Die neuen „RespektbotschafterINNEN“ kommen aus Neukölln

Den Wettbewerb “Respektbotschafter“, initiiert vom Lesben- und Schwulenverband Berlin Brandenburg e.V., dem Stadtmagazin Siegessäule und dem Social Bookmarking Portal Mister Wong,  hat der Filmbeitrag “Laura und Haifa” von Kader Metin Zeinab Hassun und Zineb Boukhari vom Schilleria Girls Club Neukölln gewonnen. Der Wettbewerb stand unter dem Motto “Meine Message für Toleranz: Lesben und Schwule gehören zu uns”. (GAYS.DE berichtete)

Bereits vom Beginn des Wettbewerbs an, gehörte der Film der Berliner Girls-Clique zu den Favoriten. Auch die Jury war begeistert. Jurymitglieder waren Staatssekretär Thomas Härtel (Vorsitzender der Landeskommission Berlin gegen Gewalt), Tanja Höhle und Christoni Acosta (Modells der Kampagne “Liebe verdient Respekt”), Philipp Mühlberg (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung), Cetin Özaydin (Förderverein Türkiyemspor), Monika Wienbeck (Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg), Sirko Salka (Chefredakteur des Stadtmagazins Siegessäule), Sebastian Rau (Mister Wong) sowie Szenestar Ades Zabel.

“Mit dem Beitrag “Laura und Haifa” vom Schilleria Girls Club werden die Themen Liebe, Homosexualität und Respekt eindrucksvoll vermittelt. Besonders authentisch wirken die darin geschilderten Konflikte der beiden lesbischen Frauen mit ihrem Elternhaus. Das Bedürfnis und Streben nach selbstbestimmter Liebe und Respekt ist nicht nur legitim, sondern muss von uns allen unterstützt werden. Kader Metin, Zeinab Hassun und Zineb Boukhari sind sehr gute Respektbotschafterinnen für Berlin.”, so Staatssekretär Thomas Härtel  zu der Entscheidung der Jury.

Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro geht an den Schilleria Girls Club. Die engagierten Preisträgerinnen von Schilleria können sich zudem über einen Sachpreis sowie den Besuch einer TV-Produktion im Filmpark Babelsberg freuen. (Quelle: PRIDE1.de/ml/pm)

Respektbotschafter 2010: Deine Stimme entscheidet

zeig-RESPEKT_500px_2010Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. hatte aufgerufen: Nun ist das Online-Voting zum Respektbotschafter-Wettbewerb 2010 gestartet. Unter dem Motto: „ Meine Message für Toleranz: Lesben und Schwule gehören zu uns“, haben sich junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet kreativ ausgelassen und ihre Beiträge eingereicht. Nun seid ihr gefragt: Wählt den diesjährigen Beitrag und kürt den Respektbotschafter 2010.

Noch bis 31. Januar habt ihr Zeit, um eure Stimme abzugeben, dann setzt sich die Jury zusammen und ernennt den endgültigen Sieger. Das Siegerteam wird offizieller Respektbotschafter 2010 und erhält ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro sowie eine professionelle TV-Produktion.

Initiiert wird der Wettbewerb vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg in Kooperation mit dem Berliner Stadtmagazin Siegessäule und dem Social-Bookmarking-Portal Mister Wong.

Deine Stimme abgeben kannst du unter: www.zeig-respekt.de !

„Liebe verdient Respekt“

Bereits im Titel der neuen Plakatkampagne des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg e.V., wird die Intention deutlich: Der existierenden Homophobie, besonders unter Jugendlichen, muss entgegengetreten werden. Die Plakate zeigen auf drei verschiedenen Motiven küssende Paare − ein schwules, ein lesbisches sowie ein heterosexuelles − und sind mit dem Slogan: „Liebe verdient Respekt” auf Deutsch, Türkisch und Arabisch untertitelt. Darüber hinaus wird die Internetseite www.zeig-respekt.de beworben, auf der weitergehende Informationen zum Thema Homosexualität zu finden sind.

Vorgestellt wurde die Kampagne heute von Klaus Wowereit. In einem Interview mit der „Berliner Stimme”, äußerte sich der regierende Bürgermeister besorgt über die momentane Akzeptanz von Schwulen und Lesben. „Dass ein Kuss zwischen zwei Menschen immer noch Gewalt und Hass auslösen kann [...].”, könne er nicht verstehen. „Offenheit und Toleranz müssen mit allen rechtlichen Mitteln verteidigt werden.”, so Wowereit weiter. Auch die zunehmenden Gewalttaten gegenüber Homosexuellen sowie die Anschläge auf das im Mai 2008 eingeweihte ‚Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen‘ sind besorgniserregend.

Gestartet ist die Plakataktion mit 160 Großflächen, bis Ende 2009 sollen weitere 250 hinzukommen. Zudem wurden an alle 464 weiterführende Schulen im Stadtgebiet Berlin Plakate verteilt. In Jugendzentren und Behörden werden in den nächsten Tagen 21.000 Exemplare zu sehen sein. Abgerundet wird die Plakatkampagne mit weiteren Präventionsmaßnahmen. So soll die Aufklärungsarbeit in Schulen und Jugendzentren ein zentrales Thema werden. Aber auch diverse Veranstaltungen rund um die Aktion sind in Planung. Finanzielle Mittel zur Unterstützung fließen zum Beispiel aus dem Programm „Sozial Stadt”, das die Senatsverwaltung Berlins beschlossen hat. Als Sponsor von Werbeflächen, hat sich die Koschwitz Plakat GmbH bereit erklärt. Unterstützt wird die Aktion desweiteren von der Berliner Polizei, Amnesty International, der Berliner Aids-Hilfe e.V. und vielen mehr.