Dass der Kampf leicht werden würde, hat niemand erwartet. Doch es ist geschafft! Mit einer Zweidrittelmehrheit, stimmte gestern das Parlament von Vermont gegen den Widerstand von Gouverneur Jim Douglas. Vermont ist somit der erste Staat der USA, indem das Recht der Homo-Ehe durch eine Kongressabstimmung gefestigt und verankert wurde. In den Bundesstaaten Connecticut, Iowa und Massachusetts, mussten die zuständigen Gerichte die endgültige Entscheidung treffen.
Bereits im Vorfeld hatte der Gouverneur angekündigt, sein Veto gegen den neuen Gesetzesentwurf einzulegen. Seine Beweggründe sind nach eigener Aussage allerdings alles andere als homophob. Jim Douglas befürchtet vielmehr, dass der neue Gesetzentwurf die bestehende Ungleichbehandlung von hetero- und homosexuellen Paaren nicht beseitigt. „Vorteile auf Bundesebene werden gleichgeschlechtlichen Paaren in Vermont nach wie vor verweigert.”, so Douglas in einem Zeitungsinterview.
Für die Schwulen und Lesben des Bundesstaates ist der Beschluss der Homo-Ehe ein großer Schritt, obwohl auch weiterhin ein Unterschied zwischen dem konventionellen Ehemodell und der gleichgeschlechtlichen Ehe bestehen wird. Durch das neue Ehegesetz haben homosexuelle Paare zukünftig die gleichen Ansprüche bei der Sozialversicherung, wie heterosexuelle. Auch im Fall medizinischer Entscheidungen, haben die eingetragen Partner zukünftig Mitspracherecht.



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