Homosexualität. Männer die mit Männern Sex haben. – Für den Islam ein Unding, denn eigentlich gilt homosexuelles Verhalten als Verboten. Doch wie der Islamwissenschaftler Andreas I. Mohr behauptet, steht im Koran überhaupt nichts davon. Kein einziges Wort, keine explizierte These werde aufgeführt.
Mohr selbst hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Religion mit der sexuellen Orientierung zu vereinen. Zumindest beschäftigt er sich fast täglich damit. Homosexualität und islamistischer Glauben – für ihn kein Ding des Unmöglichen. Vielmehr zwei Lebenssituationen die durchaus mit einander vereinbar sind.
Seiner Meinung nach werden die Stellen im Koran fälschlicherweise auf die gleichgeschlechtliche Liebe herangezogen. Die Auslegung nach sexuellen Kontakten in einigen Suren seien wohl schon nachvollziehbar, auf Homosexualität anzuspielen jedoch eine Übertreibung, so Mohr. Er unterstreicht hingegen, dass die Ansprache eindeutig auf verheiratete Männer hinziele – demnach also Ehebruch der eigentliche Kontext sei.
Mohr ist der festen Überzeugung, dass das islamische Strafrecht, welches Homosexualität in all seinen Formen verbietet, nicht Gottes Werk sei sonder lediglich menschliche Willkür.









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