Plus fort que moi – „Es“ ist stärker als ich

Homosexualität in Marokko ist so allgegenwärtig wie überall auf der Welt. Einen „kleinen“ gewaltigen Unterschied zu unserer Gesellschaft gibt es dennoch. Katrin Krämer, Dokumentarfotografin aus Bielefeld zeigt eben diesen mit ihren Bildern auf. Denn obwohl Homosexualität im Land selbst verboten ist, so wollen viele zwischen den „eigenen Grenzen“ leben und die eigenwillige gesellschaftliche Regelung – nennen wir sie Doppelmoral – weiterhin (aus-)leben.

Für eine Semesterarbeit hat die Bielefelderin ein mehr als umfangreiches Thema gewählt. Nicht nur, dass sie sich während der Recherchen selbst auf „dünnem Eis“ bewegt hat, auch das Aufspüren von jungen schwulen Marokkanern war nicht immer einfach.
Homosexualität gilt in dem nordafrikanischen Land als verboten. Zumindest sobald man(n) sich erwischen lässt. Intoleranz und Ignoranz dominieren das gesellschaftliche Miteinander und bestimmen den Alltag. Man trifft sich heimlich – hinter verschlossenen Türen. Denn wer sich nicht öffentlich outet, der kann sich ohne Gefahr im schwulen Freundeskreis bewegen. Dank Internet sogar 24 Stunden rund um die Uhr.

Katrin Krämer hat das soziale Phänomen portraitiert und zeigt in einer Fotoausstellung die Wirklichkeit. Begleitet von Interviews werden die Situationen der Jungs und Männer vertieft und bildhaft.
Eröffnet wird die Ausstellung heute am 2. November um 20:00 Uhr in der Fachhochschule Bielefeld mit einem begleitenden Künstlerinnengespräch.

Plus fort que moi – Portraits schwuler Männer in Marokko: 2. bis 30. November; Fachhochschule Bielefeld, Lampingstraße 3.

Dürfen Muslime nicht homosexuell sein?

Seine angebliche Homosexualität ist einem Muslim aus Bielefeld zum Verhängnis geworden: Die Familie seiner Ehefrau hat „als nötigende Wiedergutmachung“ Geld von ihm gefordert. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurden dabei mehrfach illegale Mittel angewandt.

Die aus dem Irak stammende Frau und ihr Mann sind seit 2010 nach religiösem Recht verheiratet und leben in Bielefeld. Schon kurz nach der Hochzeit hegte die Frau den Verdacht, ihr Mann sei homosexuell.
Sie hatte ihn nach eigenen Angaben überrascht, als er sich entsprechende Internetseiten auf seinem Laptop ansah, und hatte im Telefonbuch seines Handys die Nummern von Männern entdeckt, die sie
nicht kannte. Die Frau informierte ihre Familie, die außer sich gewesen sein soll.

Nach Ermittlungen der Bielefelder Polizei bestellten die Verwandten den angeblich homosexuellen Ehemann und seine Mutter unter einem Vorwand in eine Wohnung, in der der Mann massiv unter Druck gesetzt worden sein soll. Er wurde aufgefordert, die Ehe sofort aufzulösen und
der Ehefrau alle Gegenstände auszuhändigen, die ihr gehörten.  Zudem sollte er für seine Homosexualität eine Strafe zahlen.

Polizeiangaben nach soll von einer Summe von rund 25 000 Euro zunächst die Rede gewesen sein, später sollen die Verwandten nur noch 10 000 Euro gefordert haben, allerdings mit der Drohung, den
Mann im Weigerungsfall zu töten. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Anklage erhoben, die Ermittlungen laufen.

Wir stellen uns die Frage, ob es in Deutschland lebende schwule und bisexuelle Männer mit einer anderen religiösen Identität schwerer haben als Evangelisten und Katholiken.

Kennt Ihr eventuell betroffene Jungs und Männer oder seid Ihr gar selbst „betroffen“? Berichtet über Eure Erfahrungen, Eure Eindrücke und startet mit uns eine neue Diskussionsrunde…

Mehr zum Thema in den GAYS.DE News

Afrika: Homophobe Hetze von Pastor

Ein Pastor im afrikanischen Uganda beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit homosexuellen Sexualpraktiken. Die Rechercheergebnisse werden aber nicht zu Präventionszwecken genutzt, sie dienen homophoben Hetztriaden, gegen die eigenen Mitmenschen. Denn Pastor Ssempa gehört einer Gruppe an, die gegen die „Ausbreitung von Homosexualität alles erdenklich mögliche unternimmt“.

Uganda ist immer noch eines der homophobsten Länder der Erde. Erst das Einschreiten internationaler Institutionen und Politiker hat bewirkt, dass Homosexuelle nicht mit der Todesstrafe verfolgt werden. (GAYS.DE berichtete) Mehr als 75 % der Bevölkerung sehen homosexuelle Handlungen als unmoralisch an, viele sehen in der sexuellen Orientierung gar eine Krankheit.

Dieser Überzeugung ist auch Pastor Ssempa. In öffentlichen „Aufklärungs-„ Veranstaltungen spricht er offen über Sexualpraktiken wie Rimming und Fisting, verschweigt aber, dass diese auch i heterosexuellen Beziehungen genutzt werden. Seine Argumentation beruht einzig und allein auf Unzucht und abnormales, gar krankhaftes Verhalten.

Wenn man den Ernst der fehlerhaften Darstellung einmal außer Acht lassen würde, könnten die Vorträge des Pastors gar komisch wirken. Zumindest seine anschauliche Darbietung vom Kontakt mit dem „Pupu des anderen“. Leider ist dies aber Realität und zeigt die offenen Diskriminierung von Homosexuellen in Uganda.

Syphilis – Neue Volkskrankheit in der Schweiz?

Die Syphilis ist eine durch Infektion hervorgerufenen Geschlechtskrankheit. Die von einem Bakterium (Treponema pallidum) ausgelöste übertragbare Infektion wird besonders bei engem Körperkontakt, am häufigsten jedoch beim Geschlechtsverkehr weitergegeben. In Deutschland ist die meldepflichtige Erkrankung seit 1997 – vor allem im homosexuellen Milieu – wieder zunehmend verbreitet.

Auch in der Schweiz steigen die Infektionszahlen wieder. Besonders bei Männern, die Sex mit Männern haben sind die Symptome am häufigsten vertreten. Wie Ullrich Würdemann von ondamaris berichtet, startet die AIDS-Hilfe Schweiz nun mit gratis Testaktionen im Oktober.

„Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch. 975 neue Infektionen wurden dem Bundesamt für Gesundheit letztes Jahr gemeldet. Die Hälfte davon wurde bei Männern, die Sex mit Männern haben, diagnostiziert. Eine Syphilis ist heute mit Antibiotika zwar leicht behandelbar. Doch harmlos ist sie nicht. So erhöht eine Infektion mit Syphilis das Risiko einer HIV-Infektion um das fünf- bis zehnfache. Deshalb führt die Aids-Hilfe Schweiz in größeren Schweizer Städten im Oktober Testwochen für schwule Männer durch.“, so Würdemann in seinem Blog.

Die Kampagne, die am 1. Oktober mit Flyern, Plakaten sowie mit dem Verteilen für Gutscheine für die Test-Aktion startet, richtet sich besonders an die Gruppe der schwulen und bisexuellen Männer, die auf die Gefahren einer Infektion aufmerksam gemacht werden sollen. Ziel ist es, die wechselnden sexuellen Kontakte ins Bewusstsein zu rufen und zu regelmäßigen Tests zu motivieren. Auf einer Homepage sind alle teilnehmenden Test-Stellen verzeichnet.

„Schwul oder Nichtschwul“ – teste Dich!

Bei unseren französischen Nachbarn ist eine App erschienen, die hilflosen Eltern Aufklärung schaffen soll. „Ist mein Sohn schwul?“ – Diese Frage kann mit Hilfe von 20 personenbezogenen Fragen beantwortet werden.“Mon fils est-ll gay“ heißt die für Android verfügbare App und ist beriets für 1,99 € zu haben.

Um die Sexualität des Sprösslings genau bestimmen zu können, klicken sich die Eltern einfach durch die 20 Psycho-Fragen al a Bravo und Co und schon spuckt die App ein Ergebnis aus. Simple und niveaulos zugleich, denn die Ergebnisse dürften so stimmig sein, wie ein Sechser im Lotto.

Bei Test eines französischen Onlineportals wurden Eltern gebeten, die 20 Fragen gewissenhaft nach ihren Jungs zu beantworten. Das Ergebnis: 50:50. Ohne jegliche Zweifel spuckte die App die jeweilige sexuelle Orientierung der Jungs aus – die Hälfte schwul die andere nicht, ganz klarer Fall.

Für die Analyse der Teenanger wurden Fragen wie zum Beispiel: „Braucht ihr Sohn lange im Badezimmer?“ oder „Trägt der Junge Piercings?“ zu Grunde gelegt. Fragen, die eher an typische Klischees erinnern, als an einen qualitativen und vor allem erstzunehmenden Test.

LSVD zu Gast beim Berliner Erzbischof

Im Vorfeld des Papstbesuches fand am Freitag (GAYS.DE berichtete) ein Treffen des neuen Berliner Erzbischofs Woelki mit Vertretern des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) statt. Woelki bestätigte in dem Gespräch die Haltung der Katholischen Kirche und hob hervor, dass er persönlich und die Katholische Kirche insgesamt keineswegs Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren oder ausschließen wollen.

Gleichzeitig stellte er noch einmal dar, dass die Katholische Kirche vom Ideal der Ehe zwischen Mann und Frau, die offen ist für Nachkommenschaft, nicht abweichen werde. Diesem Ideal sei auch in kirchlichen Einrichtungen Rechnung zu tragen.

Die Vertreter des LSVD begrüßten bei dem Gespräch die neue Dialogbereitschaft. Der LSVD forderte aber, dass Bekenntnissen, nicht diskriminieren und ausschließen zu wollen, auch sichtbare Taten folgen müssten. Die Katholische Kirche solle ihren Anteil an der Verfolgungsgeschichte Homosexueller aufarbeiten und tatsächliche Konsequenzen ziehen. Die Katholische Kirche in Deutschland sei aufgerufen, die Grundrechte von Lesben und Schwulen, wie sie vom Bundesverfassungsgericht mehrfach bekräftigt wurden, zu respektieren. Insbesondere forderte der LSVD eine veränderte Haltung beim Umgang mit schwulen und lesbischen Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen, denen nach Eingehen einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft die Kündigung droht.

Mit Blick auf den Papst-Besuch waren sich der Berliner Erzbischof und der LSVD einig, dass Proteste friedlich verlaufen müssten. (Quelle: PRIDE1/td)

Ein erster Schritt:

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hatte sich kurz nach seiner Ernennung zu einem Treffen mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) bereiterklärt – Heute ist es soweit und beide Gesprächspartner treffen aufeinander. Die genaue Uhrzeit sowie der Ort des Treffens wurden bisher nicht bekannt gegeben, um mögliche Kritiker nicht zu „eigennützigen Aktionen“ zu motivieren.

Der LSVD teilte mit, dass es man sich über das Zustandekommen des Treffens freue. Immerhin sei es ein erster Schritt, aufeinander zu zugehen. Ein Treffen dieser Art, ist das erste, welches von Seiten der katholischen Kirche unterstütz wird.

Im Gespräch soll es vorrangig um die die Lage der Mitarbeiter innerhalb der Kirche gehen. Der LSVD beklagt die derzeitige Situation im Umgang mit homosexuellen Mitarbeitern. Derzeit müssen diese „nicht nachvollziehbare“ Sanktionen im Kirchendienst oder gar eine Entlassung befürchten.

Die Diskussion um homosexuelle Kirchenbedienstete ist nicht neu. So wurden in letzter Zeit Berufsverbote erteilt oder Rügen gegen Katholiken laut, die anders denken, als ihre „Vorgesetzten“. Mehr zum Thema.

Woelki selbst wurde am 27. August offiziell in das Amt des Erzbischofs von Berlin eingeführt. Er gilt als erzkonservativ und homokritisch, sagt aber von sich selbst, dass er kein Urteil über die Menschen selbst fällen möchte und ihnen mit Respekt begegnen werde. Dennoch hält Woelki am Katechismus fest: Die praktizierte gleichgeschlechtliche Liebe gilt vor Gott als nicht geordnet – sie ist also nicht erlaubt. Wir können also gespannt auf das Ausgehen des Gesprächs sein…

Homosexuelle sind in Sachsen nichts wert!

Sachsen ist das letzte von 16 Bundesländern, welches sich gegen eine grundsätzliche Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe ausspricht. Wie die Chemnitzer „Freie Presse“ berichtete, wurde das „Zukunftsprogramm“, das die Anerkennung von Homo-Paaren beinhaltete, mehrheitlich von CDU-Mitgliedern abberufen. Die Landesverbände agieren somit direkt gegen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und Generalsekretär Kretschmer.

Für die (horizontlosen [Anmerkung der Redaktion[) Homo-Gegner steht dagegen die besondere Stellung von Ehe und Familie – selbstverständlich aus heterosexueller Sicht – im Vordergrund. Der im Entwurf des Grundsatzprogramms geforderte „Respekt“ und die notwendige „Anerkennung“ gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren ist somit „Schnee von gestern“. Homosexuelle sind in Sachsen eben nichts wert.

So sieht es auch bei der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern im Landesrecht aus. Sachsen ist das letzte Bundesland, welches eine Unterscheidung von homo- und heterosexuellen Bürgern toleriert. Obwohl sich das Land damit gegen die bestehende Rechtsprechung auf EU-Setzt, wird eine Gleichstellung im Beamtenrecht auch erst bis 2013 in Aussicht gestellt. Die EU-Gleichbehandlungsrichtlinie ist bereits vor gut acht Jahren in Kraft getreten, somit ist Sachsen das Schlusslicht in Sachen Toleranz, Akzeptanz und Respekt gegenüber Menschen mit einer „der Norm abweichenden (Ausdruck eines Gegners)“ sexuellen Orientierung.

Das endgültige Programm der CDU Sachsen wird am 26. November auf dem Landesparteitag in Plauen verabschiedet.

Schwule Männer nutzen Kondome!

EMIS Umfrage 2010

EMIS Umfrage 2010

Im zweiten Teil des Community Reports  der Europäischen Internetbefragung schwuler und bisexueller Männer (EMIS) – GAYS.DE berichtete – wird bestätigt, dass das Safer-Sex-Verhalten der homo- und bisexuellen Männer in Deutschland stabil ist. Verhütung wird also doch ernst genommen.

Eines der wichtigsten Ergebnisse des zweiten Community-Reports: Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie in den letzten zwölf Monaten hinsichtlich einer HIV-Infektion keinerlei Risiko eingegangen seien.  Ein Viertel gab an sich offen dem Übertragungsrisiko – also ungeschütztem Sexualverkehr mit einem Partner, dessen Testergebnis nicht bekannt oder von dem eigenen abwich – ausgesetzt zu haben. Im Vergleich zu Befragungen der vergangenen Jahre ist das eine enorme Steigerung des Bewusstseins. Lediglich 20 Prozent gaben bisher an gelegentlich, 10 Prozent immerhin häufige Risikokontakte wahrgenommen zu haben.

Weniger erfreulich sind die Ergebnisse hinsichtlich anderer sexuell übertragbaren Krankheiten. Laut der EMIS-Umfrage lassen sich die Deutschen Männer zu selten untersuchen. Zudem beklagen diejenigen, die sich von ihrem Arzt durchchecken lassen, dass die Untersuchungen oftmals unzureichend sind. 28 % der Befragten gaben an, dass sie innerhalb der letzten 12 Monate einen sogenannten STI-Check haben machen lassen. Jeder fünfte von ihnen wurde dabei auch an Penis und Anus untersucht. Ein simpler Bluttest war meist die einzige medizinische Untersuchungsmethode.  Somit ist eine Syphilis zwar diagnostizierbar, Feigwarzen, analer Tripper und Chlamydien sind allerdings nicht nachweisbar.

Den 2. Community-Report zum nachlesen.

Homosexuelle Priester – Offenheit contra Feigheit?!

Homosexuelles Verhalten ist für die katholische Kirche – wie jedes sexuelle Verhalten außerhalb der Ehe – eine Sünde. Joseph Ratzinger, das heutige Oberhaupt der katholischen Kirche ist der Überzeugung, dass die Ehe heilig ist, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen. seiner Meinung nach gehören homosexuelle Praktiken zu den  Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstoßen. Auch als Papst bleibt er dabei, egal ob bekannt ist, dass homosexuelle Priester im Amt sind oder nicht. Die gewollte Offenheit der Kirche wird hier durch feige Ausreden zu Nichte gemacht.

Wertschätzung – ein Begriff der Würde und des Seins – sollte für die Kirche mit an einer der ersten Stellen stehen. Doch die Realität sieht anders aus: Oftmals führt die kirchliche Bewertung der Situation, der Person oder der sexuellen Orientierung zu dem Schluss, dass homosexuelle Menschen weniger wertvoll zu sein scheinen, als ihre heterosexuellen Mitstreiter.

Dabei ist die sexuelle Orientierung eines Würdenträgers grundsätzlich nicht endscheidend. Die Erfüllung der Aufgabe, die kirchliche Lehre zu verbreiten, sollte erstes Kontrollorgan sein. Nicht aber die privaten und intimen Belange der eigenen “Untertanen”. Entscheidend ist Empathie gegenüber den “Schäfchen” und nicht “Arschkriecherrei”…

Was die Kirche mit ihrer zweigleisigen Haltung bezwecken möchte, weiß sie selbst nicht. Jedoch wird neben verbalen Verurteilungen auch immer wieder die Abneigung gegen eigenen Gläubige deutlich. Eine Haltung, die und er heutigen Zeit undenkbar ist – Und somit bewusst auf Gegenstimmen stößt.