USA: Toleranz im Sport

NHL will Zeichen gegen Homophobie setzenDie US-amerikanische NHL (National Hockey League) scheint im HEUTE angekommen zu sein. In einem am Wochenende erstmals ausgestrahltem Werbefilm setzt sich die League gegen die bestehende Homophobie im Sport ein. 30 NHL-Profis setzten sich im Spot für einen aktiv offenen und toleranten Umgang mit Homosexualität ein.

„You can play“ gilt als neuer Leitspruch der umfassend Aktion. Denn nicht nur in der Werbung auch in den Stadien und Sportstätten selbst sollen die Zuschauer und Fans gegenüber diskriminierenden Äußerungen zu Spielern und Situationen sensibilisiert werden.

Homosexualität im Sport ist immer wieder ein Thema. Intoleranz und Diskriminierung – vor allen von Seiten der Fans – sind immer wieder an der Tagesordnung. Homosexuellen Sportlerinnen und Sportlern fällt es dadurch oftmals schwer zu ihrer eigenen Sexualität zu stehen. In den Ligen der USA gibt es derzeit keinen offen geouteten schwulen/lesbischen SportlerInn.
NHL, NFL und NBA möchten aber, dass sich die Zeiten endlich ändern.

Vor dem Ball sind alle gleich – Schön wärs!

Es ist noch lange nicht beendet – das Thema Homosexualität im Fußball. Noch-Präsident des Deutschen Fußball Bunds, Theo Zwanziger setzt sich seit Jahren schon dafür ein, dass Toleranz und Respekt gegenüber sexuellen Identitäten zunehmen.

Und wieder einmal findet der DFB Präsident die richtigen Worte: „Ich glaube, Fans im Stadion orientieren sich an der Leistung. Nehmen wir das Beispiel Mesut Özil. Er hat den Respekt und die Unterstützung des Bundestrainers erfahren“. Worte, die Zwanziger auch in Bezug auf das Thema des Dialogforums in der Sportschule Hennef gewählt hat. Seiner Meinung nach muss das Versteckspiel endlich aufhören, denn „die Zeit ist reif für einen schwulen Fußball-Star.“

Zwei Tage hieß es: „Vor dem Ball sind alle gleich – sexuelle Identitäten im Fußball“ und der DFB forderte indirekt homosexuelle Spieler der Bundesliga auf sich zu outen. In Hennef wurde aber nicht nur die Zukunft diskutiert, auch die Aussage von Philipp Lahm stand auf dem Programm. Lahm hatte zu Beginn der Woche erklärt, dass unserer Gesellschaft noch nicht bereit sei für das Outing eines schwulen Fußballers.

DFB Präsident Zwanziger hält dagegen und rief die homosexuellen Spieler dazu auf, den Mut zu haben, sich zu outen. Für ihn waren und sind die Rahmenbedingungen für ein Coming-out nie besser gewesen als heute. „Klar ist, dass Mut nur der haben muss, der weiß, dass ihm Nachteile drohen”, sagte Zwanziger weiter.

Wir sind weiterhin gespannt, wann der erste Spieler bereit ist offen zu sich und seiner Sexualität zu stehen. Auch wenn es sicherlich nicht einfach ist in der Männerdomäne Fußball.

Ich bin ein Star und habe kein Niveau

Die neue Staffel des RTL Dschungelcamps hat es in sich. (GAYS.DE berichtete) Auch wenn die wenigsten der Z-Prominenten den Zuschauern bekannt sind – genügend Diskussionsthemen bieten sie uns dennoch.

Da geht es um Verweigerung von Campregeln, Brigitte und Ramona unterhalten sich über den Ex-Rammler Stalone und teilen schlüpfrige Details, Ailton verkündet offenherzig, dass Homosexualität im Fußball kein Tabu ist.  Und es geht noch weiter…

Er selbst kennt gar drei oder vier Spieler, die ihm anvertraut haben dass sie schwul sind. Im Interview beton der Ex-Fußballprofi, dass er damit kein Problem habe:  „[...] schwule Spieler [für mich]ein normaler Mensch.“. Im Gespräch im Camp zeichnen die Kameras aber auch folgende Worte auf: „Schwul und schwul ist für mich nicht schön. Frau und Frau muss ich akzeptieren.“. Also vielleicht doch leicht latent homophobe Gedanken oder einfach nur, gut bürgerliche Toleranz? Wir wissen es nicht, aber vielleicht werden wir es in den nächsten Tagen erfahren.

Der mit den Raben spricht, geht sogar noch einen Schritt weiter. Er äußert sich betont abfällig über die gleichgeschlechtliche Lebensweise. Homosexuelle scheinen also bei ihm keinen guten Stellenwert zu genießen. Seine Äußerungen über Homosexuelle sind mittlerweile in den Medien kommentiert wurden. So äußerte sich EX-Dschungelkandidatin Sarah „Dingens“ Knappig per Videobotschaft zu Vincent Ravens Äußerungen sehr empört. Sie ergreift Partei für uns und zeigt sich solidarisch. Überraschend, wenn man bedenkt, wie sie im letzten Jahr noch über Jay „Gay“ Khan hergezogen ist.

Wie auch immer, wir sind gespannt welch interessanten Gespräche wir in den kommenden Tagen noch belauschen dürfen. Vor allem aber, wie das Thema Homosexualität weiter diskutiert werden wird. Denn immerhin ist Ramona Leiß offen lesbisch und wird mit Sicherheit nicht den Mund halten, wenn ihre gewählte Lebensweise in Frage gestellt wird.

„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ könnt Ihr täglich ab 22:15 auf RTL live verfolgen. Sonja Zietlow und Dirk Bach berichten noch bis zum 28. Januar aus dem Dschungelcamp. (Bild: RTL)

„Sado-Maso“, „Orgasmus“ oder „Darkroom“ – Grundschulkinder wissen Bescheid

Zumindest ab dem neuen Schuljahr können die Grundschüler in Berlin mitreden (GAYS.DE berichtete). Denn ab da bereichert ein neuer Bücher- und Spielkoffer den Lernalltag der Kinder. In den ersten vier Schuljahren soll den Jungs und Mädchen dabei aber lediglich die Vielfalt des Sexuallebens näher gebracht werden. Begriffe wie „Sado-Maso“, „Organsmus“ oder „Darkroom“ sollen frühestens in der Sekundarstufe I, also ab der fünften Klasse eine Rolle spielen.

Die Berliner „BZ“ hetzte in den letzten Tagen immer wieder damit, dass ein neues Unterrichtsfach namens „Schwul“ geschaffen würde, vergaß dabei aber in jeder Berichterstattung die eigentlich Absicht des Kultusministeriums. Diese ist in etwa die gleiche wie die des Berliner Abgeordnetenhauses, welches in einer Abstimmung vom April 2009, einstimmig dafür stimmte dieses Vorhaben in die Praxis umzusetzen. „Selbstbestimmung und Akzeptanz  sexueller Vielfalt“ – unter diesem Namen wird die neue Initiative geführt und vorangetrieben. Dabei ist es allen Unterstützern wichtig, den Grundschülern neben einem neuen, vielfältigeren Bild der Familie vor allem Toleranz zu vermitteln. Die immer noch anhaltende Diskriminierung und Gewalt gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender soll mit dem neuen Lernmittel deutlich reduziert werden.

„Es war einmal…“ – so fangen viele Märchen an, doch in kindlicher Sprache erklärt eines der Bücher auf diesem Weg den Wandel vom traditionellen Familienbild hin zu dem heutigen. Und eben da gehören neben Alleinerziehenden auch gleichgeschlechtlich liebende Eltern dazu. In der Geschichte  vom König, der keine Prinzessin fand und letztendlich mit einem weiteren König das Land regiert werden die Kinder auf homosexuelle Paare aufmerksam gemacht und ihnen wird erklärt, das auch das zu unserer Gesellschaft gehört. Das diese Lernform auch fortgesetzt werden kann zeigen Beispiele die bereits seit 2006 in Berlin zum Einsatz kommen. In Sek I und II können Lehrer ebenso wie die Jugendlichen selbst Infomaterial im Internet sammeln und verschiedenen Unterrichtsmaterialen nutzen. So lernen Jugendlich ihre Hemmungen bei Begriffe wie „Orgasmus“ und „Darkroom“ abzubauen indem sie diese pantomimisch darstellen und erklären. Ein anderes Beispiel sind verschiedene vorbereitete Rollenspiele. In ihnen sollen sich die Kinder und Jugendlichen in die Rolle der Lesbe/des Schwulen versetzen und ihr Coming Out durchspielen. Erfahrungen und Situationen, die nicht nur den Blickwinkel sondern vielmehr die grundsätzliche Denkweise erweitern.

Leider scheint eben dieser Ansatz nicht bei allen anzukommen. Eine breite Diskussion über die neuen Lernmittel und deren Einsatz ist bereits entfacht – hier ein kleiner Einblick.

CSD Bielefeld – Geoutet!

Unter dem Motto Geoutet feiern Lesben, Schule, Transgender und Queers am 16. Juli 2011 den CSD in Bielefeld. Immer mehr Lesben und Schwule entscheiden sich – nach einem auch heute noch oftmals schwierigen Coming-Out – geoutet offen und selbstbewusst lesbisch und schwul zu leben.

Geoutet steht aber auch für die Bedrohung als lesbisch oder schwul geoutet zu leben und deshalb verspottet, gemobbt oder gar misshandelt zu werden. Geoutet verweist darauf, dass trotz aller Erfolge bei der Gleichstellung Heterosexualität nach wie vor die Norm ist und Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Oueers von dieser Norm abweichen.

Der Bielefelder CSD fordert, dass Lesben, Schwule, Heterosexuelle, Bisexuelle, Transgender und Oueers ihre sexuellen und sozialen Identitäten gleichberechtigt, offen und selbstverständlich leben können. Coming-Out oder Outing sind dann überflüssig!

Zum Gelingen des Christopher Street Days in Bielefeld hat auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ein paar Worte finden können. In ihrem persönlichen Grußwort zum CSD 2011 zeigt sich die Kompassnadelträgerin optimistisch und appelliert an diejenigen, die noch nicht in einem offenen und toleranten Miteinander angekommen sind.

Das die Ostwestfalen einiges zu bieten haben, beweisen sie mit ihrer umfangreichen und vielfältigen Kulturwoche im Vorfeld der Parade und des Straßenfestes. So gab es bereits eine Warm Up Party, einen Kinoabend und einen Crash Tanzabend. Heute findet eine Fachtagung zum Thema  “Bi? – Homo? – Hetero? –oder was?” Sexuelle Identitätsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen”  statt und am Abend laden die Veranstalter zu Kabarett und mehr  mit Vanessa Maurischat und Holger Edmaier. Die beiden Künstler präsentieren Sahneschnittchen aus ihren Soloprogrammen sowie einige Ausblicke auf ihr neues Programm „Nacktbaden“.

Am Samstag geht es dann weiter mit dem Hissend er Regenbogenflagge am Rathaus. Oberbürgermeister Pit Clausen wird die Parade anschließend feierlich eröffnen. Weiter geht’s dann auf dem bekannten „Siggi“ bevor es zur Abschlussparty ins Forum geht.

Alle Termine im Überblick gibt’s hier.

 

17. Mai: Internationaler Tag gegen Homophobie

Respektlosigkeit, Intoleranz, Gewalt – nur drei Begriffe, die die immer noch anhaltende Diskriminierung von Homosexuellen und Transgendern ausdrücken. Auch wenn der Begriff „Homophobie“ wissenschaftlich vielleicht nicht korrekt gewählt ist, so drückt dieser den Hass gegenüber Nichtheterosexuellen aus, bündelt gleichzeitig aber auch die „Berührungs-“Ängste gegenüber Menschen mit der eben anderen sexuellen Orientierung.

Nicht immer kann Homophobie gleichbedeutend mit einer erhöhten Gewaltbereitschaft verstanden werden. Viele Menschen kennen einfach keine Homosexuellen und haben somit keinerlei Bezug zur Person als solche. Die andere Lebensweise wird zum „Bösen“ und somit machen sich Vorurteile, Abneigung und Intoleranz breit. Aufklärung und Informationen fehlen, teilweise ist dies einfach mit mangelndem Interesse zu begründen. Eben aus diesem Grund gibt es zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHO) zahlreiche Aktionen weltweit, die dies beenden wollen.

Begangen wird der IDAHO seit 2005 immer am 17. Mai. Bereits 15 Jahre zuvor beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. In Deutschland erinnert der 17.05. zusätzlich noch an den ehemaligen §175 des Strafgesetzbuchs. Dieser stellte zwischen 1872 bis zu seiner endgültigen Abschaffung 1994 verschiedene sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. In den zwanziger Jahren bezeichnete man Homosexuelle zum Beispiel damit, dass sie am 17.05. geboren seien.

GAYS.DE meets IDAHO

Auch Eure Community beteiligt sich in diesem Jahr am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie. Mit unserem neuen Button, können alle, die wollen, ein Zeichen setzen und Ihr Profilbild mit dem IDAHO-Ausrufezeichen aufrüsten.


Deutschlandweit finden zahlreiche Aktionen zum IDAHO statt. In fast jeder großen Stadt finden sogenannte RainbowFlashs statt, bei denen Luftballons mit Euren Wünschen für mehr Akzeptanz und Toleranz in den Himmel entlassen werden. Für den Fall, dass in Eurer Nähe keine Aktion stattfindet, schnappt Euch einen Luftballon, schreibt Euren Wunsch drauf und macht ein Foto – Wir präsentieren dieses dann exklusiv auf GAYS.DE.

Zur Aktionseite IDAHO.

Sevenload löscht schwul-lesbische Videoprojekte

Das social Network sevenload löschte alle Videos und Fotobeiträge, die im Rahmen von sozialen Jugendprojekten erstellt worden. Obwohl sämtliche Rechte an den Beiträgen, die zu Präventionszwecken im Kampf gegen Hassgewalt, zur HIV/AIDS-Prävention, gegen Homophobie und zur Unterstützung von hilfebedürftigen Kindern von Jugendlichen erstellt wurden, bei dem Berliner Verein Aufklärung e.V. liegen, löschte sevenload ohne eine genaue Prüfung alle Beiträge.

Auf Nachfrage von Michael Ermisch, Vorstandsvorsitzender von Aufklärung e.V., erklärt sevenload, dass die Rechte der Beiträge nicht bei dem Verein lägen. Daraufhin legte der Verein alle Rechte der Beiträge dar und erklärte, dass somit nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen wurde und forderte das Network auf, die Daten wieder herzustellen. sevenload reagierte darauf allerdings nicht.
„Durch diese Aktion von sevenload wurde eine 2,5-jährige Projektarbeit von Jugendlichen im Alter von 6 bis 27 Jahren zerstört. Zwar ist der Verein im Besitz der Originalaufnahmen und Dateien, doch ist durch die ungerechtfertigte Handlung von sevenload dem Verein ein finanzieller Schaden entstanden.“, erklärt Ermisch abschließend. (Quelle: PRIDE1/pm/td)

Saarland verabschiedet Diskriminierungsschutz für Homosexuelle

Im Saarland ist heute ein Diskriminierungsschutz für Homosexuelle einstimmig und ohne Enthaltungen beschlossen worden. Hasso Müller-Kittnau, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), äußerte sich mehr als zufrieden: „Nach jahrelangem Engagement des LSVD Saar für eine Verfassungsänderung haben heute alle fünf Fraktionen des saarländischen Landtages einstimmig ein Zeichen gesetzt und Artikel12, Absatz 3 der Landesverfassung, Gleichbehandlungsgebot, um die Formulierung „sexuelle Identität“ ergänzt (Verfassung des Saarlandes, Artikel 12, Absatz 3): “Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen, seiner sexuellen Identität, benachteiligt oder bevorzugt werden.“

Der Schutz, den Homosexuelle ab sofort im Saarland genießen, hat nunmehr Verfassungsrang. Damit wurde nicht nur ein starkes Zeichen für Akzeptanz, Toleranz und Respekt für die Würde gleichgeschlechtlich Liebender gesetzt, sondern auch eine staatliche Verpflichtung gegen bestehende Diskriminierung und für die rechtliche Gleichstellung in die Landesverfassung aufgenommen. In Zeiten, in denen der Begriff „schwul“ zu den meist bemühten Schimpfwörtern dieser Gesellschaft, z.B. auf Schulhöfen, gehört, hat die Entscheidung des Saarlandes Vorbildfunktion. Sie wird helfen, in den Köpfen der Menschen etwas zu verändern.

Der LSVD Saar fordert heute insbesondere die saarländischen Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP auf, nunmehr auch der entsprechenden Erweiterung im Grundgesetz Artikel 3 zuzustimmen und somit der neuen Landesverfassung Rechnung zu tragen. (PM)

Heteros bei GAYS.DE

Auch heterosexuelle Jungs und Männer haben ein Recht darauf ihre Sexualität auszuleben. Da die Mitglieder und Freunde von GAYS.DE tolerant und aufgeschlossen sind, sind Heteros uns „kein Dorn im Auge“. Ganz im Gegenteil, wer Interesse hat oder von der Neugier getrieben ist, der darf gern einen Blick riskieren und sich auf GAYS.DE umschauen. Wichtig dabei ist nur, dass UNSERE Rechte und unsere sexuelle Orientierung dabei gewahrt und geachtet werden.

GAYS.DE versteht sich auch weiterhin als Community für schwule und bisexuelle Männer. Unsere gestrige Meldung: „GAYS.DE wird hetero“  war selbstverständlich ein APRILSCHERZ.
Also für alle die es geglaubt haben: „April, April!“ Auch wenn es erst nachträglich aufgelöst wird, Eure Reaktionen haben uns sehr überrascht.
Mehr als 100 Meldungen haben uns in den ersten Stunden nach Veröffentlichung der Neuigkeit erreicht. Verständnisvolle und erfreute Reaktionen ebenso, wie verärgerte und nachdenkliche Zuschriften. Daher möchten wir  an dieser Stelle noch einmal Danke sagen.

Danke für so viel Lob und Kritik von Euch, Danke für die Ehrlichen Worte. GAYS.DE bleibt aber auch weiterhin was es ist – Eine Community für Gleichgesinnte. Weltoffen, tolerant und für Typen!

Für alle die GAYS.DE noch nicht kennen, hier ein paar Tipps:
Die GAYS.DE  Bildergalerie – Die GAYS.DE Reporter unterwegs auf CSDs, Partys und Co.
Das GAYS.DE CommunityCamp – 3 Übernachtungen mit Freunden aus der Community zum CSD Köln
GAYS.DE Szene Guide mit allen CSD Terminen
GAYS.DE Speeddating

Coming Out bei Hannover 96

Das ist neu, das gab es in Deutschland noch nicht. Ein Profispieler der ersten Fußballbundesliga ist homosexuell. Doch das Tabuthema macht ein vorurteilfreies Leben fast unmöglich.
Zumindest wenn man das Drehbuch des neuen Hannover Tatorts gelesen hat.

Im 18. Kriminalfall von Kommissarin Lindholm, gespielt von Maria Furtwängler, wird ganz bewusst mit einem Tabuthema des deutschen Fußballs jongliert: Homosexualität.
Nach einem Pokalspiel wird Spieler Kevin Faber ermordet in der Nähe des Stadions gefunden. Warum und weshalb, klärt Charlotte Lindholm während ihren Ermittlungen in „Mord in der ersten Liga“ am kommenden Sonntag. Ob das mysteriöse Doppelleben des Profis, versteckte Neider oder gar eine Abrechnung gewaltbereiter Hooligans der Grund für sein Ableben war, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten.

Gedreht wurde der Hannover Tatort mit dem brisanten Thema bereits im November des letzten Jahres. Bei einem Spiel zwischen 96 und dem HSV wurden zwei Filmszenen in der AWD-Arena abgedreht und die Fans  sowie die Atmosphäre des Spiels als eindrucksvolle Kulisse genutzt.

Mit dem Hintergrund – Homosexualität im Sport – insbesondere in der Machodomäne Fußball, brechen die Tatort-Macher ein Tabu.  Maria Furtwängler ermittelt als Kommissarin Charlotte Lindholm in einem Mordfall an einem homosexuellen Fußballprofi und greift damit das Thema “Homophobie im Fußball” auf. Ein Thema, das selbst der DFB und die Bundesligavereine selbst noch nicht ganzheitlich in ihre Öffentlichkeitsarbeit haben einfließen lassen.

Immer noch werden Schwule und Lesben nicht als Vollwertig angesehen. Gerade im Fußball überwiegen Klischees  und Unwissen. Ignoranz und Intoleranz tragen ihren Teil dazu bei – einen Schritt dem entgegen zu treten sind u.a. Fernsehfilme mit denen ein breites Publikum erreicht werden kann. Am kommenden Sonntag, 20. März, ist es nun endlich so weit: Der Hannover Tatort  wird ab 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt!

Fußball ist übrigens alles – Auch schwul! Hier findet Ihr weitere Beiträge zum Thema.