Folter und die Hinrichtung Homosexueller – vor allem Männer – sind im Irak allgegenwärtig. In einem aktuellen Bericht bedauert die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) die derzeitige Situation im Land. Auf insgesamt 67 Seiten berichtet die Organisation über die anhaltenden Folterungen und Hinrichtungen von Homosexuellen. Schätzungen der Menschenrechtsorganisation zu Folge sind allein in den letzten Monaten mehrere hundert Männer der zunehmenden Gewalt zum Opfer gefallen. Behörden schreiten gegen die Gewalttaten nicht ein, so der Bericht.
Dass immer brutalere Foltermethoden angewandt werden, darüber hat GAYS.DE bereits im April berichtet. Nun hat es HRW geschafft, mit Betroffenen und Angehörigen sowie Zeugen vor Ort zu sprechen. Die ernüchternden Ergebnisse der Befragung sind in einem am Montag veröffentlichten 67-Seitigen Bericht zusammen gefasst. Schockiert und entrüstet äußerte sich die Organisation über die vorherrschenden Zustände. Laut Zeugenaussagen werden vermeintliche Homosexuelle auf offener Straße entführt oder gar in ihren Wohnungen überfallen. Anschließend müssen die – zumeist männlichen Opfer – qualvolle Folterungen über sich ergehen lassen, bevor sie auf Grund von sexueller Diskriminierung ‚kaltblütig‘ ermordet werden. Allein in der irakischen Hauptstadt Bagdad, ist es seit Jahresbeginn zu mehreren gewaltsamen und auch tödlichen Übergriffen auf schwule Männer gekommen. Die örtlichen Krankenhäuser berichten von verstümmelten Körpern, die in die Notaufnahmen gebracht werden. Landesweit werden immer häufiger Übergriffe auf Homosexuelle gemeldet, wie Human Rights Watch berichtet.









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