Am vergangenen Wochenende sind wieder Tausende in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen, um für ihre Rechte zu Kämpfen. Das gemeinsame Ziel: nach Anerkennung und Gleichstellung zu greifen. Auf den Christopher Street Days in Bielefeld, Konstanz, Rostock und Weimar konnte dies am Wochenende erfolgreich demonstriert werden – auch wenn mit ganz unterschiedlichen Mitteln.
Die Hauptstadt Ostwestfalens ist unter dem Motto „GEOUTET“ beflaggt gewesen, denn sowohl am Wahrzeichen der Stadt – der Sparrenburg – als auch am Rathaus wehte die Regenbogenflagge. Zuvor war diese – nach einer kleinen politischen Diskussion – von den Bielefeldern und ihrem schwulen Oberbürgermeister erfolgreich verteidigt worden (GAYS.DE berichtete). Erstmals traten OB Pit Clausen und Lebensgefährte Thomas Sopp gemeinsam auf, um die Regenbogenflagge im Beisein von knapp 800 Gästen zu hissen. Anschließend zog sich eine Gruppe von mehr als 1.000 Personen (laut Polizeiangaben) und insgesamt 13 bunten Gruppen durch die Bielefelder Innenstadt hin zum Straßenfest. Für Bielefeld eine mehr als erfolgreiche Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein.
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In Rostock wurde der Christopher Street Day ebenfalls erfolgreich begangen. Unter dem Motto: „Gleiche Liebe – gleiche Rechte!?“ zog eine Parade mit fünf Wagen und jeder Menge Mitstreiter durch die Hansestadt und endete mit einem großen Straßenfest. Und auch in Konstanz wurde gefeiert und demonstriert. Beim einzigen Grenzübergreifenden CSD wurden nicht nur verschiedene sexuelle Identitäten angesprochen, sondern auch noch verschiedene Nationalitäten. Gemeinsam wurde gefeiert und der politische Gedanke an die Menschen am Straßenrand getragen. Denn Offenheit, das kennen Schwule und Lesben bereits – allen anderen wird es eben auf solchen Veranstaltungen näher gebracht.
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In Weimar dagegen haben die Veranstalter schon mit einer Pleite gerechnet bevor es eigentlich los ging. Zwei Tage vor dem Parade- und Straßenfestwochenende hat die Stadt einen Ordnungskatalog verfasst, der es in sich hat. So durften die Weimarer keine Musik auf dem eigenen Paradewagen spielen, lediglich politische Botschaften und Parolen waren behördlich gestattet. Auch durfte auf dem Straßenfest kein Alkohol verkauft werden. Eine weitere Auflage der Stadt, die von den Besuchern aber erfolgreich ignoriert wurde. Nahegelegenen Verkaufsstände und Kioske haben somit Ihren Nutzen vom Verbot gehabt. „Mensch sein“ konnten die Jungs und Mädels in Weimar zwar – aber als gleichwertig wurden sie von der Stadt wohl nicht angenommen, obwohl zuvor zum Empfang geladen und die Regenbogenflagge gehisst war.














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