Auf dem Straßenstrich oder dementsprechenden Etablissements muss man(n) schon immer für sexuelle Dienstleistungen zahlen – Das ist also nichts Neues. Neu ist auch nicht, dass Lokale, die Besuchern die Gelegenheit bieten, sexuelle Handlungen miteinander zu vollziehen in einigen Städten Nordrhein-Westfalens eine Vergnügungssteuer abführen müssen. Köln muss seit 2004 damit leben, Essen weiß wovon wir berichten und auch in Duisburg kennt man sich seit kurzem mit den „Abgaben“ aus.
Neu ist aber, dass nun auch die Dortmunder tiefer in die Tasche greifen müssen. Nach Informationen der Stadt erhofft man so die Stadtkasse um mehr als 700.000 Euro im Jahr 2011 zu füllen. Neues ist eben nicht für jeden schlecht. Für diejenigen, die von den Mehrkosten betroffen sind, sieht das anders aus. In Dortmund sind das vor allem Einrichtungen der Szene. Auch wenn innerhalb der schwulen Lokale, Saunen und Kinos keine Stricher ihre Dienste anbieten, werden die sexuellen Handlungen kostenpflichtig. Zumindest für die Inhaber der jeweiligen Lokalitäten. Diese müssen ab sofort 4,00 Euro pro angefangene zehn Quadratmeter entrichten und das obwohl sie keine finanziellen Mehreinnahmen haben werden. In den meisten Fällen wird dies bedeuten, dass mit veränderten Öffnungszeiten und erhöhten Eintrittspreisen zu rechnen ist. Innerhalb der Dortmunder Szene machen sich aber auch schon erste Spekulationen über die baldige Schließung einiger kleinerer Lokale breit. Wir sind gespannt und hoffen, dass die Szene gewinnen wird und keiner von der neuen Vergnügungssteuer verdrängt wird.













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