Berlin hat gewählt. Mit einer knappen Mehrheit von nicht einmal fünf Prozent vor der CDU darf die SPD weiterhin den regierenden Bürgermeister von Berlin stellen. Auch wenn sich Klaus Wowereit für die nächsten fünf Jahre einen neuen Koalitionspartner suchen muss – Berlin bleibt weiterhin unter schwuler Führung!
Die Berliner vertrauen auf ihre „Mutti vom Kiez“ alias Klaus Wowereit – Regierender Bürgermeister von Berlin. Und das das dritte Mal in Folge. Bundesweit steigen Wowereits Sympathiepunkte weiter – Und das nicht nur weil er sich als volksnah und Bürgerfreund gibt – auch weil Wowereit gelernt hat sich zu positionieren. Auf seiner Facebookseite buhlt er um Stimmen. Prominente „Freunde“ unterstützen ihn dabei ebenso, wie Bilder von „Wahl-“Veranstaltungen und Co. Wowereit weiß sich zu vermarkten – Und das obwohl er sich offen zu seiner sexuellen Orientierung bekennt. Er hat es geschafft Grenzen zu überwinden und Hemmungen in seiner Stadt abzubauen. Wowereit zählt als Person, alles andere scheint seinen Berlinern als nicht-entscheidungs-bildend. Auf was es ankommt: Er schafft es Berlin nach vorn zu bringen!
Der Erfolg des SPD´lers könnte in den kommenden Jahren aber noch weiter anhalten. Heimlich und unter vorgehaltener Hand gilt Klaus Wowereit schon als neuer Kanzlerkandidat. Für ihn sicherlich eine neue Herausforderung – für die queere Community in Deutschland ein ganz großer Schritt. Ein offen schwuler Kanzler wird garantiert nicht nur innenpolitisch einige Hemmschwellen überwinden können.
Ebenfalls erfolgreich konnte Carsten Schatz den Wahlkampf in Berlin für sich entscheiden. Der Berliner zieht somit als erster offen HIV-Positiver in ein Landesparlament ein. Als Geschäftsführer der LINKEN (LV Berlin) und Vorstandsmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe engagiert sich der gebürtige Altenburger für sozial Benachteiligte und kämpft dafür Hindernisse zu überwinden. Schatz selbst lebt seit Jahren in einer schwulen Partnerschaft. Mehr über den neuen Sympathieträger der LINKEN in Berlin auch bei ondamaris.
Update: 21. September 2011:
Carsten Schatz muss sein Mandat aufgrund einer Wahlpanne wieder abgeben. Nicht wie die ersten Ergebnisse am Sonntagabend verlauten ließen, die SPD habe in Berlin Lichtenberg gewonnen, sondern die Linke konnte den Wahlkampf für sich entscheiden. Der Landeswahlleiter gab bekannt, dass die Ergebnisse korrigiert werden müssen. Ein entgültiges Ergebnis wird für den sechsten Oktober erwartet. Mittlerweile wurden Medienberichte bestätigt, dass Wahlzettel der Berline im Müll gefunden worden sind. Eine neue Auszählung wird die Folge sein.








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