„UNTER MÄNNERN – SCHWUL IN DER DDR“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Homosexualität im „real existierenden Sozialismus“ gelebt wurde und gelebt werden konnte, da die DDR-Ideologie in der Homosexualität einen Rest bürgerlich-dekadenter Moral und eine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft sah.
Wir begegnen sechs Männern, die zum Teil erstmals in aller Offenheit über ihre sozialen und intimen Erfahrungen sprechen. Wir lernen Menschen kennen, die unterschiedlicher, auch widersprüchlicher, nicht sein könnten. An einem Ende des Spektrums gibt es etwa den Friseur Frank Schäfer, einen gewitzten, listenreichen Individualisten, am anderen Ende den studierten Theologen Eduard Stapel, der ein DDR-weites Netz homosexueller Vereinigungen gründete und scharf ins Visier der Staatssicherheit geriet.
Zwar wurde Homosexualität seit den Fünfzigerjahren nicht mehr geahndet, die Verschwörung des Schweigens und die Ächtung, der Druck zu Gesellschaftskonformität und sexueller Diskretion blieben jedoch. „UNTER MÄNNERN“ zeigt uns – bei allen Verletzungen – starke und auch kämpferische Männer, die den Sinn ihres schwulen Lebens selbst erschließen mussten – mit ganz verschiedenen (Über-)Lebens- und Kompensationsstrategien. (Quelle: Berlinale 2012; Internationale Filmfestspiele Berlin)
Gezeigt wird „UNTER MÄNNERN“ (jeweils mit englischem Untertitel) im Rahmen der 62. Berlinale in folgenden Kinos:
Montag, 13.02.2012, 17:00 Uhr im International
Dienstag, 14.02.2012, 12:00 Uhr im CineStar 7
Freitag, 17.02.2012, 17:00 Uhr im CineStar 7
Filminfo: „UNTER MÄNNERN – SCHWUL IN DER DDR“ („Among Men – Gay in East Germany“); Deutschland 2011, 91 Min; Regie: Markus Stein, Ringo Rösener
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