Bildergalerie veröffentlicht. Natürlich werdet ihr als GAYS.DE Reporter auch in Eurer Community präsentiert. Also ran an den Auslöser.