Die „neue“ Homosexualität von Apple-Chef Cook

Wenn es was Neues wäre, könnte man die ganze Aufregung ja vielleicht noch verstehen. Aber das Apple-Chef Cook homosexuell ist, dass ist nun bekannt. In den Vereinigten Staaten ist dann eben doch alles anders: Denn die sexuelle Orientierung des öffentlichkeitsscheuen Cook sorgt für Diskussionen. Bereits von einigen Monaten erschienen erste Berichte über den schwulen Nachfolger von Steve Jobs. Erste Gerüchte über den nun „mächtigsten Schwulen Manager der Welt“ machten die Runde. Jetzt legen die US-Journalisten noch einen nach: Die sexuelle Orientierung des neuen Apple-Chefs dürfe kein Tabu sein.

Ob Zwansouting oder nicht – Cook wird in Zukunft mitten im Rampenlicht stehen. Nicht zwingend aufgrund seiner Homosexualität, in Verbindung mit seiner Position bei Apple jedoch umso mehr.
Entfacht hat die ganze Diskussion anscheinend ein Reuters-Journalist. In einem Kommentar forderte er seine Kollegen dazu auf, die sexuelle Orientierung Cooks nicht zu tabuisieren. Für viele Menschen – die aufgrund ihrer eigenen Sexualität diskriminiert werden – sei Cook ein Vorbild. Immerhin hat er geschafft, was für viele Schwule und Lesben noch unerreichbar scheint. Schwul und erfolgreich – Das ist Apple-CEO Tim Cook.
Doch die Stimmen zu Cook hallen auch in die andere Richtung. „Das Outing als Schlagzeile zu nutzen ist kein Journalismus, sondern Bloßstellung und verachtend.“, heißt es in einem US-Magazin.

Ob schwul, lesbisch, bi- oder heterosexuell – die sexuelle Orientierung darf nicht ausschlaggebend für die berufliche Qualifikation sein. Diversity Management ein wichtiges Thema, was noch lange aktuell bleiben wird.

Lebenspartnerschaft: 23.000 sagten „JA“

Wie eine Erhebung des statistischen Bundesamtes ergeben hat, lebten im vergangen Jahr rund 23.000 Paare in sogenannten eingetragenen Lebenspartnerschaften. Dabei wurden nur die Paare berücksichtigt, die nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz registriert sind. Hinzu kommen rund 63.000 schwule und lesbische Pärchen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zusammen leben, diese aber noch nicht eintragen lassen haben.

Erhoben wurden die Daten aus den Ergebnissen des Mikrozensus 2010. Mit der großen jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa wird unter anderem der Familienstand abgefragt. Dieser aber erst seit 2006.

Im Vergleich zu den Vorjahren, leben heute rund 37 % der gleichgeschlechtlichen Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Im Jahr 2006 waren es nur rund die Hälfte.

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der im Gegensatz zur Volkszählung nur nach bestimmten Zufallskriterien ausgewählte Haushalte beteiligt sind. Die Anzahl der Haushalte wird so gewählt, dass die Repräsentativität der Ergebnisse statistisch gesichert ist. Der Mikrozensus dient dazu, die im Rahmen von umfassenden Volkszählungen erhobenen Daten in kurzen Zeitabständen mit überschaubarem organisatorischem Aufwand zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

CSD Bielefeld – Geoutet!

Unter dem Motto Geoutet feiern Lesben, Schule, Transgender und Queers am 16. Juli 2011 den CSD in Bielefeld. Immer mehr Lesben und Schwule entscheiden sich – nach einem auch heute noch oftmals schwierigen Coming-Out – geoutet offen und selbstbewusst lesbisch und schwul zu leben.

Geoutet steht aber auch für die Bedrohung als lesbisch oder schwul geoutet zu leben und deshalb verspottet, gemobbt oder gar misshandelt zu werden. Geoutet verweist darauf, dass trotz aller Erfolge bei der Gleichstellung Heterosexualität nach wie vor die Norm ist und Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Oueers von dieser Norm abweichen.

Der Bielefelder CSD fordert, dass Lesben, Schwule, Heterosexuelle, Bisexuelle, Transgender und Oueers ihre sexuellen und sozialen Identitäten gleichberechtigt, offen und selbstverständlich leben können. Coming-Out oder Outing sind dann überflüssig!

Zum Gelingen des Christopher Street Days in Bielefeld hat auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ein paar Worte finden können. In ihrem persönlichen Grußwort zum CSD 2011 zeigt sich die Kompassnadelträgerin optimistisch und appelliert an diejenigen, die noch nicht in einem offenen und toleranten Miteinander angekommen sind.

Das die Ostwestfalen einiges zu bieten haben, beweisen sie mit ihrer umfangreichen und vielfältigen Kulturwoche im Vorfeld der Parade und des Straßenfestes. So gab es bereits eine Warm Up Party, einen Kinoabend und einen Crash Tanzabend. Heute findet eine Fachtagung zum Thema  “Bi? – Homo? – Hetero? –oder was?” Sexuelle Identitätsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen”  statt und am Abend laden die Veranstalter zu Kabarett und mehr  mit Vanessa Maurischat und Holger Edmaier. Die beiden Künstler präsentieren Sahneschnittchen aus ihren Soloprogrammen sowie einige Ausblicke auf ihr neues Programm „Nacktbaden“.

Am Samstag geht es dann weiter mit dem Hissend er Regenbogenflagge am Rathaus. Oberbürgermeister Pit Clausen wird die Parade anschließend feierlich eröffnen. Weiter geht’s dann auf dem bekannten „Siggi“ bevor es zur Abschlussparty ins Forum geht.

Alle Termine im Überblick gibt’s hier.

 

Homoaktivisten erhalten Einladung zum Sommerfest des Bundespräsidenten

Abschluss vom Somemrfest 2010

Wenn Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau in diesem Jahr zum traditionellen Sommerfest im Park von Schloss Bellevue die Gäste begrüßen, sind auch engagierte Lesben und Schwule aus Nordrhein-Westfalen dabei. Wie das Portal „lesben.org“ meldet sind Dr. Ann Marie Krewer aus Düsseldorf und Reinhard Klenke aus Köln sind zum 1. Juli nach Berlin eingeladen.

Dr. Ann Marie Krewer war von 1997 an für das Frauenbildungshaus Zülpich Deligierte/Kontaktfrau zur Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW, sie gehörte drei Jahre dem ehrenamtlichen Vorstand der LAG Lesben in NRW e.V. an. Seit September 2008 engagiert die Bildungsreferentin sich in der Jury, die jährlich die Verleihung des Augspurg-Heymann-Preises an couragierte Lesben organisiert und durchführt.

Reinhard Klenke setzt sich seit drei Jahrzehnten mit großem Engagement ehrenamtlich für die Belange von schwulen Männern ein. Vor 20 Jahren hat er den Kölner Lesben- und Schwulentag (CSD-Ausrichter) mitbegründet, ist beinahe ebenso lange Vorstand vom Schwulen Netzwerk NRW und sein jüngster Einsatz dient der im Jahre 2010 gegründeten ARCUS-Stiftung.

Bundespräsident Wulff würdigt damit zwei Menschen, die sich nachhaltig ehrenamtlich für die Belange von lesbischen Frauen und schwulen Männern in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus eingesetzt haben. Mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement setzen sie in der Community und in der Politik gleichermaßen Akzente, die über Jahre hinaus ihre positive Wirkung für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben entfalteten. (Quelle: PRIDE1/td; Bild: ddpa)

In 8 Tagen beginnt der ColognePride

Von heute an dauert es noch genau acht Tage, bis der ColognePride 2011 offiziell eröffnet wird. Traditionell wird Europas größtes Fest für die schwul-lesbische Community auch in diesem Jahr mit dem Fantasypride im Phantasialand in Brühl eröffnet. Ab da heißt es zwei Wochen lang zwischen zahlreichen Veranstaltungen aus Politik und Kultur sowie Party und Straßenfesten zu wählen – oder einfach alle zu besuchen. Das Programm zum ColognePride verspricht auf jeden Fall wieder abwechslungsreich³ zu werden.

Unter dem Motto „Liebe ist…“ werden in den kommenden Wochen wohl mehr als eine Million Besucher in der Domstadt erwartet werden können. Warum das Motto in diesem Jahr so einfach wie auch gleich gut ist, erklären die Veranstalter wie folgt: „Liebe ist so vielfältig wie das Leben. Jede Liebe hat den gleichen Wert. Liebe verdient stets Respekt. Und manchmal erfordert sie auch Mut.“ – Klare Worte die nicht nur innerhalb der Community ein Zeichen setzen wollen.

Spektakulär wird es schon in acht Tagen. Zum Fantasypride gibt es neben exklusiven Shows und halsbrecherischen Fahrten auch so einiges fürs Auge. Künstler wie Kay Ray und René Gligée werden die Besucher „verzaubern“ und einen traumhaften Einstieg zum ColognePride bieten. (GAYS.DE berichtete)
Das Phantasialand setzt übrigens bereits zum achten Mal ein Zeichen für Toleranz und zelebriert den Wunsch nach Spaß, Abenteuer und Unterhaltung.

Weitere Veranstaltungen wie das Sommerfest im Bermudadreieck, die Kölner Aids-Gala, Kerzenlichter gegen das Vergessen und die ein oder andere Party in der Mumu oder Kölns in Club dem Venue runden das Programm ab.

Höhepunkt des ColognePride wird auch in diesem Jahr wieder das CSD-Wochenende vom 1. bis 3. Juli sein. Neben einem großen Straßenfest wird die Parade am Sonntag abermals ein Zeichen für Gleichberechtigung, Toleranz und gesellschaftliches Miteinander setzen.

Gleichstellung für homosexuelle Beamte in NRW

Homosexuelle Beamtinnen und Beamte in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind nun auch in Nordrhein Westfalen mit ihren heterosexuellen Kollegen gleichgestellt. Die schwulen und lesbischen Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter, die in Eingetragener Lebenspartnerschaft leben, erhalten ab sofort die gleichen Familienzuschläge und die gleiche Hinterbliebenenpension wie die Kolleginnen und Kollegen, die in einer Ehe leben. Die Gleichstellung wird rückwirkend zum 03.12.2003 erfolgen.

„Mit diesem Gesetz kommt die neue Landesregierung einer langjährigen Forderung des LSVD nach: Die vollständige Gleichstellung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Landesrecht. Das war von der alten schwarz-gelben Regierung immer wieder abgelehnt worden. Wir freuen uns, dass die rot- grüne Landesregierung eines der Versprechen des Koalitionsvertrages nun eingelöst hat.“, so Arnulf Sensenbrenner, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes NRW (LSVD).

Die Gleichstellung in Thüringen wird demnächst folgen. Lediglich in Sachsen lehnt die dortige schwarz-gelbe Koalition die Gleichstellung weiterhin kategorisch ab. In Baden-Württemberg war das bisher genauso, der LSVD erwartet, dass die neue grün-rote Regierung dort die Gleichstellung zügig in Angriff nimmt. (Quelle: PRIDE1.de/ml)

Jugendfilmprojekt „queerblick“ ausgezeichnet

Das sich Engagement und Hartnäckigkeit bezahlt machen, dass hat das schwul-lesbisch-transidente Jugendprojekt „queerblick“ in den letzten Wochen erfahren können. Im Rahmen des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ wurde das innovative und zukunftsträchtige Projekt mit dem Zusatz „Ausgewähler Ort 2011“ ausgezeichnet.

Die Schirmherrschaft zum Wettbewerb hatte Bundespräsident Christian Wulff inne. Dieser war bei der Preisverleihung im Dortmunder Rathaus zwar nicht anwesend, gratulierte aber postalisch.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Immerhin gehören wir jetzt zu den insgesamt 16 Preisträgern aus dem Ruhrgebiet.“, so queerblick.
Die zweite Auszeichnung in diesem Jahr gab es von einem Gemeinschaftsprojekt der UNESCO mit der dm-Drogerriekette. Hier konnte das junge Team die Vereinskasse mit 1.000 Euro aufstocken.

Bundesweit ist „queerblick“ das erste Magazin für schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Jugendliche. Zu kleinen und größeren Filmprojekten treffen sich nicht nur Gleichgesinnte sondern auch engagierte Jugendliche, die gemeinsam etwas erreichen möchten: Endlich von der Gesellschaft unabhängig von ihrer sexuellen Identität akzeptiert werden.

Andersrum im Bundestag – Politik meets Homosexualität

Die Homophobie im Sport ist noch immer stark ausgeprägt. Zu dieser Einschätzung gelangten die zu einer öffentlichen Anhörung des Sportausschusses am Mittwochnachmittag geladenen Experten. ”Lesben und Schwule müssen ihre sexuelle Orientierung verstecken“, sagte die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling. Da Leistungssportler im Falle eines Bekenntnisses mit einer negativen Reaktion durch ihr Team, die Fans oder auch der Sponsoren rechnen müssten, stünden sie unter einem enormen Druck, sagte Eggeling, die seit vielen Jahren zu dem Thema forscht. Das  ”Verstecken“ koste viel Energie, was wiederum dazu führen könne, dass die Sportler ihre Höchstleistungen nicht erreichen könnten. Es sei daher davon auszugehen, dass die Rate der Aussteiger aus dem Sport bei homosexuellen Aktiven überdurchschnittlich sei.

Bei ihm sei dies der Fall gewesen, bestätigte Marcus Urban. Als ehemaliger Jugendnationalspieler sei er  ”auf dem Sprung ins Fußball-Profigeschäft“ gewesen. ”Wenn man sich aber 24 Stunden am Tag verstecken muss, um nicht als schwuler Fußballer entdeckt zu werden, ist ein selbstbestimmtes Leben nicht mehr möglich“, sagte Urban. Da jedoch nicht nur der Fußball von der Homophobie betroffen sei, sollte seiner Ansicht nach der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eine ”Diversity-Stelle“ schaffen. ”Ich hätte mir damals gewünscht, einen Ansprechpartner im organisierten Sport zu haben“, sagte er.

Ein solches Ressort gebe es schon, sagte der Generalsekretär des DOSB Michael Vesper. Zugleich räumte er ein, erst seit kurzem mit dem Thema Homophobie befasst zu sein. ”Bisher ist das Thema eher vermieden worden.“ Dennoch sei klar, dass der DOSB gegen jede Form der Diskriminierung vorgehe. So habe man auch die von der Bundesregierung unterstützte Charta der Vielfalt unterzeichnet. ”Unser Ziel muss es sein, dass niemand Nachteile durch seine sexuelle Orientierung erleidet“, sagte Vesper. Zugleich machte er deutlich, dass auch niemand gezwungen werden sollte, seine sexuelle Orientierung öffentlich zu machen. Ein ”Muss“, so entgegnete Marcus Urban, solle ein Outing in der Tat nicht sein, aber: ”Ich muss es dürfen.“

Dass die ”gewachsene gesellschaftliche Toleranz gegenüber Homosexualität“ im Fußball noch nicht angekommen sei, bestätigte Michael Gabriel von der Koordinierungsstelle Fanprojekte. Zwar könnten bekennende Homosexuelle ”Fernsehsendungen moderieren, Bücher schreiben und Städte regieren“, aber nicht Profifußball spielen. Schwul, so Gabriel, werde in Fußballkreisen traditionell als ganz normales Schimpfwort verwendet. Gleichwohl gebe es einzelne Fanprojekte, die auf das Thema Homosexualität und Fußball aufmerksam gemacht hätten. Bis zu einer Selbstverständlichkeit im Umgang mit Homosexualität im Fußball sei es jedoch noch ein langer Weg, sagte Gabriel.

Den Eindruck, dass Homosexualität allgemein eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz erhalten habe, könne sie nicht teilen, sagte die frühere Bundesligaspielerin Tanja Walther-Ahrens. ”Homosexuell zu sein, ist noch lange nicht normal“, befand sie. Daran ändere auch ein ”schwuler Bürgermeister“ nichts. Walther-Ahrens fordert von der Politik, das Problem der Homophobie immer wieder zu thematisieren. Der Fußball selber könne einen Beitrag etwa im Bereich der Jugendtrainer leisten. Wenn mal wieder von einem ”schwulen Pass“ die Rede sei, sollte es nicht gerade der Trainer sein, der diesen Ruf noch verstärkt, forderte die Sportwissenschaftlerin. (PM/hib/HAU/jbi)

 

Größer – Vielfältiger – Spektakulärer

Die GAYVENTION präsentiert sich am kommenden Wochenende unter dem Motto: „same but different“ und verspricht nicht nur größer, vielfältiger und spektakulärer zu sein, sondern auch einmalig zu werden. Kommt und erlebt Eure Community auf Europas exklusivster Messe für schwulen Lifestyle und besucht GAYS.DE am eigenen Messestand.

GAYS.DE lädt Dich ein

Neben mehr als 80 Ausstellern bietet die GAYVENTION eine Plattform für die queere Community.  Zum zweiten Mal begrüßt die Messe Schwule, Lesben, Bisexuelle und alle Interessierten am Hamburger Flughafen und lockt mit einem interessanten Programm.
Gleichgesinnte treffen und sich in und über die Szene informieren – GAYS.DE lädt Dich ein. Antworte uns, warum Du auf die GAYVENTION musst und wir holen Dich und eine Begleitperson am Eingang zu schwul-lesbischen Lifestyle Messe in Hamburg ab.

Wir freuen uns auf die GAYVENTION und feiern mit allen Besuchern am Abend auf der großen Messeparty im Hamburger Parlament. Bis dahin…

Alles zur GAYVENTION auf GAYS.DE

Apple in der Kritik – homophobe App muss weichen

Vor zwei Tagen haben wir Euch über die neuesten Geschehnisse im App Store von Apple informiert. Seitdem ist einiges geschehen: Mehr als 145.000 Unterzeichner haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Apple die homophobe App aus dem Angebot nimmt. Die Kalifornier haben reagiert: Die App wurde kommentarlos aus dem App Store entfernt.

Eingestellt wurde die Application von einer selbsternannten Homo-Heilergruppe aus den USA. ‚Exodus International‘ waren bereits seit Mitte Februar mit ihrem Angebot im App Store vertreten. Die christliche Gruppe wollte ihren Anhängern einen Mehrwert bieten. Alle auf der Website zur Verfügung stehenden Dienste und Angebote konnten sodann auch auf dem IPhone genutzt werden. Bei genauem Betrachten der App ist jedoch schnell aufgefallen, dass die Gruppe auch damit wirbt, Homosexuelle von „ihrem Leiden zu befreien“. Ein Angebot, das in der Welt auf Gegenstimmen stoß.

Engagement und Hartnäckigkeit der queeren Community haben letztlich gesiegt. Die App wurde von Apple kommentarlos aus dem Angebot entfernt.
Wir finden „richtig so“, denn Angebote von schwulen und lesbischen Anbietern müssen den Auflagen des App Stores auch Folge leisten und werden oftmals gar nicht erst zugelassen. (Foto: Apple.com)