Bereits am Freitag haben wir über die aktuelle Entscheidung in Portugals berichtet: Zur Nachricht vom 8.Januar 2010. Heute möchten wir die Kurzmeldung ergänzen und euch weitreichende Hintergrundinformationen liefern:
Das Portugals Lesben und Schwule endlich heiraten dürfen, ist bereits seit vergangenem Freitag offiziell. Nach dem Ministerpräsident Sócrates persönlich das Wort ergriffen hatte und sich für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzte, kam es zur Entscheidung: Die Homo-Ehe wurde anerkannt. Die in Minderheit regierende sozialistische Partei, erkämpfte sich mit Unterstützung mehrerer kleiner linker Gruppierungen eine eindeutige Mehrheit und erreichte ihr Vorhaben. Lediglich das konservative und rechts geprägte Lager stimmten gegen die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Eheformen.
Nach Aussage des amtierenden Ministerpräsidenten Josè Sócrates, ist die Neuregelung ein wichtiger Schritt im Land. Nicht nur das homosexuelle Menschen damit endlich mehr Rechte genießen können, auch der gesellschaftliche Wandel werde mit der Neuregelung erheblich verbessert, so Sócrates gegenüber einigen Medienvertretern.
Verbände und Organisationen im Land selbst, sehen der Entscheidung mit gemischten Gefühlen entgegen. Zum einen ist die getroffene Entscheidung ein wichtiger Schritt in Sachen Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben, zum anderen werden aber auch nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt. So wird es auch in naher Zukunft keine Änderung des Adoptionsrechts geben. Homosexuelle haben somit auch zukünftig keine Möglichkeit, einem Kind ein Zuhause zu bieten. Debatten um eben dieses Thema sind allerdings innerhalb der Minderheitenregierung nicht ausgeschlossen, wie ein Sprecher der sozialistischen Parlamentsfraktion verlauten ließ. Auch wenn die Parteiführung derzeit noch gegen eine Angleichung der Rechte ist.
Kurz notiert:
Wie Pride1 berichtet, können in Mexiko-Stadt Lesben und Schwule zukünftig heiraten. Das Stadtparlament entschied sich am Montag für eine entsprechende Gesetzesänderung. Mexiko-Stadt nimmt damit eine Vorreiterrolle in Lateinamerika ein. Die Abgeordneten verhandelten nach Medienberichten mehr als drei Stunden über die Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Die Mehrheit der Abgeordneten vertrat schließlich die Meinung, dass eine Ehe nicht als Privileg ausschließlich für Männer und Frauen gelten darf.





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