Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin und stellvertretende SPD-Vorsitzende, hat vor Gewalt gegen Homosexuelle in Deutschland gewarnt.
Die Tatsache, dass homosexuelle Politiker heute in Deutschland Spitzenpositionen innehätten bedeute nicht das Ende der Diskriminierung von Schwulen und Lesben im Alltag, so Wowereit gegenüber der „Bild am Sonntag“.
Wowereit, der selbst homosexuell ist, verwies darauf, dass „auch heute noch Menschen geschlagen, getreten und gejagt werden, nur weil sie mit einem gleichgeschlechtlichen Partner Händchen haltend durch die Stadt gehen”.
Bei allen Fortschritten sei die Gewalt gegen Homosexuelle auch heute noch an der Tagesordnung. (Quelle: PRIDE1.de/ml)
Klaus Wowereit warnt vor Gewalt gegen Homosexuelle
Cruising Morde weiterhin rätselhaft
Immer noch gibt es keine Spur im Fall des in Kerpen ermordeten jungen Mannes. Der in der Nähe eines bekannten Cruising-Gebiets für homosexuelle Männer aufgefundene Mann, wurde in der Nacht zum 30. August mit mehreren Schüssen ermordet. (GAYS.DE berichtete)
Nachdem die Polizei davon ausgegangen ist, dass der Mord im Großraum Köln mit den beiden Taten in Süddeutschland in einem Zusammenhang stehen könnte (siehe Berichterstattung auf GAYS.DE), musste dieser Verdacht heute wieder verworfen werden. Die ballistischen Untersuchungen haben ergeben, dass es sich anders wie bei den ersten beiden Gewalttaten um eine andere Tatwaffe handelt. Nach Informationen der Behörden, kann ein Zusammenhang jedoch letztlich noch nicht ausgeschlossen werden.
Anders als von den Medien bisher angenommen, müssen die Fahndungsergebnisse nun neu bewertet werden. Eine Spur zum Täter gibt es demnach noch nicht und auch die Identität des Opfers konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Das Bild des ca. 30-Jährigen war in den letzten Tagen auf zahlreichen Internetplattformen zu sehen. Ein Ermittlungserfolg blieb dennoch bisher aus. Hinweise zu Opfer und Täter leiten wir gerne an die Ermittlungsbehörden weiter.
Für alle, die gern mal ein „Blind Date“ haben, hier ein paar Tipps:
- Gebt niemanden Eure Privatanschrift in die Hände, den Ihr nicht kennt.
- Lasst Euch nicht unter Druck setzen, bedenkt was Ihr tut.
- Überlegt gut, welche Informationen Ihr von euch preisgebt. Schnell können sie gegen Euch verwendet werden.
- Nutzt öffentliche Plätze für ein erstes Date. Im Café oder einer Bar könnt Ihr euer „Blind Date“ in Ruhe kennen lernen.
- Erzählt Euren Freunden von dem „Date“. Am besten Ihr verabredet einen Anruf, dann könnt Ihr kurz Rückmeldung geben, ob alles ok ist.
Weitere Tipps findet Ihr auch auf der Seite des schwulen Anti-Gewalt-Projekts MANEO.
Wieder Vorfall in Cruising-Zone
Auch wenn der folgende Artikel nicht wirklich erfreuliche Nachrichten enthält, möchten wir ihn Euch nicht vorenthalten. Bereits vor gut einem Monat haben wir über die Vorfälle in Süddeutschland berichtet, bei denen zwei Männer Opfer eines Tötungsdeliktes geworden sind. (zum Beitrag)
Bereits Anfang der Woche ist es zu einem neuen Zwischenfall in Kerpen bei Köln gekommen. Ein bisher noch unbekannter Mann im Alter zwischen 25 und 30 Jahren ist in der Nähe eines Cruising-Gebiets tot aufgefunden worden. Polizeiangaben zufolge war der Mann nur mit einem schwarzen T-Shirt bekleidet und wurde durch einen Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Weitere Schussverletzungen wurden im Oberkörper festgestellt.
Momentan ermittelt die Kripo in alle Richtungen. Ein Zusammenhang mit den beiden Tötungsdelikten aus dem Kreis Böblingen und dem Kreis Groß-Gerau kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die bundesweite Fahndung nach dem Täter läuft.
Als Community für schwule und bisexuelle Männer, möchten wir diejenigen unter Euch bitten, die sich auf eben besagten Plätzen vergnügen, besonders achtsam zu sein. Denkt bitte immer an Eure eigene Sicherheit und lasst Euch nicht zu sexuellen Handlungen drängen, die Ihr selbst nicht wollt.
Filmtipp: Wasser und Blut
Ein traumatisches Erlebnis, bei dem die Mutter von Sequan ums Leben kommt, steht bereits am Anfang des heute in die Kinos kommenden Dramas. Dem Zuschauer werden zwar keine Bilder von der Sequans Vergangenheit geliefert, die Folgen des Erlebten werden dennoch nicht vernachlässigt. Nach dem Tod der Mutter muss der schmächtige Junge mit Brille sein geliebtes New York verlassen und in den provinziellen Süden der Staaten ziehen.
Als Neuling in der Provinz, aber auch durch seine Andersartigkeit, wird Sequan schnell als Außenseiter abgestempelt. Das Leben bei seiner Tante gestaltet sich als schwierig. Seine Mitschüler machen ihm das Leben zur Hölle, sein Cousin vergewaltigt ihn regelmäßig. Doch schwul ist er nicht – Sequan hingegen schon. Einen Weg, der Opferrolle zu entkommen sieht der junge New Yorker vorerst nicht.
Der mit kleinem Budget gedrehte Film von John G Young, befasst sich mit den unterschiedlichen Facetten des Lebens und spiegelt diese mit allen Widrigkeiten ebenso wieder, wie mit den kleinen Lichtblicken am Horizont. Neue Freundschaften scheinen sich zu entwickeln, neue Illusionen geschaffen. Doch Gewalt, Heuchelei und homophobes Gelächter holen Sequan immer wieder ein. Das eigene Coming-Out und das Heranwachsen werden zum Leitthema des Dramas.
Ein Film, der sich mitten im Leben abspielt, soziale Gefüge bloßstellt, im Kampf zwischen Gewalt und Macht polarisiert und bewusst provoziert.
Homosexualität in der Schule – Gewalt auf der Straße
Bereits vor einigen Wochen haben wir über das Vorhaben der Hamburger Schulbehörde berichtet, die das Thema Homosexualität in den Lehrplan aufnehmen möchte. Hintergrund des Vorhabens ist, dass die Akzeptanz gegenüber homosexuellen Schülern und Lehrern gesteigert werden soll. Immer wieder kommt es gar zu gewalttätigen Übergriffen auf Schwule und Lesben im Alltag. Die Schulbehörde möchte daher aktiv gegen die gegenwärtige Homophobie vorgehen.
Erst am vergangenen Wochenende ist es in Berlin wieder zu gewaltsamen Übergriffen auf schwule Paare gekommen. Nach Polizeiangaben sind vier bisher unbekannte Täter in Berlin unterwegs gewesen und haben wahllos auf Passanten eingeschlagen und -getreten. Bisher wird angenommen, dass die Täter einen Gegenakt zum Transgenialen CSD in Berlin unternommen haben, um ihren Hass gegenüber Schwulen und sexuell anders Orientierten auszudrücken. Die Ermittlungen laufen.
Dass Homophobie aber nicht nur im Alltag – und besonders nach Veranstaltungen der Szene – immer wieder in gewalttätigen Übergriffen endet, ist nicht neu. Nun beschäftigt sich auch das Land Baden-Württemberg mit dem Thema.
Auf Initiative von Bündnis90/Die Grünen, soll das Thema zum generell Pflichtstoff im Schulalltag gemacht werden. „Homophobe Einstellungen und Denkweisen sind besonders bei den Jugendlichen weit verbreitet. Nur durch eine Heranführung an das Thema im schulischen Alltag, ist der Abbau von Homophobie und die Gewinnung von Akzeptanz und Toleranz zu bewältigen.“, so Brigitte Lösch, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen. Bisher ist es jeder Lehrkraft selbst überlassen, ob das Thema im Unterricht behandelt wird oder nicht.
Das Vorbild Hamburg, zieht also schon jetzt Kreise und wir sind gespannt, welche Bundesländer nachziehen.
LSVD entsetzt über Berichterstattung der B.Z.
In der Boulevardzeitung B.Z. vom 18. Februar 2010 hat der Journalist Gunnar Schupelius die „Initiative sexuelle Vielfalt“, die sich gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen richtet, als überflüssig kritisiert. Schupelius behauptet: „In Berlin können Schwule und Lesben doch wirklich unbehelligt leben… Wir Berliner brauchen wirklich keinen Toleranz-Unterricht von Herrn Wowereit und seinen Kollegen. Außerdem ist dieser Unterricht zu teuer.“
Dazu erklärt Alexander Zinn, Pressesprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V.: Es ist traurig, wie die B.Z. versucht, auf dem Rücken einer Minderheit Stimmungsmache zu betreiben. Statt haltlose Behauptungen zu verbreiten, sollte sich Herr Schupelius auf sein journalistisches Handwerkszeug besinnen. Und das heißt: Erst recherchieren, dann schreiben. Unser Tipp für Herrn Schupelius: Gehen Sie einmal Hand in Hand mit B.Z.-Chefredakteur Peter Huth durch Berlin. Wir sind gespannt, ob Sie danach immer noch der Meinung sind, dass Schwule und Lesben in Berlin „doch wirklich unbehelligt leben“.
Zum Artikel in der BZ vom 18. Februar 2010.
Schwule und Lesben werden leider auch in Berlin immer wieder mit Hass, Diskriminierung und Gewalt konfrontiert. Das Schwule Überfalltelefon Maneo berichtet Jahr für Jahr von etwa 200 Übergriffen auf schwule Männer. Die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen der Berliner Polizei bei 90 Prozent. Besonders unter Jugendlichen sind Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen weit verbreitet. Die Folgen sind teilweise dramatisch: So ist die Selbstmordrate homosexueller Jugendlicher überdurchschnittlich hoch. All das haben verschiedene Studien wiederholt gezeigt. Es ist die Pflicht des Berliner Senats, auf diese Situation zu reagieren. Und es gehört zu den Aufgaben der Presse, darüber sachlich zu berichten. (Quelle: PRIDE1.de/ml)
Berlin tritt für sexuelle Vielfalt ein!
Einmal mehr ist die Landesregierung von Berlin einen Schritt weiter als ihre 15 „Kollegen“ im Bundesgebiet. Nicht nur, dass ein Beschluss ohne Gegenstimme angenommen wurde – wichtiger noch ist der Inhalt der für das Jahr 2010 und 2011 beschlossenen Maßnahme: In dem gestern verabschiedeten Programm mit dem Namen „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“, sind insgesamt 59 Maßnahmen inkludiert, die insbesondere zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegen Homosexuelle beitragen sollen. Veranschlagt wurde das Programm mit einer Gesamtsumme von 2,1 Millionen Euro für beide Jahre.
Bereits in der nahen Vergangenheit hat Berlin einiges im Bereich Gleichstellung und Antidiskriminierung getan: So wurden bereits Lebenspartnerschaften mit der konventionellen Ehe gleichgesetzt, die Hinterbliebenenversorgung ausgeweitet und zahlreiche Aktionen und Kampagnen zum Thema Homophobie und Diskriminierung erfolgreich initiiert. Allen voran die Gesetzinitiative zur Erweiterung von Artikel 3 im Grundgesetz um den Passus der sexuellen Identität (GAYS.DE berichtete), welche im vergangenen November auf Bundesebene abgelehnt wurde.
Doch noch immer ist die Gewalt gegenüber homosexuellen Männern und Frauen in Berlin ein aktuelles Thema. Allein im letzten Jahr konnten die Behörden mehr als 200 Gewalttaten registrieren, die Dunkelziffer ist laut Polizeiangaben mindestens doppelt so hoch.
Aber nicht allein körperliche Gewalt steht im Mittelpunkt des neuen Programms. Mobbing in Schulen und verbale Attacken sind ebenso Bestandteil der zahlreichen Maßnahmen. Die Weiterbildung von Lehrer, Sozialarbeitern und Polizei auf diesem Gebiet, bildet den Grundstein. Weiterführende Kampagnen mit Plakaten und Informationsmaterial sowie einem Schreibwettbewerb sollen ebenfalls initiiert werden. Auch die Einführung des Themas Homosexualität im Sexualkundeunterricht soll dazu beitragen, dass Vorurteile abgebaut und Akzeptanz geschaffen wird.
Regenbogenfahnen erobern Belgrad
Kurz notiert: Eigentlich sollte es eine Demonstration gegen faschistische Gewalt werden. Mehrere Organisationen der serbischen Hauptstadt hatten sich zusammengetan und alle Bevölkerungsgruppen aufgerufen, sich unter dem Motto: „Solidarisch gegen den Faschismus“ auf die Straße zu begeben. Gemeinsam wollte man auf die derzeitige Situation aufmerksam machen – Die Situation aller Minderheiten.
Besonders Lesben und Schwule sind dem Aufruf zum Antifa-Marsch gefolgt. Während der Demonstration tauchten immer mehr Regenbogenflaggen in der Masse auf. Friedlich und dennoch bestimmend wurde somit der Protest zum Ausdruck gebracht.
Die serbischen Behörden fühlen sich derweil hintergangen. Erst im September musste die geplante „Belgrad Pride“ abgesagt werden,. Die Behörden wollten keinen ausreichenden Schutz der Teilnehmer gewährleisten, obwohl massive Gewaltandrohungen bei den Veranstaltern eingegangen waren.
Für die queere Community Serbiens ist die Demonstration ein voller Erfolg. Auch wenn der Anlass ein anderer war – Gemeinsam haben alles Teilnehmer Aufsehen erregt. Schwule uns Lesben wurden einmal mehr ernst und vor allem wahr genommen.
Die Zahl der Hassverbrechen gegen Schwule in London steigt.
Dass die Zahl der Verbrechen aus Hass gegen Homosexuelle in London seit dem letzten Jahr um 18 Prozent gestiegen, zeigen neue zahlen von Scotland Yard. Nach den Statistiken,wurden insgesamt 1192 Straftaten gegen Homosexuelle in den letzten 12 Monaten verübt. Im Vergleich zu den 1008 im gleichen Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Plus von 18,3 Prozent.
Die Nachricht kommt kurz nach dem Angriff auf Ian Baynham einem 62-jährigen homosexuellen Mann, der von Jugendlichen auf dem Trafalgar Square angegriffen wurde und dabei ums Leben kam. Er war mit einem Freund unterwegs, als er von einer Jugendlichen mit schwulenfeindlichen Parolen beschimpft wurde. Als er ein Gespräch suchte, fing die Jugendliche an ihn zu schlagen ein weiter junger Mann stieß Baynham zu Boden und trat auf ihn ein. Dabei erlitt der 62-Jährige lebensbedrohliche Kopfverletzungen, er starb an den folgen 2 Wochen später im Krankenhaus.
Scotland Yard ist nun auf der Fahndung nach den Jugendlichen, die auf ein Alter von 16 bis 20 Jahre geschätzt werden, außerdem wurden die Bilder der beiden verdächtigen, blonden Mädchen veröffentlicht, die von einer der unzähligen Londoner Überwachungkameras eingefangen wurden. Die steigenden Zahlen sieht Sir Paul Stephenson, Chef der Metropolitan Police allerdings als ein gutes Zeichen da mehr homophobe verbrechen gemeldet werden. Dies zeigt das Schwule und Lesben heute selbstbewusster seien und keine Angst mehr hätten, sich zu wehren.
In vielen bereichen der Gesellschaft werden Schwule und Lesben aber immer noch nicht akzeptiert und als gleichwertig angesehen. Zwar werden die beiden größten deutschen Städte von bekennenden schwulen Bürgermeistern regiert und mit Guide Westerwelle haben wir den ersten schwulen Außenminister in der Geschichte der Bundesrepublik, leider gibt es trotz dieser Fakten immer noch Pöbelein und körperliche Übergriffe gegen Menschen, die homosexuell sind.
Und dies sind leider immer noch zu viel, auch wenn sich die Zeiten geändert und Homosexuelle selbstbewusster auftreten. Gewalt, Diskriminierung und Ungleichbehandlung zeigen dennoch, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender noch nicht vollkommen in unserer Gesellschaft angekommen sind. Auch der Gesetzgeber hat sich nach den letzten Aktionen noch nicht auf eine vollkommene Gleichstellung einigen können. Leider. (RZ)
„Bündnis gegen Homophobie“ in Berlin
Heute am 23. September 2009 ist es soweit: Das „Bündnis gegen Homophobie“ trifft sich zu seiner Gründungsversammlung im Louise-Schroeder-Saal des Roten Rathauses in Berlin. Insgesamt 24 Gründungsmitglieder folgen dem Aufruf des LSVD Berlin-Brandenburg und möchten zukünftig gemeinsam gegen die vorherrschende Homophobie in der Bundeshauptstadt agieren.
Der Zusammenschluss aus wichtigen Organisationen, Verbänden und Unternehmen möchte mit verschiedenen Veranstaltungen und Projekten auf die Problematik aufmerksam machen. Alle Unterzeichner des Aufrufs verpflichten sich zudem, diskriminierenden Alltagssituationen entgegenzuwirken. Hass und Intoleranz soll überzeugend entgegengetreten und die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen gefördert werden.
Hintergrund des vom LSVD Berlin-Brandenburg initiierten Bündnisses, sind die immer wieder stattfindenden homosexuellenfeindlichen Übergriffe. Allein im letzten Jahr verzeichnete die Berliner Polizei mehr als 200 Gewalttaten gegenüber homosexuellen Männern. Schätzungen der Behörden zufolge, liegt die Dunkelziffer weit höher. Auch das Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ stuft die antihomosexuellen Gewalttaten in der Hauptstadt wesentlich schwerwiegender ein.
Erst am vergangenen Wochenende waren drei schwule Männer im Bezirk Prenzlauer Berg von Jugendlichen überfallen und geschlagen worden. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen. Auch das vor eineinhalb Jahren eingeweihte Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, musste seither drei radikalen Anschlägen standhalten.
„Schwule Sau!“
„Homophobie ist ein Problem – Dieses zu bekämpfen, ist die Pflicht der ganzen Gesellschaft.“: So lautet der Kerngedanke des LSVD B-B. Gerade in typischen Alltagssituationen haben Schwule und Lesben immer wieder mit Anfeindungen zu rechnen. Egal ob auf den Schulhöfen oder in einem kleinen Café an der Ecke, im Park oder auf der Straße , mit Beschimpfungen wie: „schwule Sau“ oder „Sch****lutscher“ ist sicher die Mehrheit der Homosexuellen bereits in Berührung gekommen. Aber auch gewaltsame Auseinandersetzungen häufen sich – und das nicht nur in Berlin.
„Anerkennung und Respekt gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen wollen wir erreichen. Homophobie darf nicht tatenlos hingenommen werden.“, so ein Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg.
Über Aktionen und Projekte des „Bündnis gegen Homophobie“ werden wir euch auf dem Laufenden halten.

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