Dürfen Muslime nicht homosexuell sein?

Seine angebliche Homosexualität ist einem Muslim aus Bielefeld zum Verhängnis geworden: Die Familie seiner Ehefrau hat „als nötigende Wiedergutmachung“ Geld von ihm gefordert. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurden dabei mehrfach illegale Mittel angewandt.

Die aus dem Irak stammende Frau und ihr Mann sind seit 2010 nach religiösem Recht verheiratet und leben in Bielefeld. Schon kurz nach der Hochzeit hegte die Frau den Verdacht, ihr Mann sei homosexuell.
Sie hatte ihn nach eigenen Angaben überrascht, als er sich entsprechende Internetseiten auf seinem Laptop ansah, und hatte im Telefonbuch seines Handys die Nummern von Männern entdeckt, die sie
nicht kannte. Die Frau informierte ihre Familie, die außer sich gewesen sein soll.

Nach Ermittlungen der Bielefelder Polizei bestellten die Verwandten den angeblich homosexuellen Ehemann und seine Mutter unter einem Vorwand in eine Wohnung, in der der Mann massiv unter Druck gesetzt worden sein soll. Er wurde aufgefordert, die Ehe sofort aufzulösen und
der Ehefrau alle Gegenstände auszuhändigen, die ihr gehörten.  Zudem sollte er für seine Homosexualität eine Strafe zahlen.

Polizeiangaben nach soll von einer Summe von rund 25 000 Euro zunächst die Rede gewesen sein, später sollen die Verwandten nur noch 10 000 Euro gefordert haben, allerdings mit der Drohung, den
Mann im Weigerungsfall zu töten. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Anklage erhoben, die Ermittlungen laufen.

Wir stellen uns die Frage, ob es in Deutschland lebende schwule und bisexuelle Männer mit einer anderen religiösen Identität schwerer haben als Evangelisten und Katholiken.

Kennt Ihr eventuell betroffene Jungs und Männer oder seid Ihr gar selbst „betroffen“? Berichtet über Eure Erfahrungen, Eure Eindrücke und startet mit uns eine neue Diskussionsrunde…

Mehr zum Thema in den GAYS.DE News

Vitamin C für den Videochat – Wir sind wetterfest!

Euer GAYS.DE Videochat wurde überarbeiten und bietet ab sofort noch mehr Komfort. Nicht nur dass Ihr jetzt direkt sehen könnt, welcher Eurer Freunde online ist, auch eine übersichtlichere Vorschau der einzelnen Chaträume bringt noch mehr Spaß beim Chatten und Kennenlernen.

Die Straßenlaternen brennen schon ab 17:00 Uhr und auch das Wetter spielt nicht mehr so mit, wie es sollte. Es wird dunkel, nass und kälter. Ein Grund mehr es sich am Abend daheim gemütlich zu machen. Egal ob auf dem Sofa, vorm Fernseher oder vor dem Rechner – Hauptsache warm und gemütlich.

Viele von Euch sind in den Herbst- und Wintermonaten wieder häufiger online und nutzen das Internet um neue Leute kennen zu lernen, sich die Zeit zu vertreiben oder auch einfach nur um ein wenig zu Stöbern.

Trefft Eure Freunde im Videochat

Wir haben unserem Videochat eine ausreichende Vitaminkur verpasst, damit Ihr zukünftig noch mehr Spaß beim Chatten und Kennenlernen neuer Leute habt. Nicht nur, dass Ihr jetzt direkt sehen könnt, welcher Eurer Freunde online ist, mit der neuen Filterfunktion bekommt Ihr nur noch Chaträume angezeigt, in denen was los ist und Ihr Euch gerne einloggen wollt. Wenn Ihr wissen wollt, wer alles im jeweiligen Chatraum vertreten ist, könnt jetzt schon vor dem Betreten des Raumes einen Blick wagen. Interessante Jungs und Männer dabei? Dann nichts wie eingetreten…

Für den Fall, dass nicht alle Chatter ausreichende Umgangsformen besitzen, haben wir zusätzlich den „heißen Draht“ zu unseren Mitarbeitern eingerichtet. In jedem Raum befindet sich der Button, mit dem Ihr direkt alle anwesenden Chat-Ops rufen könnt. Diese werden Euch nach bestem Gewissen weiterhelfen und kniffelige Situationen klären.

Viel Spaß im neuen GAYS.DE Videochat wünscht Euer GAYS.DE Team

Wild Germany: Bugchasing

Er sucht nach Opfern ritueller Gewalt, die seit ihrer Kindheit in satanistischen Zirkeln gequält werden. Er Spricht mit islamistischen Rappern, die in ihren Texten ihren Hass verdeutlichen. Und er sucht nach Männern, die sich willentlich mit dem HI-Virus infizieren wollen…

Manuel Möglich ist ZDFneo-Reporter und zeigt in sechs Folgen, was in Deutschland so alles passiert aber bisher selten Beachtung fand. Manuel ist mitten im Geschehen, immer live dabei. Er geht schrägen Gerüchten auf die Spur und deckt so einige (bisher unbekannte) Phänomene auf.
Aufgefallen sind uns seine Reportagen beim Deutschen Fernsehpreis 2011. Als Nominierter in der Kategorie „Beste Reportage“ ist sein Beitrag zum Thema Bugchasing aufgefallen, den wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Dabei möchten wir darauf verweisen, dass wir mit diesem Beitrag weder Personengruppen diskriminieren noch vorführen wollen. Wir möchten lediglich objektiv berichten und deutlich machen, dass das HI-Virus allgegenwärtig ist. Wer sich allerdings wie den Gefahren aussetzt – dahingehend können wir nur an Euer eigenen Gewissen appellieren.

Auf der Suche nach Bugchasern, also Männer die sich wissentlich mit dem HI-Virus infizieren wollen, zieht es Manuel zu Recherchezwecken zum Robert-Koch-Institut. Er trifft sich mit HIV-Positiven und spricht das Thema Bugchasing offen an. Bei Claude, einem Infizierten, erfährt er, dass regelmäßige Sexpartys veranstaltet werden – Verhütung spielt dabei allerdings keine Rolle. Auch bei Tobias und René aus Leipzig ist der Umgang mit dem Virus anders. Beide sind positiv, beide haben ungeschützten Verkehr, beide haben schon andere mit deren Einverständnis infiziert. Bugchasing – eine Art Russisch Roulette. Zumindest für den der noch nicht infiziert ist.

AIDS gehört zu einen der weltweit verbreitetesten Krankheiten.  Sie ist gefährlich und wir möchten die Arbeit der AIDS-Hilfen und Institutionen auch weiterhin unterstützen. Aufklärung und Prävention können dazu beitragen, dass Neuinfektionen vermieden werden. Allein daher möchten wir Euch die Folge zu „Bugchasing“ nicht vorenthalten:

Laut UNAIDS haben sich innerhalb der letzten 30 Jahre der Pandemie rund 60 Millionen Menschen weltweit mit dem HI-Virus infiziert, 25 Millionen sind bereits an der Immunschwächekrankheit gestorben. Nach aktuellen Informationen des Robert-Koch-Instituts sind derzeit rund 70.000 Menschen in Deutschland infiziert. Allein im Jahr 2010 sollen mehr als 3000 Deutsche neu mit dem HI-Virus infiziert haben.

Dr. Ulrich Marcus (RKI) antwortet:
Infiziertenzahl – Infektionsgefahr – Behandlung – Bugchasing
Zu den anderen fünf Reportagen von Manuel Möglich.

Mein Mann ist schwul – Und nun?

Die einen wissen es schon immer, die anderen finden es im Laufe ihres Lebens heraus. Schwulsein oder auch die eigenen bisexuelle Neigung zu akzeptieren fällt nicht jedem leicht. Besonders schwer fällt es vielen, wenn sie seit Jahren ihre eigene Sexualität verdrängen, nicht akzeptieren wollen. Sie leben ihren Alltag und führen ein ‚Doppelleben‘.

Doch was ist, mit den Frauen, den Familien. Was ist wenn sich der eigene Partner nach langen Jahren plötzlich outet? Wie reagieren die (Ehe-)Frauen und der Rest der Familie? Obwohl die Mehrheit der Männer von einer inneren Befreiung ausgehen kann, für andere bricht oftmals eine Welt zusammen.

Das Familiennetzwerk „Tangiert“ ist eine Selbsthilfegruppe im Raum Frankfurt, die sich mit eben dieser Thematik beschäftigt. Die Selbsthilfegruppe (mittlerweile auch mit bundesweiten Regionalgruppen) gibt Hilfestellungen und Ansätze zur Neuorientierung. Gemeinsam werden neue Perspektiven erarbeitet und die Situation wird zu meistern versucht.

„Beim Gruppentreffen erleben viele Frauen erstmals, dass sie in dieser Situation nicht allein sind, dass sie über ihre Gefühle sprechen können und dass sie verstanden werden.“, so Astrid, Gründerin der Selbsthilfegruppe.

Ein wichtiges Anliegen ist ihr, dass die Männer nicht (immer) als Sündenböcke dargestellt werden dürfen. Sie selbst habe die Erfahrung gemacht, und musste „den Schock“ erst für sich überwinden. Ein stetiger Austausch, gerade bei gemeinsamen Kindern, ist wichtig – Nicht nur für das eigene Wohl auch um allen die Möglichkeit zu geben, zu verstehen und zu akzeptieren.

Wir möchten mit diesem Beitrag zeigen, dass wir die Arbeit von „Tangiert“ sehr lobenswert finden. Im gleichen Atemzug möchten wir aber auch denjenigen eine mögliche Hilfestellung aufzeigen, die selbst in einer solchen Situation sind. Nicht immer ist die eigene sexuelle Orientierung für jeden offen auslebbar. Oftmals ist ein Doppelleben und Angst vordergründig – Anlaufstellen gibt es im Netz. Mit „Tangiert“ auch eine für den Rest um Euch herum.

Syphilis – Neue Volkskrankheit in der Schweiz?

Die Syphilis ist eine durch Infektion hervorgerufenen Geschlechtskrankheit. Die von einem Bakterium (Treponema pallidum) ausgelöste übertragbare Infektion wird besonders bei engem Körperkontakt, am häufigsten jedoch beim Geschlechtsverkehr weitergegeben. In Deutschland ist die meldepflichtige Erkrankung seit 1997 – vor allem im homosexuellen Milieu – wieder zunehmend verbreitet.

Auch in der Schweiz steigen die Infektionszahlen wieder. Besonders bei Männern, die Sex mit Männern haben sind die Symptome am häufigsten vertreten. Wie Ullrich Würdemann von ondamaris berichtet, startet die AIDS-Hilfe Schweiz nun mit gratis Testaktionen im Oktober.

„Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch. 975 neue Infektionen wurden dem Bundesamt für Gesundheit letztes Jahr gemeldet. Die Hälfte davon wurde bei Männern, die Sex mit Männern haben, diagnostiziert. Eine Syphilis ist heute mit Antibiotika zwar leicht behandelbar. Doch harmlos ist sie nicht. So erhöht eine Infektion mit Syphilis das Risiko einer HIV-Infektion um das fünf- bis zehnfache. Deshalb führt die Aids-Hilfe Schweiz in größeren Schweizer Städten im Oktober Testwochen für schwule Männer durch.“, so Würdemann in seinem Blog.

Die Kampagne, die am 1. Oktober mit Flyern, Plakaten sowie mit dem Verteilen für Gutscheine für die Test-Aktion startet, richtet sich besonders an die Gruppe der schwulen und bisexuellen Männer, die auf die Gefahren einer Infektion aufmerksam gemacht werden sollen. Ziel ist es, die wechselnden sexuellen Kontakte ins Bewusstsein zu rufen und zu regelmäßigen Tests zu motivieren. Auf einer Homepage sind alle teilnehmenden Test-Stellen verzeichnet.

Blutspendeverbot homosexueller Männer bricht EU-Recht

Schwule Männer dürfen nach Ansicht des EU-Kommissars für Gesundheit, John Dalli, nicht generell von der Blutspende ausgeschlossen werden. Der generelle Ausschluss schwuler und bisexueller Männer sei mit dem EU-Recht nicht vereinbar.

Barbara Höll, Sprecherin für Lesben- und Schwulenpolitik der Bundestagsfraktion DIE LINKE fordert den deutschen Gesetzgeber auf, die Diskriminierung schwuler Männer durch das Blutspendeverbot zu beenden: „Die Blutspende muss konsequenten Sicherheitsbestimmungen unterliegen, damit es nicht zu unbeabsichtigten Krankheitsübertragungen kommt. Doch der in Deutschland durch die Ärztekammer festgelegte generelle Ausschluss schwuler Männer diskriminiert und schürt Vorurteile.“, erklärt Höll. „Nicht das tatsächliche Verhalten des Blutspenders, wie häufige Sexualpartner oder riskante Sexualpraktiken, sondern seine sexuelle Identität führen zum Ausschluss von der Blutspende. Dies betrifft auch schwule Männer, die in einer langjährigen monogamen Beziehung leben.“, erklärt die Politikerin weiter. (Quelle: PRIDE1/td)

Auch GAYS.DE hatte in der Vergangenheit schon des Öfteren über die offensichtlich Diskriminierung homosexueller Männer berichtet. Nicht nur in Deutschland sind Männer die Sex mit Männern haben als Spender ausgeschlossen. Grund dafür ist die Kategorisierung von schwulen und bisexuellen Männern als Risikogruppe. Ebenso wie Prostituierte, Drogenkonsumenten und Gefängnisinsassen zählen sie zu potentiellen Nichtspendern. Dabei haben weniger als ein Prozent der betroffenen Männer eine HI-Infektion.
Der Verein ‚Schwules Blut‘ engagiert sich dafür, dass Schwule nicht mehr kategorisch als Risikogruppe von der Blutspende ausgeschlossen werden.

“O’ zoapft is” – GAYfeiert wird im „Wiesnzelt“

PinkPants-Sicher Dir Dein Ticket jetzt!

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Zehn Tage noch dann startet das Oktoberfest in München und aus aller Herren Länder werden die Besucher über die Theresienwiese strömen. Aber damit nicht genug: Wenn am Abend die Zelte auf dem Oktoberfest schließen – zeihen Zehntausende weiter und landen am Stiglmaierplatz. „Das Wiesnzelt“ ist die Partylocation für eine After-Wiesn.

Das Dachten sich auch die Jungs von romeoliebtjulian und laden nun zur „PINK PANTS“ am Dienstag,  20. September in „Das Wiesnzelt am Stiglmaierplatz“. Unter dem Motto: „Männerpracht in Tracht“ wird gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und die ein oder andere Maas vernichtet werden. Und für alle diejenigen unter Euch, die auch noch was fürs Auge wünschen: Je kürzer und enger die Lederhosen, desto knackiger der Hintern^^.

Die erste ‚Wiesn-Gay-Sause‘ ist die einzige offizielle schwul-lesbische Wiesn-Party zum Münchner Oktoberfest 2011 – Und das ohne Sperrstunde.

Wenn knackige Jungs an den Start gehen, lassen sich die Veranstalter der „PINK PANTS“ natürlich auch etwas einfallen, um den Abend zu einem (denk-)würdigen Erlebnis zu machen! Schließlich soll er sich doch als fester Bestandteil des Wiesn-Terminkalenders der schwul-lesbischen Gemeinde etablieren. Lasst Euch also überraschen und bucht gleich online Euer Ticket zur „PINK PANTS“ – der GAYparty im Wiesnzelt.

Die Fakten:
Pink Pants – Männerpracht in Tracht
Datum: 20.09.2011
VA-Ort: Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, Nymphenburgerstr. 2, 80335 München
U1 oder Tram 20/21 Haltestelle Stiglmaierplatz
Eintrittspreis: 18 €
Öffnungszeiten: 18:30- Open End
Afterparty: 23:00 – open Ende

Tickets buchen.

Homosexualität im Fußball – Das Schweigen der Männer

In Politik und Showbusiness ist die sexuelle Orientierung schon längst nicht mehr ausschlaggebend für die Erfüllung der übertragenen Aufgaben oder des Moments. Anders ist dies im Profifußball. Schwulsein, Homosexualität – die scheinbar schwulenfreie Szene verpönt Homosexuelle. Unbeeindruckt von Fangesängen, in denen „schwul“ als  Synonym für die gegnerische Mannschaft steht oder den Trainern, die von ihren Spielern fortwährend „Eier in der Hose“ fordern. Homophobie im Profifußball ist allgegenwärtig, ein Outing potentieller homosexueller Spieler undenkbar.

Die Autoren Dirk Leibfried und Andreas Erb wagten sich an das wohl brisanteste Thema im deutschen Sport heran und legen die schwulenfreie Fußballwelt in „Das Schweigen der Männer“ offen. Bei ihren Recherchen sprachen sie mit schwulen Amateurkickern, Psychologen und Funktionären.
„Ihr Buch wirft einen kritischen Blick auf die Homophobie, die in weiten Teilen der Fußballszene nach wie vor herrscht, und beschäftigt sich mit den großen Problemen, denen sich schwule Profifußballer ausgesetzt sehen.“, titelt die Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.
Theo Zwanziger, Präsident des DFB weiß von homosexuellen Spielern und deren „hetero-Vermarktung“. Er selbst engagiert sich für einen offeneren Umgang mit dem Thema Homosexualität, bestätigt aber immer wieder, dass dies ein schwerer Schritt ist, der noch andauern wird.

 

GAYS.DE – Nur noch ein Klick von der weiten Welt entfernt!

Einige von Euch haben es sicherlich schon bemerkt – alle anderen werden wir jetzt drauf aufmerksam machen – Denn seit der vergangenen Nacht hat sich in Eurer Community einiges verändert. Was? Das könnt Ihr hier nachlesen:

Neu ist ab sofort, dass Ihr den CSD & Pride Guide nicht mehr in Eurer linken Sidebar finden könnt. Da die Funktion derzeit komplett neu gestaltet wird, haben wir sie bis zur endgültigen Fertigstellung erst einmal deaktiviert. Als Ersatz dafür bieten wir Euch aber ab sofort die exklusive GAYS.DE Galerie mit allen Eventbildern der letzten Jahre und natürlich den CSD Terminen aus Deutschland und Europa.

In der GAYS.DE Galerie findet Ihr die Veranstaltungsbilder der aktuellen CSD Saison sowie Bilder ausgewählter Events, bei denen das GAYS.DE Reporter Team anwesend war. Aber damit nicht genug! Damit Ihr die Bilder mit Euren Freunden teilen könnt, ist es ab sofort möglich, die Bilder mit Euren Facebook-Profilen zu verknüpfen. Einfach den „gefällt mir“-Button klicken und schon erscheint Euer Lieblingsbild auf Eurer Facebook-Pinnwand. Zudem könnt Ihr alle Bilder ab sofort mit Euren Kommentaren versehen und Euch innerhalb von GAYS.DE über die „Momentaufnahme“ austauschen.

Damit aber auch die kostenlose Variante Deutschlands größter Online-Community für schwule und bisexuelle Männer nicht leer ausgeht, haben wir uns dazu entschlossen eine neue Grundfunktion frei zu geben: Die Notizfunktion. Nun kann jeder in dem Profil seines Traumprinzen eine persönliche Notiz hinterlassen. Optimal für spätere Chats oder bereits verratenen Details, bietet der virtuelle Notizblock die kleine Gedankenstütze, die bisher fehlte.

Auch neu ist der „Hilfe“-Link in der oberen Navigationsleiste. Neben den bekannten Reitern zu „Mein Profil“, „Nachrichten“, „Mitgliedschaft“ und der User-„Suche“, könnt Ihr nun auch gleich das Supportteam erreichen, sollten Unklarheiten, Fragen oder Störungen auftreten.

Wir wünschen Euch viel Spaß mit den neuen Funktionen und freuen uns über zahlreiche Kommentare in der neuen GAYS.DE Galerie.

Eure Bürolies^^

“Schwule wollen doch gar keine Beziehung! Sie wollen nur Sex!”

Wie in Berlin die erste Beziehungspraxis für Männer, die Männer lieben eröffnete und warum dies, in dieser Stadt notwendig ist.

Die Stadt hat einen schwulen “Chef”, eine der größten CSD Paraden Deutschland und gilt als die Hochburg für Schwule und Lesben in ganz Europa, Berlin. Hier geht es offen, tolerant und freizügig zu, also warum soll es eine Beratungspraxis nur für Schwule geben? “Die können doch überall hin! Und sind es.”: hörte sich der junge Berliner Conny Warmuth nicht nur einmal an. Er hat in Berlin eine Praxis für Beziehungsberatung für Männer eröffnet, die Männer lieben. Die erste ihrer Art in Deutschland.

Hier werden gebrochene Herzen geheilt, Beziehungen zusammengehalten, aber auch gelöst oder ergänzt. “Berlin ist recht tolerant, dennoch gibt es leider trotz aller Fortschritte Ablehnung und Diskriminierung. Angefangen in der Schule, über Arbeit aber auch die breite Masse und sogar unter Therapeuten, Coaches oder Ärzte” sagt der Beziehungscoach nachdenklich. “Als ich den Spruch “Schwule wollen doch gar keine Beziehung, die wollen doch nur Sex!” eines Therapeuten hörte, wurde auch mir, der sich schon seit Jahren in der Szene aufhielt, klar, dass es nicht unbedingt leichter geworden ist wenn man Unterstützung mit seinem Partner sucht. Und da ich schon eine breite Masse an Klienten hatte die Schwul oder Bisexuell waren, haben ich mich auf diese konzentriert.”

“Viele Themen und Fragen sind die gleichen wie in der klassischen Beratung von Paaren auch. Sie sind nur anders eingefärbt und es gibt Besonderheiten die ohne Abwertung angesprochen werden können. Treue, Lust, Ängste, Krankheiten, Mobbing und der normale Wahnsinn des Alltags. Ich führe dieses Leben selbst und habe somit einen anderen Blick auf die Probleme die ein schwuler Mann haben kann. Egal ob nun mit oder ohne Beziehung. Viele finden bei mir das erste Mal den Raum sich Gefühle, Probleme aber auch Wünsche und Vorteile einzugestehen, da es mir eben nicht egal ist oder es gar als krank ansehe wenn Menschen fühlen und Leben.”

Eine Anlaufstelle bei Missbrauch oder homophober Gewalt ist das Projekt MANEO, welches seit über 20 Jahren in Berlin Hilfe und Unterstützung anbietet aber auch Vor-Ort und Aufklärungsarbeit leistet. MANEO ist auch die Anlaufstellen wenn es um Übergriffe und Hasstaten auf schwule und bisexuelle Männer geht. Und die Zahlen fallen leider nicht, von Jahr zu Jahr werden mehr Taten gemeldet und bearbeitet. “Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher liegen”: so der Projektleiter Bastian Finke.

Bei Problemen in schwulen Beziehungen kann man nicht immer auf die Unterstützung von Familie und Kollegen hoffen. Eher noch auf die von Freunden, aber da diese meist nicht neutral sind, ist guter Rat oft teuer und eine Beziehung wird schneller beendet als vielleicht notwendig. Und dann geht die Suche von neuem los. “Schwule haben es nicht gelernt eine Beziehung zu andern Männern aufzubauen. Wir werden heterosexuell erzogen, die Gesellschaft und Medien leben uns klassische Formen der Beziehung vor, wir werden mit dem Gedanken groß das es nicht normal ist als Mann, Männer zu lieben. Es fehlen Beziehungsriten und Objekte wie Ehe, Kinder und Akzeptanz der Liebe, dies macht es so schwer offen zuzugeben das man gerade ein Problem hat. Als Mann hat man einfach kein Problem mit der Liebe oder sich selbst. So werden wir nicht erzogen und dies lässt einen auch nach Jahren immer wieder leiden. Unabhängig von Ängsten wie wir dastehen wir uns Outen, Beschimpfungen und Vorwürfen.”: meint er energisch.

Conny Warmuth hat einen geschützten Raum geschaffen wo man sich professionell helfen lassen kann wenn man nicht weiter weiß. Als Mann, als Schwuler, als Mensch. In einer Stadt die alles versucht nach außen noch offener und vielfältiger zu erscheinen und vergisst das in all der Vielfältigkeit der Einzelne nicht untergehen darf.