Schwule Pinguine dürfen adoptieren

Eigentlich könnte man es als Kuriosität der Woche abtun,  aber nur eigentlich… Ein schwules Pinguinpärchen bekommt Nachwuchs und das in einem Land, indem schwule Männer noch nicht einmal einen Ansatz von Adoptionsrechten besitzen.
Aber wie dem auch sei, den beiden Burschen wünschen wir natürlich eine angenehme Elternzeit.

Wie es dazu kam? Laut tiermedizinischer Statistik überlebt bei Mehrlingsgeburten in der Regel nur ein Küken. Also haben die Tierpfleger im chinesischen Harbin entschieden, die im November geborenen Pinguinküken zu trennen und die Überlebenschance zu erhöhen.  Bisher klappt dieses Experiment hervorragend.
Bereits im Vorfeld war bekannt, dass sich das schwule Pärchen um Nachwuchs bemühte. Immer wieder begannen die beiden Nestraub und hüteten die „geklauten Eier“.

Homosexualität ist unter Pinguinen keine Seltenheit. Fast überall auf der Welt sind gleichgeschlechtliche Paarungen bekannt. Auch in Deutschland wurde ein homosexuelles (männliches) Pinguinpärchen Vater und Vater. 2009 gelang der Versuch in Bremerhaven. Zuvor hatte man versucht einen der beiden Väter zu bekehren und ihm eine Pinguindame aus Schweden präsentiert. Die Verkupplungsaktion missglückte jedoch.

Homosexuelle Paare dürfen ins Standesamt

Bereits gestern Nachmittag haben wir Euch über die Entscheidung des baden-württembergischen Landtags via Facebook informiert. Heute holen wir die ausführliche Berichterstattung in unserem Blog nach…

Als letztes Bundesland hat es gestern der Landtag in BW geschafft, seine Standesämter zukünftig auch homosexuellen Paaren zu öffnen. Bisher war dies nicht der Fall. Gleichgeschlechtliche Paare konnten auf jedem Amt ihre Partnerschaft eintragen lassen, sei es die KFZ-Zulassungsstelle gewesen oder eine andere Ordnungsbehörde (GAYS.DE berichtete).

Nach dem neuen Gesetz sind nun die Standesämter und nicht mehr die Landratsämter für die Beurkundung eingetragener Lebenspartnerschaften homosexueller Paare zuständig.

Der Landtag setzte am Mittwoch mit der grün-roten Mehrheit der Benachteiligung von Schwulen und Lesben bei der Zeremonie der Homoehe ein Ende. Damit können künftig auch Homosexuelle im schmucken Rathaus getraut werden – und nicht mehr in tristen Nebenräumen im Landratsamt.

Auch der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) zeigte sich erfreut über diese Entscheidung. Unter der schwarz-gelben Landesregierung wurden gleichgeschlechtliche Paare vielerorts offen diskriminiert. So waren neben der Verweigerung der Standesämter auch höhere Gebühren allgegenwärtig. Eine Ungerechtigkeit, die nun ein Ende hat.

Filmtipp: Ausente – TEDDY AWARD Gewinner 2011

Athletische Körper in knappen Badehosen. Verstohlene Blicke unter der Dusche nach dem Schwimmunterricht. Dem mitten in der Pubertät steckenden Martín hat es vor allem sein Sportlehrer Sebastián angetan. In vollem Bewusstsein, dass er den hilfreichen Pädagogen zunehmend kompromittiert, erschleicht sich der 16jährige unter fadenscheinigen Vorwänden eine Nacht in dessen Wohnung. Während dieser schläft, geht Martín aufs Ganze.

Marco Berger ( Plan B ) gelingt ein beklemmender Thriller, der weit über die klassische Coming-Out-Schüler-LehrerThematik hinausgeht. Neben seinem einzigartigen, durchgängig erotischen Tenor wirkt Ausente nicht nur glaubwürdig, es ist auch ein poetischer und einfühlsamer Film, der am Ende zu Tränen rührt.

Ausente wurde in diesem Jahr mit dem Teddy Award als bester Spielfilm bei der 61. BERLINALE ausgezeichnet. (GAYS.DE berichtete)
Der Film läuft heute in Deutschland an, wird aber bisher leider nur am Montag im Apollo Kino Hannover als Originalfassung mit Untertitel (Start: 20:15) gezeigt.

 

Klatsch und Tratsch aus Hollywood

Hollywoodstar Ewan McGregor hat gegenüber dem amerikanischen LGBT-Magazin „Frontiers“ zugegeben, dass für ihn die sexuelle Orientierung keine Rolle spielt. „Natürlich begeistert mich die Gay Community  – aber im Wesentlichen interessieren mich nur die Menschen und das Leben. Für mich zählt der Sex, Beziehungen, Liebe und was uns bewegt – ob heterosexuell oder homosexuell ist mir egal“.

Das Magazin hatte ihn zu seiner Rolle in dem Film „Beginners“ interviewt. In dem Film spielt er den fassungslosen Sohn eines Vaters, der im Alter von 75 Jahren ein Coming-Out erlebt. Für McGregor ist das nicht die erste Begegnung mit einem Drehbuch in dem es um Homosexualität geht. Bereits in „Ich liebe Dich Phillip Morris“ spielte er den schüchternen schwulen Partner von Schauspielerkollegen Jim Carrey.

Serienstar Neil Patrick Harris, bekannt aus der Fernsehserie „How I Met Your Mother“, hat sich für einen üblen Scherz über Transsexuelle entschuldigt. Der Schauspieler, selbst offen schwul, hatte zuvor in einer Live-Sendung ein Gas inhaliert, das seine Stimme um einige Oktaven abgesenkt. Mit der tiefen Stimme ließ er sich zu einem derben Witz hinreißen: „Ich habe nie mehr nach Transe geklungen wie heute“ sagte er vor laufenden Kameras.

Obwohl sich keine öffentliche Aufregung breitmachte, plagte den 38jährigen offenbar das schlechte Gewissen. Auf Twitter entschuldigte er sich umgehend für seinen Ausrutscher: „Es tut mir leid, dass ich das gesagt habe. Ehrlich! Ich hätte rücksichtsvoller sein sollen!“ so Harris.

Bereits im letzten Monat entschuldigte sich Kelly Osbourne, die unter anderem auch für die Rechte von Schwulen und Lesben eintritt, für einen solchen Patzer. Sie hatte eine Person als „Transe“ bezeichnet, weil sie auf ihre OP zur Geschlechtsumwandlung wartet. (Quelle: PRIDE1.de/kt)

Mobbing ist kein Kavaliersdelikt!

Diskriminierung, ungleiche Behandlung, Ausgrenzung, Abneigung – Bis hin zum Mobbing im Alltag. Und das bereits schon an Schulen.

Schwule und Lesben sind oftmals die Zielscheiben von verbalen Angriffen, aber auch körperliche Übergriffe sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Überall auf der Welt hören wir davon, dass Homosexuelle offen diskriminiert werden. Doch besonders aus den USA kommen immer wieder Berichte, dass die Diskriminierung an Schulen überhand nimmt. Gerade jetzt – im Zeitalter von Facebook und anderen Sozialen Netzwerken – wir der Druck, der auf die heranwachsenden ausgeübt wird unterschätzt. Mobbing an Schulen – Weit mehr als ein Kavaliersdelikt…

„tyrannisiert mich, nennt mich schwul…“

Wie schnell Mobbing aber in Wirklichkeit funktioniert, dass zeigt die Geschichte von Jonah. Der Teenanger nutzt den Internetdienst von Youtube um auf sich und seine Storry aufmerksam zu machen. In einem Video berichtet der Schüler davon, wie er gehänselt und beschimpft wurde. Er schafft es ein Millionpublikum zu erreichen und die Reaktionen seiner „Zuschauer“ sind überwältigend. Selbst Promi-Blogger Perez Hilton unterstützt den 14-Jährigen bei seinem Kampf um öffentliches Interesse. Leider können wir Euch das Video nur verlinken und nicht direkt einstellen da es in Deutschland bereits gesperrt wurde. Hier aber ein paar Screens von Jonah:

Kennt Ihr Euch mit Mobbing aus? Habt Ihr bereits selber Erfahrungen sammeln können oder könnt mit Rat und Tat zur Seite stehen? Beantwortet unsere Frage auf Facebook.

GAYS.DE+ – Wir sind eben einfach überall!

Die GAYS.DE Community wächst stetig und bietet immer wieder Neues. Und das nicht nur auf der Domain GAYS.DE: Auch bei Twitter, Youtube, Facebook und Co könnt Ihr erfahren, was so alles in der queeren Welt geschieht. Ab sofort auch bei Google+.

Von der einfachen Dating Community hin zum Social Network – GAYS.DE ist mittlerweile mehr als einfach nur ein Chatportal für schwule und bisexuelle Männer. Neben den übersichtlichen User-Profilen und zahlreichen Features, berichtet Eure Community aus der queeren Welt und liefert immer wieder interessante Informationen rund um Lifestyle, Beauty und Party. Aber auch hilfreiche Tipps zu Rechtsfragen oder einfach mal was für die Lachmuskeln – für jeden Geschmack ist was dabei.

Und auch zukünftig soll das so bleiben. GAYS.DE wird auch weiterhin den sozialen Netzwerken vertreten sein und Euch mit Informationen füttern. Neue Kontakte knüpfen und vielleicht Euren Traumprinzen kennen lernen, dass könnt Ihr dann wie gewohnt direkt auf GAYS.DE.
Egal ob beim Speeddating oder aber beim Texten im Forum oder den Gruppen – den ersten Schritt müsst ihr machen…

Viel Spaß wünscht
Euer GAYS.DE Team

Hamburger SV und St. Pauli fordern mehr Anstrengungen im Kampf gegen Homophobie

Spitzenfunktionäre des Hamburger SV und des FC St. Pauli haben ein homophobes Klima im Profi-Fußball beklagt. HSV-Nachwuchsleiter Bastian Reinhardt sagte, es mache ihn traurig, dass schwule Mitspieler sich bisher nicht dazu bekennen konnten. Ein Outing wäre seiner Einschätzung nach ein erster Schritt in Richtung Normalität. Der Vize-Präsident des FC St. Pauli, Dr. Bernd-Georg Spies, bezeichnete den Profifußball als verklemmt. Wie die Debatte über Homosexuelle geführt werde, sei teilweise absurd und entwürdigend. Reinhardt und Spies äußerten sich am Samstagabend als Gastredner bei der Siegerehrung eines internationalen Hallenturniers schwuler Amateurfußballer in Hamburg. Am “StartschussMasters” nahmen am Wochenende rund 150 homosexuelle Sportler aus ganz Deutschland sowie Schweden, Tschechien und Großbritannien teil. Damit ist das Turnier eines der größten seiner Art in Deutschland. (GAYS.DE berichtete)

Der ehemalige Bundesligaprofi Reinhardt sagte: “Ich würde Haus und Hof darauf verwetten, dass ich auch mit schwulen Fußballern zusammengespielt habe, ohne es zu wissen. Es macht mich traurig, dass sie sich nicht zu dem bekennen konnten, was sie sind.” Er hoffe aber, dass auch diese Mauer in Zukunft fallen werde. Das erste Outing sei eine Frage der Zeit, und dann müssten sich alle mit dem Thema auseinandersetzen, ob sie es wollten oder nicht. “Ich hoffe, dass es in der Folge völlig normal wird, mit schwulen Fußballern zusammenzuspielen, genauso wie es völlig egal ist, ob einer Moslem oder Christ ist”, so Reinhardt. Der HSV-Funktionär schilderte auch sehr persönliche Erlebnisse aus der eigenen Familie. So hätten sich kürzlich zwei seiner Neffen geoutet, und die Familie habe nur gesagt: “Das wurde aber auch Zeit.” Dieses Beispiel zeige, dass die Gesellschaft schon viel weiter sei als der Fußball.

Spies sagte, der Profifußball sei einer der wenigen Lebensbereiche, in dem Verklemmung vorherrsche. Es sei in den vergangenen Wochen absurd gewesen, dass Nationalspieler oder ehemalige Nationalspieler betont hätten, nicht schwul zu sein. Konkret bezog sich der 56-Jährige auf die Äußerungen des ehemaligen Wolfsburger Fußball-Profis Arne Friedrich. Spies sagte, er habe es als “entwürdigend” empfunden, dass so etwas nötig sei für Friedrich. Es gebe in dieser Diskussion keine Entspannung, so dass die Anstrengungen, dieses Tabu zu brechen, eigentlich verdoppelt werden müssten. Das Turnier des schwul-lesbischen Vereins Startschuss SLSV Hamburg sei dafür ein wichtiges Zeichen.

Carsten Stock, Fußball-Abteilungsleiter bei Startschuss, erklärte: “Mit dem Turnier wollen wir ein Signal setzen, Berührungsängste abbauen und zeigen: Wir sind in dieser Stadt angekommen. Auch als Sportverein haben wir die Möglichkeit, für die Anerkennung von Schwulen zu kämpfen und in die Öffentlichkeit zu gehen.” Beim StartschussMasters waren insgesamt 16 homosexuelle Mannschaften angetreten. Im Beisein von Reinhardt und Spies nahmen die “Friends Prague” aus Tschechien den Pokal für den Turniersieg entgegen. Zweiter wurde Vorjahressieger “Vorspiel Berlin”, auf Platz drei landeten die “Stockholm Snipers” aus Schweden. Die Gastgeber aus Hamburg stellten zwei Teams und landeten jeweils auf dem fünften und siebten Platz. Schwule Freizeitfußballer sind seit Jahren untereinander vernetzt und tragen regelmäßig untereinander Turniere aus. Zur Veranstaltung in Hamburg gehörte ein umfangreiches Rahmenprogramm, das den freundschaftlichen und familiären Charakter unterstreicht. Bei der Eröffnungsparty im Herzen von St. Pauli loste Corny Littmann die Gruppen aus, nach der Siegerehrung stand ein gemeinsames Abendessen im Hamburger Rathaus sowie eine Tour durch die Gay-Szene der Hansestadt auf dem Programm.

Der Präsident des SV Werder Bremen, Klaus-Dieter Fischer, erklärte anlässlich des Turniers in einem schriftlichen Grußwort, Fußball habe eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft und sollte gerade deshalb Homosexualität nicht zum Tabuthema machen. Das internationale Turnier des Startschuss e.V. schlage Brücken: “Brücken der Toleranz und Akzeptanz, Brücken zwischen den Ländern, Brücken zwischen den Kulturen.” (PM; Bild: StartschussMasters2011)

 

Private Romeo – Gay-Filmnacht-Empfehlung:

Seit Oktober 2008 laden insgesamt 16 Cinemaxx-Kinos zur Gayfilmnacht ein. In Zusammenarbeit mit der Edition Salzgeber präsentieren sie schwule Spiel- und Kurzfilme aus aller Welt. Ob in der Originalfassung mit und ohne Untertitel oder in nachbearbeiteten Version, viele Filme sind seither erstmals auf einer (deutschen) Leinwand überhaupt gelaufen.

Die Gay-Filmnacht im November hält ein literarisches Meisterwerk bereit, welches quasi neu in „Szene“ gesetzt wurde. In „Private Romeo“ steht Shakespeares Werk im Mittelpunkt. Alan Brown interpretiert die Liebe zwischen den zwei befeindeten Familien neu und lässt eine einmalige, sexy, schwule Filmromanze entstehen.

Die „Private Romeos“ der McKinley Militärakademie – Sam und Glenn – stehen sich in zwei verfeindeten Gruppen gegenüber. Doch gemeinsam schaffen sie es Grenzen zu überwinden. Während ein Großteil der Kadetten zur Geländeübung ausgerückt ist, langweilen sich die restlichen Studenten bei Übungen, Unterricht und Hausarbeiten. Im Klassenzimmer wird „Romeo und Julia“ gelesen, und eher unbeholfen versuchen die angehenden Soldaten, sich in die größte Liebesgeschichte aller Zeiten einzufühlen.

Es kommt wie es kommen muss – der beliebte Sam verliebt sich in den schüchternen Glenn und beide übernehmen außerhalb des Unterrichts die Rollen von „Romeo und Julia“. Das Trainingscamp wird zum Schauplatz romantischer Geständnisse, eifersüchtiger Rivalitäten und ungewohnter Zärtlichkeiten.

“Wer in diesem Alter nicht die richtigen Worte für die großen Gefühle findet, findet bei Shakespeare eben alles, was er braucht!“, schreiben die Kinomacher – Wir finden: Den Film muss man(n) gesehen haben!
Zu sehen ist „Private Romeo“ zur Gay-Filmnacht im November in folgenden Cinemaxx Kinos:

  • Sonntag, 13. 11.2011: Kiel
  • Freitag, 18.11.2011: Berlin (PP), Bielefeld, Bremen, Frankfurt, Mannheim, München, Stuttgart
  • Montag, 21.11.2011: Augsburg, Dresden, Essen, Hamburg, Hannover, Magdeburg, Oldenburg
  • ab Dezember in Münster

Bauer sucht Mann – Das schwule Leben auf dem Land

Er ist Landwirt, heißt Alexander* und ist schwul. Mit 17 hat er gemerkt, dass er anders ist. Doch auch mit fast 30 hat er es noch nicht gewagt offen zu seiner Person zu stehen. Nur die engsten Freunde und Familienmitglieder sind bisher „eingeweiht“. Über Jahre hat Alexander Beziehungen zu Frauen geführt, Kinder hat er keine. Warum? Alexander ist homosexuell.

Doch seine „wahre“ Identität konnte der Jungbauer vorerst nicht preisgeben. Zu groß war die Angst im Dorf beschimpft oder gar ausgegrenzt zu werden. Als Bauer mit einem Mann daher zu kommen war verpönt. Denn schwule gibt es hier nicht, schwule Bauern erst recht nicht. Dass diese Einstellung gerade in den ländlichen Gebieten noch weit verbreitet ist, ist bekannt. Der Alltag ist geprägt von Tradition, Brauchtum und dem „das war schon immer so“-Gedankengut. Anders sein bedeutete noch vor ein paar Jahren oftmals auch alleine sein. Doch mittlerweile hat sich dies – zumindest teilweise – geändert.

Bestes Beispiel dafür: „Bauer sucht Frau“. Moderatorin Inka Bause präsentiert in der siebten Staffel das erste Mal einen Bauern, der keine Frau sondern einen Mann sucht. Philipp heißt der 28-jährige Pferdewirt aus dem Sauerland. Sein auserwählter: Veit. (GAYS.DE berichtete)

Auch wenn die Macher von RTL in jeder Folge aufs Neue mit den typischen Klischees schwuler Liebe spielen, den Zuschauern scheint es zu gefallen. Mehr als acht Millionen sehen Woche für Woche wie sich die beiden näher kommen und verheißungsvolle Blicke zuwerfen.  Dass zahlreiche Situationen der gestrigen Ausgabe von „Bauer sucht Frau“ mehr als gestellt wirkten, scheint die Fangemeinde nicht zu stören, die Quoten sprechen eindeutig für sich.

Philipp und Veit sind die Zuschauerlieblinge und das zu Recht. Werden doch schon am liebevoll gedeckten Frühstückstisch verliebte Blicke ausgetauscht. Und spätestens bei dem leisen „[…] vielleicht musst du ja auch gar nicht mehr lange auf dem Sofa schlafen […]“ von Veit, dürfte es auch in den kommenden Wochen weiter knistern. Wer die letzte Folge verpasst hat, kann sie sich bei RTL Now ansehen. (*Name von der Redaktion geändert; Bild: Screenshot RTL)

Plus fort que moi – „Es“ ist stärker als ich

Homosexualität in Marokko ist so allgegenwärtig wie überall auf der Welt. Einen „kleinen“ gewaltigen Unterschied zu unserer Gesellschaft gibt es dennoch. Katrin Krämer, Dokumentarfotografin aus Bielefeld zeigt eben diesen mit ihren Bildern auf. Denn obwohl Homosexualität im Land selbst verboten ist, so wollen viele zwischen den „eigenen Grenzen“ leben und die eigenwillige gesellschaftliche Regelung – nennen wir sie Doppelmoral – weiterhin (aus-)leben.

Für eine Semesterarbeit hat die Bielefelderin ein mehr als umfangreiches Thema gewählt. Nicht nur, dass sie sich während der Recherchen selbst auf „dünnem Eis“ bewegt hat, auch das Aufspüren von jungen schwulen Marokkanern war nicht immer einfach.
Homosexualität gilt in dem nordafrikanischen Land als verboten. Zumindest sobald man(n) sich erwischen lässt. Intoleranz und Ignoranz dominieren das gesellschaftliche Miteinander und bestimmen den Alltag. Man trifft sich heimlich – hinter verschlossenen Türen. Denn wer sich nicht öffentlich outet, der kann sich ohne Gefahr im schwulen Freundeskreis bewegen. Dank Internet sogar 24 Stunden rund um die Uhr.

Katrin Krämer hat das soziale Phänomen portraitiert und zeigt in einer Fotoausstellung die Wirklichkeit. Begleitet von Interviews werden die Situationen der Jungs und Männer vertieft und bildhaft.
Eröffnet wird die Ausstellung heute am 2. November um 20:00 Uhr in der Fachhochschule Bielefeld mit einem begleitenden Künstlerinnengespräch.

Plus fort que moi – Portraits schwuler Männer in Marokko: 2. bis 30. November; Fachhochschule Bielefeld, Lampingstraße 3.