Er war einer der mächtigsten Männer der Vereinigten Staaten von Amerika – J. Edgar Hoover. Er war der Begründer des Federal Bureau of Investigation (FBI) und vom 10. Mai 1924 bis zu seinem Tod dessen Direktor.
Sein Leben war allerdings alles andere als Spannend. 50 Jahre der selbe Job, die selbe Sekretärin, keine Frau, keine Kinder. Die einzige Frage, die bis heute unbeantwortet blieb: War J. Edgar Hoover schwul? Gemunkelt wird viel, aber bestätigt konnte bisher nichts werden.
Für Clint Eastwood scheinen aber genau diese kleinen Geschichten im Leben von Hoover die große Rolle zu spielen. Im Film geht es weniger um das Lebenswerk – die Details interessieren. Gekonnt setzt Eastwood diese in Szene ohne dabei Klischees zu bedienen. Keine Provokation, wenig Spekulation – aber immer wieder kleinere Hinweise oder besser gesagt „Spitzen“.
Die sexuelle Orientierung Hoovers wird dabei mit Samthandschuhen berührt. „Man kann Eastwood und Autor Black zugutehalten, dass sie nicht auf spekulative “Enthüllungsszenen” setzen. Die erste Begegnung zwischen Hoover und seinem späteren Stellvertreter Clyde Tolson zeigen sie als Liebe auf den ersten Blick – zwischen zwei Männern, die sich nicht für schwul halten.“, schreibt die Badische Zeitung.
Eine lebenslange Freundschaft verbindet beide, aber eine homoerotische Beziehung ist nicht erkennbar. Hoover umgibt sich immer mit Damen, sobald diese aber direkter werden, zieht er sich gekonnt zurück. Vielleicht aus Respekt gegenüber seiner Mutter, die Zeit seines Lebens gegen Homosexuelle wetterte. Vielleicht aus Angst, seine sexuelle Identität einfach ungezwungen auszuleben.
Wie auch immer – „J. Edgar“ ist ein Film, der den Gang ins Kino verdient.
Die neue Staffel des RTL Dschungelcamps hat es in sich. (





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