Wenn es was Neues wäre, könnte man die ganze Aufregung ja vielleicht noch verstehen. Aber das Apple-Chef Cook homosexuell ist, dass ist nun bekannt. In den Vereinigten Staaten ist dann eben doch alles anders: Denn die sexuelle Orientierung des öffentlichkeitsscheuen Cook sorgt für Diskussionen. Bereits von einigen Monaten erschienen erste Berichte über den schwulen Nachfolger von Steve Jobs. Erste Gerüchte über den nun „mächtigsten Schwulen Manager der Welt“ machten die Runde. Jetzt legen die US-Journalisten noch einen nach: Die sexuelle Orientierung des neuen Apple-Chefs dürfe kein Tabu sein.
Ob Zwansouting oder nicht – Cook wird in Zukunft mitten im Rampenlicht stehen. Nicht zwingend aufgrund seiner Homosexualität, in Verbindung mit seiner Position bei Apple jedoch umso mehr.
Entfacht hat die ganze Diskussion anscheinend ein Reuters-Journalist. In einem Kommentar forderte er seine Kollegen dazu auf, die sexuelle Orientierung Cooks nicht zu tabuisieren. Für viele Menschen – die aufgrund ihrer eigenen Sexualität diskriminiert werden – sei Cook ein Vorbild. Immerhin hat er geschafft, was für viele Schwule und Lesben noch unerreichbar scheint. Schwul und erfolgreich – Das ist Apple-CEO Tim Cook.
Doch die Stimmen zu Cook hallen auch in die andere Richtung. „Das Outing als Schlagzeile zu nutzen ist kein Journalismus, sondern Bloßstellung und verachtend.“, heißt es in einem US-Magazin.
Ob schwul, lesbisch, bi- oder heterosexuell – die sexuelle Orientierung darf nicht ausschlaggebend für die berufliche Qualifikation sein. Diversity Management ein wichtiges Thema, was noch lange aktuell bleiben wird.








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