EU zwingt Homophobie in die Knie

Ermahnungen und fortwährender Protest einiger Menschenrechts- und LGBT-Institutionen und nicht zuletzt die Aufforderung des EU-Parlaments haben dazu geführt, dass in Litauen die Diskriminierung von Homosexuellen vorerst gestoppt – zumindest aber eingedämpft ist. Die Regierung des Landes konnte sich darauf verständigen, dass „Werbung für Homosexuelle“ nicht mehr unter Strafe gestellt wird. Dies galt bis dato als Straftat, da Jugendliche „ans andere Ufer“ geleitet würden. (GAYS.DE berichtete)

Das litauische Parlament hat aber nicht nur dieses Gesetz gekippt, sondern auch eine bedeutende Erweiterung beschließen können. So gilt ab sofort, dass Diskriminierung generell verboten ist. Im Detail heißt dass, dass Werbung in Funk und Fernsehen nicht mehr die menschliche Würde antasten darf und diskriminierende Äußerungen und/oder Andeutungen komplett untersagt sind. Das neue Mediengesetz Litauens beinhaltet zudem den ausdrücklichen Passus, dass Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung einer Person untersagt ist.

Im Ursprünglichen Gesetz vom November 2010 hieß es noch, dass öffentliche Werbung für Homosexuelle unter eine Mindestgeldstrafe von 2.900 € zu stellen ist. Als Argumentationsgrundlage diente der Schutz der Kinder und Jugend, die von eben solcher Werbung „verleitet“ werden könnten.
Litauen zählt zu den homofeindlichsten Staaten in Europa. Verbote von Christopher Street Days, Demonstrationen zu Menschenrecht- und Persönlichkeitsrecht oder die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren – in Litauen gelten Homosexuell als „böse Bürger“.

Beiträge zur Lage in Litauen in den GAYS.DE News

Hamburg erwartet 300.000 Besucher zum 31. CSD!

Unter dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ feiern Homo-, Bi- und Transsexuelle vom 30. Juli bis 7. August 2011 den 31. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg. Höhepunkte sind das CSD-Straßenfest an der Alster sowie die große CSD-Parade, die am Samstag, den 6. August ab 12 Uhr durch die Hamburger Innenstadt zieht. Eine festliche Eröffnungsgala, zahlreiche Infoveranstaltungen und verschiedene Partys runden das Programm ab. Schirmherr des CSD ist in diesem Jahr Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Der Hamburger CSD steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Coming-outs. Mit dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ sollen sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen. „Viele haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit zu outen“, sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Betroffenen Mut zu machen, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Problemen nicht alleine sind.“

Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern werden Homo-, Bi- und Transsexuelle in Deutschland noch immer in verschiedenen Bereichen benachteiligt. Der 31. CSD fordert deshalb die volle rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, eine Öffnung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Ergänzung des Grundgesetzartikels 3 um das Merkmal „Sexuelle Identität“. Auch eine Reform des Transsexuellengesetzes sowie eine Entschädigung aller nach 1945 wegen homosexueller Handlungen verurteilter Menschen gehören zum Forderungskatalog.

Mit zahlreichen Fußgruppen, PKWs und Trucks zieht am Samstag, den 6. August die CSD-Parade durch die Hamburger Innenstadt. Um 12 Uhr startet die Demonstration in der Langen Reihe und zieht in die Mönckebergstraße, wo gegen 13:45 Uhr eine politische Kundgebung stattfindet. Anschließend geht es über die Lombardsbrücke zum Jungfernstieg, wo die Parade gegen 15:30 Uhr endet.  Bereits am Freitag, den 5. August öffnet das CSD-Straßenfest auf dem Jungfernstieg und dem Ballindamm seine Tore. Bis einschließlich Sonntag sorgen zahlreiche Infostände, Gastronomiebetriebe und Musikinseln für ein buntes Treiben. Bands, Künstler, Politiker und führende Szenevertreter werden auf der Talk- und Musikbühne gegenüber der Europa-Passage erwartet. Das CSD-Straßenfest ist an allen Veranstaltungstagen bis 22/24 Uhr geöffnet.

Offiziell eröffnet wird der Hamburger CSD bereits am 30. Juli mit der PRIDE NIGHT, der festlichen Gala in den „Fliegenden Bauten“. Stars des Abends sind unter anderem Travestieikone Elke Winter und TV-Moderatorin Kim Fisher. Beginn ist um 19:30 Uhr. Im Anschluss steigt in den „Fliegenden Bauten“ ab 23 Uhr die offizielle CSD-Opening-Party, die erstmals in Kooperation mit der größten Hamburger Szenepartyreihe Pink INC stattfindet. Bis zum 7. August stehen mehr als  100 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Lesungen, Diskussionen, Partys und ein Open-Air-Kinoabend im Schanzenpark. Zentraler Veranstaltungsort der Pride Week ist das CVJM-Haus an der Alster, das vom 31. Juli bis 4. August als „Pride House“ täglich ab 17 Uhr geöffnet hat.

Der erste Hamburger ELECTRO PRIDE startet am Freitag, den 5. August um 23 Uhr im Uebel&Gefährlich. Headliner ist das international gefeierte DJ-Duo M.A.N.D.Y. (Get Physical Music, Berlin). Aber auch nach der Parade darf noch einmal bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Im Edelfettwerk beginnt am Samstag, den 6. August um 22 Uhr der PRIDE DANCE, die größte CSD-Abschlussparty der Stadt. Auf drei Floors, zwei Chillout-Lounges und einer Outdoor-Area sorgen insgesamt acht DJs für eine lange Nacht. Unter anderem dabei: Ben Manson (Walkgroup/La Demence, Brüssel), Frau Hoppe (Wunderbar) und DJ Berry E. (Pop The Floor).

Alle CSD Termine aus Deutschland und Europa findet Ihr auch im GAYS.DE CSD & Pride Guide. Zudem alle Bilder der GAYS.DE Reporter sowie von ausgewählten Veranstaltungen.

„Liebe ist …“ – das war der CSD Köln 2011

Tatjana Taft und Claudia Roth beim Start der CSD Parade 2011. Weitere Bilder ...

Ein Wechselbad der Gefühle bot das CSD-Wochenende in Köln in diesem Jahr – und wie sollte es anders sein, dass Wetter hat mitgespielt. Auch nach 20 Jahren, konnte Petrus seine Tropfen fern halten.

Unter dem Motto „Liebe ist…“ zog gestern die CSD-Parade durch Kölns Innenstadt. Vielfältig und bunt setzten etwa 20.000 Teilnehmer das Motto um. Bei der Parade war Liebe manchmal ernst („…Verantwortung“), manchmal ethisch („…Gott sei dank, keine Schande“) manchmal witzig („…ein Lesben-Pfläumchen“), manchmal politisch („…diskriminierungsfrei“), immer aber kreativ umgesetzt.

Sabine Arnolds vom Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentags (KLuST) freut sich: „Selten sahen wir das ColognePride-Motto so durchgängig und mit unterschiedlichen Botschaften versehen auf der CSD-Parade. Das zeigt, der CSD Köln ist eben immer noch vor allem eine Demonstration für Akzeptanz und Toleranz vielfältiger Lebensstile.“ Genauso viele Zuschauer wie im letzten Jahr sahen das genauso. Nach veröffentlichten Berichten jubelten demzufolge etwa 900.000 Besucher am Paradeweg durch die Kölner Innenstadt.

Zur Abschlusskundgebung auf dem Kölner Heumarkt sprach Polit-Prominenz aus Berlin, Köln und Düsseldorf zum aufmerksam zuhörenden Publikum. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kauch gewann die Kölner mit dem herzhaften Bekenntnis: „Der Kölner CSD ist viel geiler als der Berliner“. Grünen-Chefin Claudia Roth und ihr Partei-Kollege Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher seiner Partei, gingen hart mit der aktuellen Bundesregierung ins Gericht und forderten diese auf, endlich die rechtliche Gleichstellung für Lesben, Schwule und Trans* zu vollenden. Roth sagte vehement: „Unsere Geduld ist zu Ende“.

Neben solchen Politikern, die schon seit langen Jahren den CSD unterstützen, gab sich erstmals auch die Regierungsspitze des Landes Nordrhein-Westfalen die Ehre zur politischen Abschlussveranstaltung: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sprach sich mit deutlichen Worten gegen die Diskriminierung unserer Minderheit aus. Außerdem kündigte sie weitere Initiativen des Landes über den Bundesrat an, dessen Präsidentin sie derzeit auch ist. Realistisch konstatierte Kraft: „Da sind dicke Bretter zu bohren, aber die muss man dann auch bohren.“

Der KLuST machte in seiner politischen Auftaktrede deutlich, dass in Deutschland die rechtliche Gleichstellung weit vorangeschritten sei, aber auch hierzulande und sogar im liberalen Köln Schwule, Lesben und Trans* mit Vorurteilen zu kämpfen hätten. Der Veranstalter kündigte darüber hinaus an, die Initiativen der nordrhein-westfälischen Regierung kritisch zu verfolgen. Dennoch zeigte sich Sprecherin Sabine Arnolds erfreut und stolz über den hohen Besuch: „Die Ministerpräsidentin hat damit ein kraftvolles Zeichen für Toleranz und Akzeptanz gesetzt. Nach 20 Jahren zeigt die Regierungsspitze, dass Liebe – egal welcher Couleur – in Nordrhein-Westfalen willkommen ist. Selbstverständlich laden wir Frau Kraft heute schon ein, im nächsten Jahr wiederzukommen.“

Mehr zum CSD Wochenende in Köln und zum GAYS.DE CommunityCamp könnt Ihr in den kommenden Tagen lesen. Auch mit Bildern und kleinen Anekdoten werden wir Euch auf Facebook und twitter auf dem Laufenden halten. Das Datum für den ColognePride 2012 steht übrigens bereits fest: Der Auftakt wird am 23. Juni sein, das CSD-Wochenende vom 6. bis 8. Juli 2012. (Bild: dpa)

ColognePride: „Für deinen Mut“ – Dirk Bach erhält die Kölner Lesben- und Schwulentrophäe

Am 2. Juli 2011 verleiht der CSD Köln zum zweiten Mal die „Kölner Lesben- und Schwulentrophäe“ (KLuST). In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Dirk Bach. Gegen 19 Uhr nimmt der Comedian und Schauspieler auf der Hauptbühne am Heumarkt die KLuST persönlich entgegen. Die Laudatio hält seine Freundin und Weggefährtin Hella von Sinnen, die vor zwei Jahren als erste die KLuST erhielt.

Schlagfertig und witzig – so kennt das Publikum Dirk Bach. Doch der Comedian hat auch eine ernste Seite. Und die zeigt er nicht nur auf der Bühne. Seit vielen Jahren setzt Dirk Bach sich für politische und soziale Belange ein, unter anderem für die gesellschaftliche Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*. In seinem Engagement drängt er sich nicht nach vorn, sondern unterstützt oft von der Öffentlichkeit fast unbemerkt. Unermüdlich setzt er sich für Menschen ein, die von HIV und Aids betroffen sind, wirbt für Prävention und sammelt Geld für die wichtige Arbeit unter anderem von Projekten der Aidshilfe Köln. 2002 hatte er die Idee für ein ganz besonderes Benefizkonzert. „Cover me“ – Prominente covern ihre Lieblingssongs. Das Charity-Event hat inzwischen Kultcharakter in Köln.

„Liebe ist…“ lautet das Motto des ColognePride 2011. Dirk Bach hat die Liebe gefunden. 1999 verlobte er sich mit seinem Lebensgefährten. Heiraten will er dennoch erst, wenn verpartnerte Lesben und Schwule neben den gleichen Pflichten auch die gleichen Rechte wie heterosexuelle Ehepaare genießen. Als Mitglied des Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) unterstützte er deshalb die Aktion „Eins zu Eins“, die die rechtliche Gleichstellung zum Ziel hatte. Denn Liebe hat immer den gleichen Wert und sie verdient Respekt.

CSD Köln wir sind dabei!

Auch GAYS.DE widmet seine Teilnahme am Christopher Street Day in Köln dem Motto: „Liebe ist…“ Denn für uns heißt es: „Liebe ist Vielfalt“ – Fern ab von Klischee- und Rasterdenken, möchten wir nicht nur sagen, dass Schwule und Bisexuelle Männer zu GAYS.DE gehören, sondern auch die eigenen persönlichen Interessen, Vorlieben und Wünsche eines Jeden. Und daher ist Liebe eben auch Vielfalt.
Wo Ihr uns treffen und gemeinsam mit uns feiern könnt findet Ihr detailliert in unserem Veranstaltungskalender auf Facebook. Eine kurze Übersicht gibt es schon hier:

Freitag, 01.07.2011:

20:00 Aids-Gala Köln, Maritim Hotel

22:00 Gay Students Nicht & Twinkylicious, VENUE

Samstag, 02.07.2011:

12:00 Straßenfest

22:00 Kerzenlichter gegen das Vergessen, Heumarkt

anschließend Closer2Heaven CSD-Special, Gloria

Sonntag, 03.07.2011:

12:00 CSD Parade, Deutzer Brücke

17:00 Abschlußkundgebung, Heumarkt

22:00 CSDance 2011 Offizielle ColognePride-Closing-Party, VENUE

 

700.000 waren mit uns in Berlin

Am Samstag war es endlich soweit. Der erste Christopher Street Day an dem Eure Community teilgenommen hat.  Mit mehr als 700.000 Menschen aus aller Welt waren wir in Berlin auf der Straße und haben „Fairplay für Vielfalt“ gefordert. Gemeinsam mit unserer Glamour-Queen Tatjana Taft, haben wir wieder durchgehalten. Die ersten Bilder gibt’s hier.

Begleitet von bunt, schillernden Kostümen und aufwendig geschmückten Wagen, sind wir vom Kurfürstendamm zum Brandenburger Tor gezogen. Eröffnet wurde das Spektakel in diesem Jahr einmal nicht vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit sondern von Dirk Zingler, Präsident des Fußballclubs Union Berlin – getreu dem Motto eben. Auch diesmal wurde der bunte Umzug von Drag Queens und leicht bekleideten Sambatänzern dominiert. Männer in Lack und Leder waren ebenso dabei wie Teilnehmer im Piratenkostüm oder im Biene-Maja-Outfit. Transparente mit politischen Forderungen erinnerten aber auch daran, dass die Parade eigentlich eine Protestveranstaltung ist.

Im Vergleich zum letzten Jahr waren es mehr Besucher am Straßenrand. Vielleicht auch ein Eindruck, den die verkürzte Paradestrecke mit sich brachte. Obwohl der Fußweg kürzer war, benötigten wir dennoch mehr Zeit – Mit eineinhalb Stunden Verspätung waren wir in der Nähe des Brandenburger Tors, an dem bereits um 16:00 Uhr die Abschlusskundgebung stattgefunden hatte.

New York öffnet sich – Deutschland bricht EU Gesetze!

Es war die Parade zum Christoper Street Day geplant und in den Straßen von Manhattan sah es genau so aus – Nur eben noch voller und noch bunter. Ein Meer von Regenbogenfahnen, Hunderttausende mit und ohne transparenten, nackte Haut, bunte Kostüme. Die New Yorker hatten etwas zu feiern.

In der Nacht von Freitag auf Samstag, hat der Senat mit den Stimmen der Demokraten und vier Überläufern der republikanischen Mehrheit für ein „JA“ für die Homo-Ehe votiert. Damit ist es nun offiziell – in New York dürfen Homosexuelle ab sofort heiraten. Damit ist der Bundesstaat New York nun Nummer sechs in den USA.

Trotz mehrfacher Bitten und einschlägiger Aktionen der katholischen Kirche, wurde die Entscheidung unabhängig von Religion und Meinungen – lediglich nach menschenrechtlichen Aspekten – getroffen. Kardinal Timothy Dolan sieht in dieser Öffnung eine „Bedrohung“ und bezeichnete die gleichgeschlechtliche Ehe als unmoralisch.

Ob unmoralisch oder nicht – Die Entscheidungen der Deutschen Regierung sind in Bezug auf Homosexuelle auf jeden Fall nicht tolerierbar. Erst kürzlich war ein Antrag auf die endgültige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare im Steuerrecht im Bundesrat gescheitert. (GAYS.DE berichtete) Nun soll es am 30. Juni erneut um die Rechte von Homosexuellen gehen – doch wie es scheint ohne Aussicht auf Erfolg. Medieninformationen zu Folge werden auch zukünftig verpartnerte Beamte nicht mit ihren heterosexuellen Kollegen gleichgestellt werden, zumindest wenn es nach der CDU geht. Die Christ-Demokraten sind für ein tolerantes Miteinander, sprechen sich aber immer wieder gegen die Öffnung der Ehe aus. Eine Angleichung von homo- und heterosexuellen Bürgerinnen und Bürgern ist somit wohl nicht zu erwarten.

Wenn dies am Donnerstag tatsächlich der Fall sein sollte, dann verstößt die Entscheidung gegen ein im Mai vom Europäischem Gerichtshof gesprochenem Urteil. Demnach verstößt die Ungleichbehandlung von verpartnerten Beamten gegen die EU-Gleichbehandlungsrichtlinie. (GAYS.DE berichtete).

Liebe ist Vielfalt

Bild der Woche KW25 - Tatjana Taft im Cocktaildress 2009 - Jetzt kommt was neues^^

Bild der Woche KW25 - Tatjana Taft im Cocktaildress 2009 - Jetzt kommt was neues^^

Die CSD ist schon lange gestartet und für GAYS.DE geht es morgen auch richtig los. Auf dem 33. Christopher Street Day in Berlin werden wir nicht nur an der Parade durch die Bundeshauptstadt teilnehmen – auch die Kostümpremiere für unsere Glamour-Queen Tatjana Taft steht an.

Mit 53 Wagen startet der CSD Berlin um 12:30 Uhr am Kranzler Eck. Die CSD PARADE wird vom Sportblock mit Wagen von den Füchsen, 1. FC Union, DFB/Seitenwechsel, Vorspiel angeführt. Außerdem sind neben diversen queeren Projekten auch wieder die Bahn Azubis gegen Hass und Gewalt, die BVG und die politischen Parteien mit eigenen Wagen vertreten. Außerdem wird es mannigfaltige Fußgruppen geben, die das Motto ebenso kreativ wie vielfältig umsetzen.

Eröffnet wird die CSD PARADE vom Vorstand des Berliner CSD e.V. in Anwesenheit von VertreterInnen der politischen Parteien: Klaus Wowereit (SPD), Klaus Lederer (Die Linke), Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph Meyer (FDP) und Frank Henkel (CDU). Außerdem werden prominente VertreterInnen des Sports wie Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, an der Eröffnung des CSD Berlin teilnehmen.

Wer von Euch live in Berlin dabei sein möchte, der ist herzlich eingeladen mit uns ab 12:00 Uhr der Parade zum Christopher Street Day 2011 beizuwohnen. Wir treffen uns direkt am Start am Kurfürstendamm und nach der Parade rechts von der Hauptbühne am Brandenburger Tor. Verfehlen könnt Ihr uns eigentlich nicht, da Tatjana Taft wieder mit einen einmaligen Gewandt aus der Masse herausragen wird^^.

Einen Tag vor Beginn der Frauenfußball-WM steht der CSD Berlin 2011 ganz im Zeichen des Sports. Unter dem Motto „Fairplay für Vielfalt“ wird Homophobie die rote Karte gezeigt und Akzeptanz und Förderung der sexuellen Vielfalt im Sport werden gefordert. Denn ein Coming Out ist im Sport meist noch die Ausnahme. Zu groß ist die Angst vor Schmähungen und Anfeindungen, aber auch vor einem sinkenden Marktwert eines offen schwulen Fußballers oder einer offen lesbischen Leichtathletin. Der Weltfußballverband FIFA schweigt zum Thema Homosexualität lieber.

Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung. Der Deutsche Fußballbund (DFB) startete bereits vor drei Jahren  eine Kampagne gegen Homophobie und DFB-Präsident Theo Zwanziger wird am kommenden Sonnabend auf der Bühne des CSD FINALE stehen. Dort wird er für Toleranz werben und die Laudatio auf die diesjährige Trägerin eines der Zivilcouragepreise halten: die ehemalige Profifußballspielerin Tanja Walther-Ahrens. Auch Hannelore Ratzeburg, Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball und Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, werden am CSD teilnehmen. Gemeinsam mit Profi-SportlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen werden sie mit der Aktion „Unsere 11 für Vielfalt“ für Toleranz im Sport werben.

CSD Forderungen in Berlin, welche das Motto weiter untermauern:
1. Homophobie ins Abseits: Sexuelle Vielfalt im Sport akzeptieren und fördern.
2. Allgemeine und sexuelle Menschenrechte müssen als globale Spielregeln gelten.
3. Die verfolgten Homosexuellen in Deutschland müssen moralisch und materiell rehabilitiert werden.
4. Regenbogenfamilien müssen rechtlich gleichgestellt und abgesichert werden.
5. Der Rahmenplan für sexuelle Gesundheit muss zügig umgesetzt werden.

Bei der morgigen CSD Parade in Berlin, die um 12.30 Uhr am Kurfürstendamm startet, werden auch zwei Päpstinnen und zwei Päpste im Papa-Mobil mit demonstrieren. Das Papa-Mobil hat die Wagen-Nummer 16 und wird von der Ortsgruppe Berlin-Brandenburg organisiert. (Bilddatei: Bilder der Woche KW 25, maizucker-design, Daggi Binder)

 

Party Folks – Es darf getanzt werden!

DIESEN SAMSTAG ist es wieder soweit!! Die Rebelicious in Frankfurt feiert ihren 5. Geburtstag. (GAYS.DE berichtete)
Das dies nicht einfach nur eine Party wie jede andere werden wird, das dürfte jedem schon vorab bewusst sein. Denn die Rebelicious ist einmalig – Nicht nur die Location verspricht immer wieder eine neue und einzigartige Atmosphäre, auch die Deko und vor allem die auserwählten DJ`s sind was Besonderes. So werden am kommenden Samstag neben Dennis Schell auch Sascha Dreyer und Dommy Dean ordentlich was auf Eure Ohren geben. An der Tür werden Euch Jessica Walker, Lora Vicious und Tikky von Love Rebels begrüßen, auf der Tanzfläche wird’s dann mit einer heißen Gogo-Show weiter gehen. Alle Infos zur Party, findet Ihr auf der Homepage.

Als supper-Guddi verlosen die Veranstalter übrigens nocheinmal 15 Gästelisteplätze für die 5. Rebelicious. Das Ganze funktioniert wie folgt: Einfach eine Antwort Email mit dem Betreff: Gewinnspiel und euren Vor- und Nachnamen an: Info@Splice-Agency.de schreiben und wir setzen euch auf die Gästeliste!

Eine Woche später löckt der ColognePride zum Christopher Street Day nach Köln. Zahlreiche Partys und ein großes Straßenfest erwarten Euch neben der CSD Parade am Sonntag. Was genau wo abgeht, darüber informieren wir Euch der Tage noch einmal per Newsletter. Natürlich auch wo Ihr uns findet könnt, denn das gesamte GAYS.DE Team ist vor Ort und feiert nicht nur im GAYS.DE CommunityCamp.

GAYS.DE Verlost zum ColognePride exklusive Überraschungspakete – Schnell sein lohnt sich! Einfach eine Mail an gewinne@office.gays.de mit Eurer Anschrift und mit ein bisschen Glück klingelt der Postbote bei Euch.

Einen Tipp, den wir Euch aber schon heute an die Hand geben können, ist die PhoenixCircus. Mitten im Herzen Kölns, in den Opernterrassen, werden Gays und Friends eine neue – andere – Party erleben können. Neben stylischen Partypeoplen werden Glamour Boys und durchtrainierten Muskeltypen ebenso wie Fetisch-Fans voll auf Ihre Kosten kommen. Das Team der Phoenix-Saunen und weiteren Größen der GAYszene, konnten unter anderem Clark Kent und Glaucio Duarte für Euch verpflichten. Auf insgesamt fünf Floors dürfte da für jeden von Euch was Passendes dabei sein^^.

Wann und Wo ihr da GAYS.DE Team zum Christopher Street Day in Köln treffen könnt, lest ihr kommenden Woche auch in den GAYS.DE News.

Magdeburgs OB will auch beim 10. Mal nicht!

In Sachen-Anhalts Landeshauptstadt ist so einiges los. Zum bereits zehnten Mal soll der Christopher Street Day in diesem Jahr begangen werden. Eigentlich ein Festakt, wenn es nach den Veranstaltern des CSDs geht. Doch nun hagelt er Kritik von allen Seiten.

Grund dafür ist die Ablehnung von OB Lutz Trümper als Schirmherr der Veranstaltung nicht antreten zu wollen. Trümper selbst, beruft sich auf das Verständnis der Organisatoren und Szene. Eigenen Angaben zufolge sei er zu dieser Zeit im Urlaub und nicht in der Stadt, zum anderen hat er bereits in den vergangenen neune Jahren die Schirmherrschaft abgelehnt. Er respektiere die Aktion rund um, möchte aber aus persönlichen Gründen eben nicht als Leitfigur dienen.

Als Politiker weiß Trümper, dass nicht immer alles so gesagt werden kann, wie es gedacht wird. Daher sehen sich Organisatoren und Szene auch verraten. Sie wittern Intoleranz und an ihrer Stadtspitze eine Person, die sich eben nicht für ihre rechte interessiere.

Vom Onlineportal Queer, wurde dem Lokalpolitiker nun die „Homogurke“ verliehen. Eine Auszeichnung, die Menschen erhalten, die mit Ignoranz und Respektlosigkeit gegen die Rechte und Anliegen von Schwulen und Lesben agieren.

Im Netz machen derweil immer mehr Magdeburger mobil. Im Social-Network Facebook wurde eine Online-Petition geschaltet, die für Unterstützung im Rathaus wirbt. Derzeit konnten mehr als 800 Supporter gewonnen werden.

Politik, Kultur und nackte Haut – CSD hoch drei

Strahlender Sonnenschein und nicht nur bunte Paradeteilnehmer, haben am vergangenen Wochenende dazu beigetragen, dass das erst große CSD Wochenende in Deutschland ein voller Erfolg war. Ganz im Norden – in Kiel – wurde unter dem Motto: „BUNT – mit Recht!“  für Selbstverständlichkeit geworben. Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender demonstrierten in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt und kamen zur großen Abschlusskundgebung auf dem Asmus-Bremer-Platz zusammen, bevor in der Traum GmbH das Tanzbein geschwungen werden konnte.

Weiter im Westen des Landes, trafen sich am Sonntag mehr als 10.000 Homosexuelle in Düsseldorf. Egal ob jung oder älter – bei 27 Grad im Schatten wurde nicht nur der Platz vor der Hauptbühne ordentlich gerockt. Bereits zuvor verfolgten die Besucher die 30 Paradewagen über die Königsalle bis hin zum Johannes-Rau-Platz. Buntes Treiben also auch am Rheinufer und das bei herrlichstem Sonnenschein.

Eine kleine Premiere bzw. ein  Revival erlebte der CSD in Karlsruhe. Das erste Mal nach 1999 fand in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs  wieder ein Christopher Street Day statt. Und das mit großem Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein setzten sich am Samstagnachmittag zwanzig Fußgruppen und sechs Fahrzeuge vom Friedrichsplatz aus in Bewegung zu einer knapp zweistündigen bunten, lautstarken, fröhlichen Parade durch die Karlsruher Innenstadt. Viele Schaulustige schlossen sich spontan dem Zug an, sodass am Ende etwa tausend Personen wieder zum Friedrichsplatz zurückkehrten.

Was in den kommenden Wochen noch so los ist, das könnt Ihr im GAYS.DE CSD & Pride Guide nachlesen. Am kommenden Wochenende laden unter anderem der Hannover Pride und der Leather Pride in Köln ein. Selbstverständlich halten wir Euch den ganzen Sommer über auf dem Laufenden.
(Bild: maizucker.de, Daggi Binder)