Gegen Vorurteile – Homosexuelle werben für Toleranz

Sachsen gilt bundesweit als Schlusslicht in Sachen Gleichstellung – Das soll sich in diesem Jahr ändern. In Dresdner und Leipziger Bussen sowie Straßenbahnen ist seit Montag ein Kurzfilm über homosexuelle Paare zu sehen. Die Initiative “2gleich2” teilte mit, der Zeichentrick-Clip soll zu mehr Respekt und Akzeptanz Homosexueller anregen. Der Film werde nach der Premiere in öffentlichen Verkehrsmitteln auch in sächsischen Kinos gezeigt.

Forderung nach Anpassung von Gesetzen

Entstanden ist der Streifen in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Verein Gerede und einem Zeichentrickstudio. Finanziert wurde der Film aus Spenden. Der Sprecher der Initiative, Sebastian Manzke, sagte: “Unsere Botschaft wollen wir nah an die Menschen tragen, mitten in den Alltag – wo gleichgeschlechtlich liebende Menschen auch heute noch oft offene oder versteckte Diskriminierung erleben.” In vielen Situationen koste es Schwule und Lesben großen Mut, selbstbewusst Anerkennung und Respekt für sich einzufordern.

Neben dem Einsatz für die Anpassung zahlreicher Gesetze in Sachsen, in denen Eingetragene Lebenspartnerschaften gegenüber Ehen ungleich behandelt werden, will die Initiative “2gleich2” ein tolerantes, allen Menschen gegenüber unvoreingenommenes gesellschaftliches Klima fördern. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen nach Angabe der Initiatoren, dass die Ablehnung von Schwulen und Lesben in Sachsen und Bayern bundesweit am höchsten ist.

Das GAY.DE Team unterstütz die Aktion und möchte sie mit Eurer Hilfe weiter verbreiten. Teilt den Beitrag und das Video und zeigt auch Euren Freunden und Bekannten, dass Ihr für Eure Rechte einsteht.

Danke.

Obama outet sich – Merkel verweigert sich weiter

Erst vor vierzehn Tagen sprach sich US-Präsident Obama für eine Öffnung der Ehe von Schwulen und Lesben aus. Mit seinem „Coming Out“ sorgte er für Schlagzeilen, denn er ist der erste Amtsträger, der offen die Belange seiner homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürger beachtet und respektiert.

GAYS.DE User Marcel stellte sich die Frage, wie denn unsere Bundeskanzlerin zu uns – also ihren schwulen und lesbischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern steht und erhielt folgende Antwort aus dem CDU Büro im Konrad-Adenauer-Haus:

„[...] vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Öffnung der Ehe. Frau Merkel erreichen täglich hunderte von Anfragen.  Sie bittet um Verständnis, dass sie deswegen nicht persönlich antworten kann. [...] Die CDU respektiert die Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft, als der Ehe, ihren Lebensentwurf verwirklichen. Wir erkennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

Mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz ist dem Bedürfnis gleichgeschlechtlicher Lebenspartner nach Anerkennung und rechtlicher Absicherung ihrer Verbindung Rechnung getragen worden.
Unsere Familienministerin Kristina Schröder sagte in einem Interview, dass
auch in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft Werte gelebt werden.

Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zusammenleben wollen, haben einen Anspruch auf Toleranz und dürfen nicht diskriminiert werden. Deshalb trat die CDU dafür ein, den rechtlichen Schutz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften dort zu verbessern, wo dieser Schutz nicht oder nur unvollkommen besteht. Eine eigene Rechtsform war dazu nicht erforderlich.“

Des Weiteren hat die CDU/CSU Bundestagsfraktion hat vor wenigen Wochen eine Pressemitteilung zu diesem Thema mit folgendem Inhalt versendet:

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat sich zum zehnjährigen Bestehen des Lebenspartnerschaftsgesetzes für eine komplette Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe ausgesprochen.
Dazu erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach, und die zuständige Berichterstatterin Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Das Vorpreschen der Bundesjustizministerin zum jetzigen Zeitpunkt ist wenig zielführend.
Union und FDP haben sich im Koalitionsvertrag darauf verpflichtet, Rechte und Pflichten von eingetragenen Lebenspartnerschaften in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten. Schon mit dem Jahressteuergesetz 2010 wurden die Lebenspartner bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer den Ehegatten gleichgestellt. Auch die für die Ehe geltenden Regelungen über Besoldung, Versorgung und Beihilfe im öffentlichen Dienst wurden auf Lebenspartnerschaften übertragen.
Ein Steuersplitting für eingetragene Lebenspartnerschaften wäre insofern konsequent, als Lebenspartner wie Ehegatten die gegenseitigen Unterhalts- und Einstandspflichten füreinander tragen.

Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kommt es jedoch nicht in Betracht, eingetragenen Lebenspartnern die gemeinschaftliche Adoption von Kindern zu erlauben. Dabei zweifeln wir nicht daran, dass homosexuelle Erwachsene genauso gute Mütter und Väter sein können. Es geht hier aber nicht um das Recht der Erwachsenen auf ein Kind, sondern um das Recht des Kindes sowohl auf Vater als auch auf Mutter. Eine Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft an dieser Stelle mit der Ehe steht daher für uns nicht zur Debatte.“

In dem bereits 1999 verabschiedeten familienpolitischen Programm der CDU heißt es: „Wir respektieren die Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft ihren Lebensentwurf zu verwirklichen suchen. Wir kennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden können, die grundlegend sind für unsre Gesellschaft. Dies gilt für nichteheliche Partnerschaften zwischen Frauen und Männern. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Wir werben für Toleranz und wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung. Wir wollen prüfen, welche rechtlichen Hindernisse, die dem gemeinsamen Leben und der gegenseitigen Fürsorge im Wege stehen, beseitigt werden können. Wir haben in unserem Grundsatzprogramm unter Punkt 80 die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften festgeschrieben.“

Ein umfassendes ‚Coming Out’ unserer Bundeskanzlerin und der CDU/CSU steht wohl weiterhin in den Sternen. Wir können also nur hoffen, dass die Anträge der Opposition und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger – also UNS – Gehör finden und die derzeit bestehenden Diskriminierung ein Ende hat. Denn keine vollständige Gleichstellung heißt immer noch, dass wir Menschen zweiter Klasse sind…

IDAHO: RAINBOWFLASHS in ganz Deutschland

Am 17. Mai 2012, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie setzen Schwule und Lesben, deren Freunde, Kollegen, Eltern und Geschwister in vielen Städten der Welt ein buntes Zeichen - lassen Luftballons in den Himmel steigen.

An diesem Tag vor 22 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen.

Hier ein Überblick, wo Du aktiv und Deinen Ballon steigen lassen kannst:
Bielefeld: Siegfriedplatz, 19 – 22 Uhr
• Chemnitz: Rathausplatz (Roter Turm), 18 – 19 Uhr
• Dresden: Theaterplatz, 18 – 19 Uhr
• Hamburg: Rathausmarkt, 18.30 – 19.30 Uhr
• Hannover: Opernplatz, 18.30 – 19.30 Uhr
• Jena: Holzmarkt, 16 Uhr
Köln: Rudolfplatz, 17 – 18 Uhr
• Leipzig: Augustusplatz, 18 – 19 Uhr
• Magdeburg: Bahnhofsvorplatz (Willy-Brandt-Platz), 18 – 19 Uhr
• Schwerin: Südufer Pfaffenteich, 18.30 – 19 Uhr
• Stralsund: Weißen Brücken (am Knieperteich), 18.30 – 19 Uhr
• Wiesbaden: Schloßplatz, 18.30 – 19.30 Uhr

Weitere Infos auch auf: http://rainbowflash.info

Wir sind MR. GAY World 2012

Andreas Derleth heißt er. 32 Jahre jung, 1,90 m  groß,  muskelbepackt und verpartnert. Der aus Hassfurt stammende Wahl-Neuseeländer ist am Sonntagabend zum MR. GAY WORLD 2012 gekürt wurden.

Gegen 21 Konkurrenten konnte sich der Inhaber eines Schreibwarengeschäfts im südafrikanischen Johannesburg behaupten. Nun trägt er für ein Jahr den Titel „MR. GAY WORLD“ und ist als Botschafter für die Rechte von Schwulen und Lesben weltweit unterwegs. 20.000 Euro Preisgeld, Kleidung, Kosmetik und Schmuck sollen ihm sein Amt erleichtern und ihn für die Reisen auf die fünf Kontinente wappnen. Zudem gewann er eine Reise für zwei Personen nach Südafrika.

Derleth ist vor vier Jahren in Neuseeland „hängen geblieben“. Nach einem beruflichen Aufenthalt habe er sich in das Land verliebt und ist geblieben. Ein Grund könnte auch sein Partner Tom sein. Mit ihm lebt er in einer Eingetragenen Partnerschaft und betreibt ein Schreibwarengeschäft.

Die Wahl zum „MR.GAY. WORLD“ war bereits im Vorfeld mit Negativschlagzeilen aufgefallen. Zimbabwes Kandidat verzichtete auf die Teilnahme aus Angst um seine Mutter und auch der äthiopische Teilnehmer hatte familiäre Probleme. Er wurde von seinem Vater verstoßen, als dieser von seiner Teilnahme erfuhr. Ebenfalls Honk Kong schickte keinen Teilnehmer ins Rennen. Die Absage wurde mit „Angst vor der Staatsmacht“ den Juroren mitgeteilt.

Dass die Wahl im südafrikanischen Johannesburg stattfand war beabsichtigt. Denn in vielen Ländern des Kontinents steht Homosexualität unter Strafe oder wird von der Gesellschaft mit Ausgrenzung ‚bestraft’. Die Rechte von Homosexuellen sind weltweit stark unterschiedlich. Die Veranstalter meldeten, dass die asiatischen Teilnehmer in der Unterzahl waren. Muslimische Staaten schickten erst gar keine Teilnehmer zur Wahl.

Ein „afrikanischer“ Lichtblick: Die Eltern des namibischen Teilnehmers brachten ihren Sohn zum Flughafen, wünschten den ersten Platz und verabschiedeten ihren feierlich.

(Bild: www.mrgayworld.org)

Erste europäische Online-Befragung zur Homophobie und Transphobie

Heute startet unter dem Titel „Europäische LSBT Studie“ die erste Online-Befragung der EU-Grundrechteagentur (FRA) zur Homophobie und Transphobie in den EU-Mitgliedsstaaten und dem Beitrittsland Kroatien.

Je mehr Menschen sich an der Befragung beteiligen, desto aussagekräftiger und verlässlicher sind die Ergebnisse. Aus diesem Grund bitten wir alle Schwulen und Lesben, Bisexuellen und Transgender auf, sich an der Befragung zu beteiligen, sie bekannt zu machen und entsprechende Informationen an Freundinnen und Freunde sowie Bekannte weiterzuleiten.

Jede Antwort trägt dazu bei, dass die EU die Anliegen von LSBT ernst nimmt und politische Initiativen startet, die darauf abzielen, rechtliche und gesellschaftliche Diskriminierung zu bekämpfen. Die Ergebnisse der Befragung werden die Politik der Gleichbehandlung von LSBT in der Europäischen Union voranbringen. Sie werden Politik und Zivilgesellschaft dabei unterstützen, Strategien und Aktivitäten zu entwickeln, die dazu beitragen, dass LSBT in Europa ein freies Leben in einem diskriminierungsfreien Umfeld führen können.

Zwar gab und gibt es hin und wieder Berichte über das Ausmaß der Diskriminierung von LSBT in Europa. Doch es gibt kein vergleichbares statistisches Material über die täglichen Diskriminierungserfahrungen von LSBT in den verschiedenen Ländern.

Die Befragung ist absolut anonym, wird von Gallup Europe in allen EU-Sprachen und türkischer Sprache durchgeführt, läuft bis Ende Juni 2012 und soll erstmals verlässliches und vergleichbares Datenmaterial zur Verbreitung von Homophobie und Transphobie in den 28 Ländern liefern. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen, systematischen Studie sollen im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden.

GAYS.DE folgt mit diesem Beitrag einem Aufruf des Lesben- und Schwulenverband Deutschland.

Schützen sind gegen Homophobie!

Etwas mehr als eine Woche ist es her, dass die Mitglieder des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) entschieden haben, dass sie zukünftig keine homosexuellen Paare an ihrer Spitze dulden möchten. (GAYS.DE berichtete)
Zwar hieß es von offizieller Seite, dass auch weiterhin Schwule und Lesben willkommen sind, aber als Königspaar dann eben nur als Einzelperson.

Seither hat sich einiges getan – Nicht das der BDHS seine Meinung und Entscheidung geändert hätte – im Gegenteil. Doch Protest aus den eigenen Reihen und sogar Morddrohungen sind seither vermehrt eingegangen. Auf Nachfragen wurde dies bereits bestätigt.
Nach Meinung des BDHS sind homosexuelle Königspaare nicht mit der christlichen Tradition vereinbar. In Köln wurde unterdessen Strafanzeige gestellt und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes prüft, ob ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz vorliegt.

Aber weit mehr ist seither geschehen – denn auch aus den eigenen Reihen weht Protestwind. So haben zum Beispiel fünf Schützen aus Neuss eine Initiative gegen Homophobie und Diskriminierung im Schützenwesen ins Leben gerufen.
Die „Schützen gegen Homophobie“ möchten sich von der Entscheidung des BDHS distanzieren. Sie sehen den Beschluss als „einen Verstoß gegen die religiösen Grundsätze der Brüderschaft“ aber auch gegen das verfassungsrechtlich verankerte Diskriminierungsverbot.

Mittlerweile hat die eigens gegründete Facebook-Gruppe schon 200 Anhänger und Auch der LSVD unterstützt die fünf Schützen. Auf der Aktions-Homepage können Protestbriefe und weitere Informationen abgerufen werden.

St. Petersburg: Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ kommt

Schon vor ein paar Tagen haben wir in unserer Facebook-Timeline davon berichtet: In Russland, genauer gesagt in St. Petersburg wird das Stadtparlament über ein neues Gesetz entscheiden, welches die „Propaganda“ homosexueller Lebensweisen und Co. Unter Strafe stellt.

Am Mittwoch soll es zum Beschluss gekommen. Ab dann sind sowohl Werbemaßnahmen mit Regenbogenfahnen und anderer „queerer Symbolik“ verboten, wie auch öffentliche Aktionen. Damit ist unter anderem ein Demonstrationsverbot für Schwule und Lesben die Folge.

Der geplante CSD sowie viele weitere Veranstaltungen zur Anerkennung und Toleranzbegründung sind somit ersatzlos gestrichen. Zuwiderhandlungen können neben Haftstrafen dann zudem mit einer Geldstrafe von 120 bis 12.000 Euro verhängt werden.

Auch in der russischen Hauptstadt Moskau diskutiert man nun über ein solches Gesetz. Erste Stimmen wurden bereits laut, dass ein landesweiter Gesetzentwurf gefertigt und beschlossen werden müsse.

Aus gegebenem Anlass, rufen die russischsprachige LGBT-Vereinigung Deutschlands “QUartEERa” (Berlin), das lesbisch-schwule Menschenrechtsfilmfestival Side by Side (St. Petersburg), “Rainbow Association”(Moskau), die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) zur Demonstration vor der russischen Botschaft in Berlin.

„Wir demonstrieren vor der russischen Botschaft in Berlin um das homophobe Gesetzesvorhaben in St. Petersburg zu stoppen, denn es ist ein Anschlag auf die Menschenrechte.“, so Klaus Jetz von der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Termin: Mittwoch, 15.02.2012, 17.00 Uhr 
Ort: vor der russischen Botschaft, Unter den Linden 63-65, Berlin.

Filmtipp: Fucking Different

“Fucking Different XXX” ist das neueste ´Crossover´ XXX-Film-Exemplar der vor sechs Jahren ins Leben gerufenen Filmreihe “Fucking Different”. Die Idee dahinter: Lesben inszenieren schwulen Sex und Schwule setzen sich mit der weiblichen Lust auseinander.

Begonnen hat alles in Berlin, mittlerweile ist daraus aber ein internationales Filmprojekt entstanden, das Szenen aus Berlin, Paris, New York, San Francisco und Toronto zeigt. Und jede ist anders. Anders inszeniert, anders umgesetzt und immer wieder aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet. So zeigt der Kurzfilm „Litith (Mother of Evil)“ die biblische Geschichte von Kain und Abel in einer New Yorker Schwulenbar. „New Kid on the Block“ hingegen zeigt fast dokumentarisch den ersten mehr oder weniger unbeholfenen schwulen Sex zweier Teenanger. Der Blickwinkel ist entscheidend.

Er entscheidet auch darüber, mit was Ihr Euch auseinander setzen wollt oder eben nicht. Denn „Fucking Different XXX“ zeigt eine ungewöhnliche Vielfalt der verschiedensten queeren Sexpraktiken auf und führt an das heran, was den meisten von uns wohl eher bisher fremd war.
Viele Klischees und Vorurteile von lesbisch/schwulem Sex werden gebrochen und vielleicht ja auch beseitigt.

Was die Autoren/Regisseure aber eigentlich mit ihren Beiträgen erreichen möchten ist, dass sich Lesben und Schwule anders annähern. Und eben neue Blickwinkel schaffen – Denn „[...] der queere Crossover Porno verbietet nicht, er schafft Neues.“.

„Fucking Different XXX“ beleuchtet die Situation in der „es“ passiert und das auf eine ungewohnt unterhaltsame und kreative Art, die uns genau das zeigt, was uns bei uns nicht betreffendem queeren Sex bisher so fremd war.

Kinostart ist am 9. Februar 2012

Pflege für Homosexuelle ist ein Thema in NRW

Wie sieht die Pflege für homosexuelle Menschen aus? Unter pflegebedürftigen Menschen befinden sich auch Schwule und Lesben, im Pflegealltag wird diese Tatsache aber oft vernachlässigt. Daher fördert das NRW-Gesundheitsministerium jetzt die so genannte kultursensible Altenpflege.

Zur Fachbeauftragten wurde Gabi Stummer ernannt, die ihren Schreibtisch im Kölner Beratungszentrum Rubicon hat, welches auch als offizieller Träger fungiert. Die Wissenslücke bei Pflegekräften über die Lebenskultur von homosexuellen Menschen zu füllen, ist eine der zentralen Aufgaben, die sich Stummer vorgenommen hat, schreibt das Hamburger Portal „schwulissimo.de“.

Sie will erreichen dass die Kenntnisse über lesbische und schwule Lebensformen in die Pflege eingebunden werden: „Das kultursensible Fachwissen ist unabdingbar für die Pflege, wenn sie ihrem professionellen Auftrag der Gesundheitsförderung und -erhaltung bei gleichgeschlechtlich liebenden Menschen nachkommen will.“, erklärt sie.

Gabi Stummer ist promovierte Pflegewissenschaftlerin mit Berufserfahrung in der qualitativen und quantitativen Pflegeforschung, in der Hospizarbeit sowie der stationären und ambulanten Altenpflege. (Quelle: PRIDE1/td; Bild: dpda)

140 Hotels weltweit bei „Gay Travel“

Einer mehr, der um zahlungskräftige Kunden kämpft: Der Reiseveranstalter Dertour bietet erstmals einen speziellen Katalog für Schwule und Lesben an. Dieser enthält rund 140 Hotels aus der ganzen Welt, die sich auf homosexuelle Gäste spezialisiert haben.

“In normalen Katalogen verlieren sich diese Angebote”, sagte der Produktverantwortliche Dietmar Malcherek bei der Vorstellung des Katalogs in Berlin.

Der Katalog gliedert sich in die drei Bereiche Städtereisen, Strand- und Aktivurlaub. In einigen Hotels sind sowohl homo- als auch heterosexuelle Gäste willkommen, andere richten sich ausschließlich an Homosexuelle. Während es einige reine Schwulenhotels gibt, sind reine Lesbenunterkünfte kaum vertreten.

Nach Aussage von Malcherek verreisen homosexuelle Männer häufiger als homosexuelle Frauen. Sowohl Paare als auch Einzelreisende will Dertour mit dem Katalog ansprechen.

Rund fünf Prozent der Deutschen gelten laut Dertour als homosexuell. Etwa ein Viertel davon verreise regelmäßig. Der Markt ist dementsprechend relativ klein. Doch Schwule und Lesben gelten als relativ zahlungskräftig. Bisher liefen deren Urlaubsbuchungen vor allem über das Internet.

Besonders stark vertreten in dem Katalog sind Länder wie Spanien und die USA. Staaten, in denen Homosexualität unter Strafe steht, hat Dertour nach eigenen Angaben nicht aufgenommen. So sind zum Beispiel Marokko, Dubai, Malaysia, China und Thailand nicht vertreten, obwohl es auch dort mittlerweile eine relativ große Homosexuellen-Szene gibt.